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organisierte geldvernichtung – ein kommentar

vorab die bemerkung, weshalb in einem blog zur schreibpädagogik ein kommentar zur wirtschaftsentwicklung auftauchen muss: es gibt prozesse und gesellschaftliche veränderungen, die alle beeinflussen. die sogar einfluss auf weitere handlungen und lebenskonzepte haben können. es gab schon einmal einen börsencrash, der alle damit verbundenen nationen verändert hat und das gesellschaftliche gefüge durcheinander brachte. das was zur zeit passiert ist dazu angelegt, dimensionen anzunehmen, die konsequent unterschätzt oder heruntergespielt werden.

also sei kurz genauer hingeschaut. eine lehre, die eigentlich aus dem schwarzen freitag anfang letzten jahrhunderts zu ziehen war, ist die problematik großer konzerne, monopolartiger zusammenschlüsse und unberechenbarer reaktionen an der börse gewesen. das geld wurde abgewertet und vernichtet. die spirale war nicht mehr zu stoppen. in den letzten jahren ballten sich wieder interessen und industrien zusammen. die märkte werden von einigen großen konzernen und banken verstärkt beeinflusst und kontrolliert. aber niemand reagierte. selbst das kartellamt ließ immer mehr zusammenschlüsse zu. dazu kam die seit jahrzehnten andauernde grundhaltung, vor allen dingen in der wirtschaftsfreundlichen politik, von der selbstregulation der märkte und der allmacht der wirtschaftswissenschaftler. man glaubte wirkliche, es werde unerschöpfliches wachstum geben. dass dies auf tönernen füßen stehen muss wurde ignoriert. wer wiederum die g-8-gipfel kritisierte, da er der verknüpfung von macht und markt nicht vertraute wurde beinahe als staatsfeind betrachtet. doch das misstrauen war, wie schon öfter, berechtigt.

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web 2.0 und wirtschaft in „brand eins“

in der mai-ausgabe des wirtschaftsmagazins „brand eins“ schreibt thomas ramge über die wirtschaftlichkeit des web 2.0. er geht dabei der frage nach, ob denn inzwischen ein geschäft, vor allen dingen mit den kostenlosen angeboten gemacht werden kann. dabei stellt sich heraus, dass dies heute immer noch nicht so einfach ist, wie es oft suggeriert wurde. natürlich gibt es inzwischen auf vielen seiten die personenbezogene werbung, doch es ist weiterhin schwierig den user auch dazu zu bekommen, die werbung überhaupt wahrzunehmen.

so werden verschiedene strategien versucht, das web wirtschaftlicher zu machen. der artikel listet einige beispiele auf und zeigt, dass an den strategien sehr gefeilt wird.

generell beruhigt er, was die gefahr eines weiteren platzens der internet-blase angeht. ist doch inzwischen die finanzierung der großen seiten ein wenig seriöser und hauptsächlich ungebunden von der börse. und doch zahlt sich für die wenigsten bis jetzt das geschäft aus. eine erstaunliche entwicklung, das netz wird immer interessanter, aber nicht unbedingt wirtschaftlicher.

der artikel ist eine aktuelle analyse der zustände verschiedener angebote und erscheint nicht ohne grund unter der rubrik „was wirtschaft treibt“. er lohnt sich, einmal reinzuschauen, wenn einen das interessiert.

es ist damit zu rechnen, dass der artikel im nächsten monat als volltext im archiv von brand eins zu finden ist. bis jetzt wird er nur angekündigt unter folgendem link.