Schlagwort-Archive: bücher

„das hier ist wasser“ von david foster wallace – ein buchtipp

david foster wallace, ein genialer schriftsteller, der viel zu früh starb, hielt vor ein paar jahren eine rede zum collegeabschluss über das lernen, das denken und das leben. dabei zeigte er auf, was es heisst für das lebens zu lernen. vor allen dingen machte er die absolventInnen darauf aufmerksam, dass das lernen nach dem abschluss erst so richtig losgeht, wenn man die üblichen bahnen des alltags verlassen möchte. dieser text ist unter dem titel „das hier ist wasser – anstiftung zum denken“ als kleines büchlein erschienen und findet anscheinend reissenden absatz.

auf fünfundzwanzig großzügig bedruckten seiten schafft es wallace, die tragik des lebens, der wahrnehmung und des blickwinkels wunderbar darzustellen. andere kluge köpfe haben dies sicherlich schon viel differenzierter, durchdachter und drastischer formuliert. aber bei wallace blitzt ein schuss humor durch, der erst einmal unterhält und in zweiter linie die distanzierung von allen großen „wahrheiten“ untermauert. ein text der unzulänglichkeiten unserer sozialen konstruktionen entlarvt und dabei gleich eine alternative anbietet, die so einfach klingt und laut david foster wallace so anstrengend ist: die augen offen zu halten. nicht aufzuhören, den blickwinkel und die eigene position zu verändern, um auf eine große entdeckungsreise zu gehen.

ein text, der sich für jede lehranstalt und für jeden lernprozess eignet. ein text der gesellschaftskritik mit dem aufruf zur eigenen entscheidungsfreude vereint. das taschenbuch gibt den text zweisprachig wieder und kann somit auch im englisch-unterricht verwendet werden. er sei allen ans herz gelegt, die die meinung teilen, am leben lernen könnte ein abenteuer und gleichzeitig unglaublich nervig sein. das buch ist 2012 bei kiepenheuer & witsch in köln erschienen. ISBN 978-3-462-04418-8

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internationales literaturfestival berlin ilb – ein veranstaltungstipp

da wir alle unter zeitknappheit leiden, sei dieses mal schon rechtzeitig auf das internationale literaturfestival in berlin hingewiesen. wie jedes jahr gibt es ein großes, vielfältiges und jede generation ansprechendes programm. der vorverkauf für die karten hat schon begonnen – nun ist also die richtige zeit, um den terminkalender zu zücken, alle termine zu überprüfen, neue zu vermerken und sich die karten zu besorgen.

neben der literatur für erwachsene gibt es auch ein ausführliches programm für kinder und jugendliche. und zum auftakt des festivals beteiligen sich viele schulen an der aktion „berlin liest“. dabei wird an verschiedenen orten von schülerInnen gelesen, vorgelesen und vorgetragen. hier findet man mehr informationen über das festival in einem monat:

Offizielle Webseite – internationales literaturfestival berlin ilb.

wund-starr-krampf (11)

das verschwinden der fussnoten

es ist schade. in der literatur erschienen fussnoten zwar nur in den seltensten fällen (es gibt das schöne gegenbeispiel: david foster wallace, dessen bücher von den fussnoten regiert werden), aber in den wissenschaften und in populärwissenschaftlichen veröffentlichungen spielte die fussnote eine große rolle. meist handelte es sich um anmerkungen, die zusätzliche informationen gaben, auf andere literatur verwiesen oder quellenangaben enthielten. doch leider ist das heute nur noch selten üblich und der trend geht zur abschaffung der fussnoten.

dies bedeutet jedoch nicht, dass die anmerkungen verschwinden. ganz im gegenteil, anmerkungen spielen weiterhin eine große rolle, ja, stützen und unterfüttern viele texte. doch die anmerkungen werden inzwischen an den ende des textes oder buches gesetzt. noch vor dem literaturverzeichnis findet sich eine auflistung der ehemaligen fussnoten, teils durchnummeriert, teils nach kapitel und seitenzahl sortiert. das behindert, bei mir jedenfalls, den lesefluss. da im text ja ein hinweis auf weiteres auftaucht, meist in form einer kleinen zahl, möchte man die dazugehörigen und oft relevanten anmerkungen lesen.

dazu kann man sich ein weiteres lesezeichen an den ende des textes platzieren, das es einem möglich macht, leichter vor und zurück zu blättern. aber man muss blättern. was die „usability“ gebündelter anmerkungen angeht, bringt einen das blättern immer wieder aus dem konzept. man muss seine vorherige lesestelle beim zurückblättern suchen. vor allen dingen wenn jemand mehrere anmerkungen auf eine seite platziert ist man eigentlich laufend am blättern.

ich handhabe es inzwischen so, dass ich versuche, die anmerkungen vorausschauend zu betrachten. handelt es sich nur um quellenangaben, kann ich erst einmal weiterlesen. wird aber in einer anmerkung ein längerer text sichtbar, handelt es sich um weitere relevante informationen. ich versuche also mir die nummer zu merken, um dann nach dem lesen der vorbereitenden textstelle wieder ans ende zu blättern und die passende anmerkung zu lesen. ich habe auch schon versucht, die längeren anmerkungen im vorfeld zu lesen, doch oft erschließt sich der zusammenhang noch nicht, das der eigentliche text das thema noch gar nicht angerissen hat.

abgesehen davon, dass diese form des lesens mehr zeit kostet, nervt sich mich stück für stück. mir hat sich bis heute nicht erschlossen, was an der klassischen fussnote so störend sein soll. hält man weitere informationen für unwichtig, kann man sie ja einfach überlesen. doch meist sind sogar statements der autorInnen in den anmerkungen zu finden, die den text erst rund und vielfältig machen. es wäre in meinen augen ärgerlich, die anmerkungen zu übergehen. darum plädiere ich für die wiedereinführung der guten, alten fussnote, gefüllt mir informationen, links, spannendem und überflüssigem. und ich kann weiterhin bequem im sessel sitzen oder auf dem sofa liegen und mir ohne verkrampfung die texte zu gemüte führen. also: rettet die fussnote und macht das lesen wieder leichter!

wie wird man bestseller? – ein fernsehtipp

„Der Erfolg eines Buches wird meist in Verkaufszahlen gemessen…“ – so die einleitung auf arte-tv (http://www.arte.tv). eine dokumentation, nicht mehr ganz frisch, aber sicherlich haben sie die mechanismen des buchmarktes seit 2008 nicht so gravierend verändert. darum einfach mal reinschauen. und sollte es heute nicht klappen, kann man die doku sicherlich noch 7 tage lang in der mediothek sehen.

und dann natürlich kurz darauf einen bestseller schreiben 😉

Mittwoch, 11. Juli 2012 um 22.10 Uhr
Wiederholungen: Keine Wiederholungen
Wie wird man Bestseller?
(Deutschland, 2008, 52 min)
SWR
Regie: Thomas Palzer

web 2.95 – Litrix – German Literature Online

warum die englischsprachige ankündigung? bei „litrix“ handelt es sich um eine webseite des goethe-instituts, die eines möchte: deutsche literatur zur übersetzung bringen.

also einmal eine seite, die nicht uns die literatur aus den regionen der welt nahebringen möchte, sondern eine seite, die der welt die deutschsprachige literatur nahebringen möchte. neben einzelnen büchern, die vorgestellt werden, sich so zu sagen zur übersetzung anbieten, gibt es vor allen dingen informationen zu finanziellen förderprogrammen für übersetzungen. und es wird alle zwei jahre eine „schwerpunktsprache“ festgelegt, in die übersetzungen gefördert werden. zur zeit ist dies russisch.

also eine homepage für sprachexpertInnen, aber auch für literaturinteressierte und fremdsprachenkünstlerInnen:

Litrix-German Literature Online.

„goethe ruft an“ von john von düffel – ein buchtipp

ein sehr amüsantes buch. vor allen dingen menschen, die schreibpädagogisch, schreibdidaktisch tätig sind oder die schreibgruppen anleiten, werden ihren spaß mit diesem buch haben. aber auch menschen, die schon einmal an schreibgruppen teilgenommen haben, kommen auf ihre kosten. auf dem buchumschlag des buches „goethe ruft an“ von john von düffel steht, es handle sich um „eine komödie über die jagd nach erfolg“.

davon handelt das buch sicherlich auch. aber noch viel mehr spaß machten mir die gedanken und auslassungen zum schreiben an sich. ein schriftsteller mit einer schreibblockade übernimmt die anleitung einer leicht „elitären“ schreibgruppe für einen sehr erfolgreichen schriftstellerkollegen. einer der erfolge des kollegen ist seinem konzept des „leichtschreibens“ geschuldet. verstrickungen, verwicklungen und eifersüchteleien sind der hintergrund vor dem sich die humorvolle tragik der suche nach dem perfekten text, dem perfekten buch abspielt.

wie findet man den genialen ersten satz eines buches? wie schreibt man, wenn man nicht ganz zu dieser welt gehört? wie geht „tiefschreiben“? wie baut man distanz zu seinen literarischen vorbildern auf? warum möchte man schriftsteller bleiben, wenn man erfolglos ist? diese und viele andere fragen werden enorm humorvoll ausgebreitet und erörtert. dazu kommen die verschiedenen charaktere, angefangen beim scheiternden hauptakteur über den allwissenden kollegen, den frustrierten literaturkritiker, die bestsellerautorin von „bahnhofsbuchhandlungs-büchern“, die aketische lyrikerin und ihr homosexueller mann, die der geschichte noch eins draufsetzen.

ein lesenwertes buch, eine schöne satire. das buch ist 2011 im dumont buchverlag in köln erschienen. ISBN 978-3-8321-9649-3 .

wie schriftsteller schreiben – eine reise mit jonathan franzen – auf arte

der autor der „korrekturen“ hat einer journalistin die möglichkeit gegeben, ihn auf einer lesetournee zu begleiten. dabei bekommt mann einen tiefen einblick in seine form des schreibens, in sein hobby, das „bird-watching“, und in die jüngere amerikanische literaturszene.

vor allen dingen die anmerkungen zum schreibprozess und zur literarischen darstellung der gesellschaft sind aufschlussreich. die doku kann hier 7 tage lang angesehen werden: Fünf Tage mit Jonathan Franzen – videos.arte.tv.

„zehn geschichten übers rauchen“ von stuart evers – ein buchtipp

im zeitalter der gesundheits- und körperpolizei ist es mutig ein buch über das rauchen zu schreiben, zumindest den hinweis auf die sucht im titel zu tragen. wenn man in die zehn geschichten einsteigt, wird man sowohl enttäuscht als auch überrascht. enttäuscht, da das rauchen zwar in stories auftaucht, aber nicht in der direktheit, in der man es erwartet hätte.

überrascht wird man von den geschichten. es sind vielfältige, verschiedene und vor allen dingen intensive kurzgeschichten, die jede für sich einen eigenen kosmos eröffnet. der mensch in all seinen höhen und tiefen wird abgebildet, spannung entsteht und oft genug werden der melancholie und der liebe raum gegeben. und immer wieder wird zur zigarette gegriffen.

da schiebt sich von geschichte zu geschichte der glimmstengel in den vordergrund, spielt eine rolle, dient der anbahnung einer romanze, und endet im unvermeidlichen tod. die zigarette als verknüpfungspunkt der seelen, also doch wieder eine gewagte blickrichtung. stuart evers schafft es mit „zehn geschichten übers rauchen“ leselust zu erzeugen, zu erfreuen und zu enttäuschen, man lebt mit seinen heldInnen mit. einfach nur ein schlichter, kurzer genuss, wie die letzte fluppe – die reue kommt später 😉

das buch ist 2011 in der frankfurter verlagsanstalt in frankfurt am main erschienen. ISBN 978-3-627-00176-6

wie man den spass am schreiben abgewöhnt (06)

holde hörbücher

die digitalisierung der welt macht es möglich, bücher und ganze literarische werke auf relativ wenig speicherplatz akustisch festzuhalten. nicht die digitale speicherung der schriftzeichen, sondern die speicherung der laute des vorgelesenen soll uns literatur näher bringen. da das lesen meist von schauspielerInnen oder den autorInnen selber vorgenommen wird, unterwerfen wir uns beim hören von hörbüchern dem rhythmus und der betonung der anderen.

so praktisch das hörbuch sein mag (kann man doch während einer autofahrt oder im öffentlichen nahverkehr ungestört literatur konsumieren), es unterscheidet sich im eindruck stark vom eigenen leseprozess. daraus ergibt sich ein vor- und ein nachteil: sollten wir uns dem schreiben widmen, bekommen wir eventuell ein gespür für einen angenehmen sprachrhythmus, da wir ihn im hörbuch öfter gehört haben. auf der anderen seite wird uns das lesen, die wahrnehmung von schrift und buchstaben immer fremder.

wenn wir sätze und geschichten nur noch hören, dann verwandelt sich die rolle von geschriebenem in einen konsumartikel. der leseprozess geht aber einen schritt weiter – wir bestimmen die geschwindigkeit, in der wir lesen. wir bestimmen die verarbeitung des gelesenen viel direkter während des leseprozesses. natürlich können wir auch ein hörbuch zwischendurch abschalten und uns gedanken über das gehörte machen, aber beim lesen, halten wir kurz inne, überlegen etwas und machen dann weiter.

das hörbuch kommt dem fernsehen nahe, es verwandelt uns in einen literaturkonsumenten, der seine passivität im gegensatz zum lesen erhöht. lesen, so seltsam es scheinen mag, ist ein aktiver prozess und geht mit vielen anderen verhaltensweisen einher. dies hat garantiert auswirkungen auf die lust am schreiben. sich aus einer passiven beschäftigung zu lösen und zu einer aktiven überzugehen fällt uns schwerer, als aus einem aktiven prozess in einen anderen aktiven prozess zu switchen.

schaut man es sich genau an, kann man beim lesen zum beispiel notizen an den rand des buches machen, eigene gedanken und ideen parallel notieren. haben sie schon einmal jemandem mit einem hörbuch gesehen, der ähnliches macht? in einem buch markiere oder unterstreiche ich nur, bei einem hörbuch ist das nicht möglich. doch der prozess des notierens und unterstreichens kann eine effektive vorstufe des eigentlichen schreibens sein. wenige menschen diktieren ihre texte in den computer – obwohl dies auch eine schreibmöglichkeit ist. aber hörbuch hören und gleichzeitig notizen diktieren ist technisch nicht so leicht umsetzbar.

ich glaube nicht, dass hörbücher automatisch die lust am schreiben nehmen. ich glaube aber, dass die verlagerung auf die passive seite, den einstieg in die aktive seite des schreibens erschweren. vielleicht sollte man sich seine bücher selber laut vorlesen und dies aufnehmen, um sie auf einem noch ganz anderen weg wahrzunehmen.

ein aufruf zum urheberrecht – kommentiert

schriftstellerInnen haben in der wochenzeitung „die zeit“ den aufruf „wir sind die urheber!“ zum schutz des urheberrechts gestartet. inzwischen fanden sich viele mitunterzeichnerInnen. hier der aufruf: http://www.wir-sind-die-urheber.de/ . in diesem aufruf wenden sich die schreiben gegen diebstahl und geiz im internet – sie möchten ihr geistiges eigentum schützen. das ist ein verständliches und sinnvolle anliegen.

aber! und dies ist ein groooßes „aber“, die begründungen für den schutz des eigenen geistigen eigentums und für die einhaltung des urheberrechts sind seltsam, wenn nicht sogar abstrus. da haben wir schon seit langem eine missachtung der kultur und des geistigen eigentums vor allen dingen durch die „verwerterInnen“. nur ein paar stichworte: tantiemen, bestsellerlisten, lektorat, verträge, übertragung der verwertungsrechte, verlagsgesellschaften, bürokratie, hörbücher, e-books …

faszinierend ist, dass in diesem aufruf nicht klarer position bezogen wird. man könnte mit solch einem aufruf diverses fordern:

  • angemessene entlohnung für geleistete geistige arbeit
  • zugang zur literatur und zu büchern für alle bürger des staates (nur wer geld hat, hat bei uns auch einen wirklichen zugang zu büchern)
  • ausbau der bibliotheken
  • veröffentlichungsmöglichkeiten für nicht abgesicherte schriftstellerInnen
  • überprüfung des verkaufsrankings
  • aufhebung von knebelverträgen
  • unterstützung von autorInnenverlagen
  • eindeutige positionierung zu monopolistischen strukturen im internet und verlagswesen

aber diese kuschelprosa gegenüber den „verwerterInnen“ und dem gesellschaftssystem wird mit großer wahrscheinlichkeit genau das gegenteil vom erhofften erreichen, denn nun haben wir es schwarz auf weiss: literaten verkaufen sich auf teufel komm raus. und plagiieren kommt anscheinend in den besten familien vor. hier verrutscht ein maßstab nach dem anderen. was ist denn nun diebstahl und was nicht? die grenzen sind längst nicht mehr so klar, wie es der aufruf suggerieren möchte. und der ausschluss ganzer bevölkerungsgruppen wird in kauf genommen (nicht ein wort zu den unveröffentlichten, zum geistigen ausschluss ganzer bevölkerungsgruppen). so bleibt das „gschmäckle“, hier will jemand nur seine pfründe sichern, sich aber keine gedanken über die entwicklung der gesellschaft machen. schade!

p.s.: man muss bei uns leider inzwischen gleichzeitig betonen, dass man, wenn man obiges schreibt, nicht dem diebstahl geistigen eigentums das wort redet – auch eine folge dieses verallgemeinernden aufrufs!

Lange Buchnacht in der Oranienstrasse in Berlin

für alle, die heute nicht wissen, was sie am abend machen sollen oder die schon genug gelesen haben: Lange Buchnacht in der oranienstrasse in kreuzberg.

viel spaß und viele bücher

„Wege durch das Land“ – ein veranstaltungstipp

klingt vielfältig und interessant – literatur, musik und schreiben – den ganzen sommer über in ostwestfalen-lippe.

hier die homepage:

Startseite Wege durch das Land.

web 2.90 – epubli.de

bücher veröffentlichen war bis vor ein paar jahren aufwendig, umständlich und für viele nicht unbedingt von erfolg gekrönt. das internet hat nicht nur unsere kommunikationsformen revolutioniert, sondern inzwischen auch den buchdruck (korrekterweise sollte ich schreiben: die digitalisierung). so wie die blogs, twitter und co inzwischen etlichen zeitungen und zeitschriften den rang ablaufen, so tuen es „books on demand“ und „e-books“ den verlagen und dem buchhandel.

das bedeutet nicht, dass es inzwischen bücher für lau gibt (höchstens illegal oder wenn autorInnen sie ins netz stellen), aber die vertriebswege und die veröffentlichungsmöglichkeiten haben sich vervielfältigt. man kann darüber streiten, ob dies nicht insgesamt den buchmarkt zerstört oder ob dadurch die verlegerische vielfalt zunimmt. ich finde die diskussion ist noch nicht entschieden.

man kann der überzeugung sein, dass man ein tolles werk verfasst hat. man hat es an verlage gesendet, hat absage über absage einheimst und zweifelt an den eigenen fähigkeiten. ja, eigentlich hat man etwas geschrieben, das bis heute nie geschrieben wurde. gute freundInnen bescheinigen einem: total spannend, total gut. doch was tun. man konnte auch schon bisher im eigenverlag veröffentlichen, eine aufwendige und teure angelegenheit. und wissenschaftlerInnen kennen das problem, dass ihre veröffentlichungen von ihnen bezahlt werden müssen, da sonst kein verlag mehr bereit wäre, zu drucken.

inzwischen gibt es alternativen – ein beispiel ist „epubli.de“ von der holtzbrinck-verlagsgruppe: eine internetseite, auf der man sein buch als pdf-datei hochladen, die form und ausführung wählen kann (wenn man möchte mit isbn und vertrieb über amazon, den buchhandel und apple) und dann abwartet. wenn andere menschen an dem von einem selbstgeschriebenen werk interesse haben, dann können sie es online bestellen und das buch geht dann erst in druck, oder das e-book ist nach bezahlung herunterladbar.

das schöne an dem angebot ist, man muss keine exemplare vorab drucken lassen (man erhält aber rabatte und kann damit den gesamtpreis senken, wenn man gewisse stückzahlen vorab drucken und lagern lässt). man kann den preis für das buch selber festlegen – beim e-book wird sich an anderen kriterien orientiert. man entscheidet also über die eigene gewinnspanne und kann ebenso schnäppchen anbieten (an denn man nichts weiter verdient). lässt man nichts vordrucken, dann dauert die lieferzeit 8 bis 10 tage, liegen die bücher schon im lager, handelt es sich um die üblichen lieferzeiten.

die bücher werden nicht verschenkt, aber man kann sich leicht an einem kleinen „beispielrechner“ die verteilung der kosten und einnahmen wunderbar aufschlüsseln lassen. man achte dabei aber unbedingt auf die versandkosten, die noch dazu kommen (bei amazon marketplace zum beispiel immer 3,- €). wer sich ein wenig bei layout und gestaltung auskennt, kann also beinahe ohne hilfe sein eigenes buch veröffentlichen, ohne dass so hohe kosten wie bei einem selbstverlag entstehen (isbn und anderes sind aber zu zahlen). die werbung muss man natürlich auch teilweise selbst übernehmen. aber vielleicht kann man feststellen, dass großes interesse an dem eigenen werk besteht und sich die verlage geirrt haben 😉 ein zusätzliche chance für viele schreibende.

http://www.epubli.de

„Schwimmkind“ von Jutta Michaud – ein Buch

Sommer 1973: In einer westdeutschen Kleinstadt gründet ein junger Sportlehrer einen Schwimmverein. Mit Charme und progressiven Ideen verzückt er seine Schwimmkinder und deren Mütter. Nur einer betrachtet ihn mit skeptischen Blicken.

Während eines Trainingslagers erlebt die 14jährige Kiki, dass die Absichten ihres Trainers und Mentors nicht immer ehrenhaft sind. Doch die Erkenntnis kommt zu spät, Kiki wird schwanger …

Sommer 2009: Kiki, inzwischen Karoline, lebt als Webdesignerin und alleinerziehende Mutter einer 14jährigen Tochter in der Großstadt. Kurz bevor ihre Tochter in ein Tenniscamp aufbricht, löst eine Todesanzeige verdrängte Erinnerungen aus, denen sie sich erstmals stellt, um ihre Tochter zu schützen.

Der Roman „Schwimmkind“ von Jutta Michaud ist bei epubli in Berlin 2012 erschienen. ISBN 978-3-8442-2226-5

Hier der Link zum Buch:
http://www.epubli.de/shop/buch/Schwimmkind-Jutta-Michaud-9783844222265/15034

schreibidee (362)

an einem feiertag wie heute darf es auch einmal ein wenig mehr sein. die meisten schreibideen widmen sich anregungen aus dem alltag, greifen emotionen auf oder kombinieren schreibtechniken mit gegenständen. doch heute soll es um weltliteratur gehen. eine ebenso schlichte wie niveauvolle idee. eine schreibanregung, die nicht weniger will als „literatur vollenden“.

man nehme eine schreibgruppe, dann ein buch der bekannteren art und davon den ersten abschnitt (also etwas mehr als den ersten satz). nun verteile man an alle teilnehmerInnen eine kopie des ersten abschnitts und fordere sie auf, weiterzuschreiben. dabei ist darauf zu achten, dass möglichst nicht viele verschiedene personen in dem abschnitt eingeführt werden. es dürfen von den teilnehmerInnen gern jeweils drei seitengeschrieben werden. anschließend werden die texte vorgetragen, es gibt eine kleine feedbackrunde, in der zum abschluss geraten wird, von welchem autor der erste abschnitt sein könnte. und die schreibgruppenleitung trägt die ersten seiten des buches vor.

im anschluss wird eine schreibanregung durchgeführt, bei der erst einmal gelesen werden muss. die schreibgruppenleitung verteilt eine kurzgeschichte von einem weltberühmten autor, einer berühmten autorin. die letzten drei seiten der geschichte fehlen. nun soll die geschichte von den teilnehmerInnen vollendet werden. auch hier dürfen wieder ungefähr drei seiten geschrieben werden. und auch hier wird im vorfeld nicht verraten von wem die geschichte ist. anschließend werden die abschlüsse der story vorgetragen, es gibt diesmal keine feedbackrunde und es kann geraten werden, wer das werk verfasst hat. die gruppenleitung trägt den schluss der autorin, des autors vor.

ähnliche übungen kann man mit lyrik und aphorismen machen. man sollte als gruppenleitung darauf achten, dass die werke nicht zu bekannt sind, da es sonst den teilnehmerInnen schwer fallen könnte, den text zu ergänzen.

sollte zum abschluss noch zeit vorhanden sein, dann kann auch noch die übung „schreiben wie …“ durchgeführt werden. dazu wird ein kurzer romananfang oder eine kurzgeschichte an alle teilnehmerInnen verteilt und es wird von allen versucht, einen im ausdruck ähnlichen text zu verfassen.

„reisen im skriptorum“ von paul auster – ein buchtipp

es handelt sich bei dem buch um keine neuerscheinung, eigentlich kommt es vom grabbeltisch der mängelexemplare. doch das bedeutet eigentlich nichts, bücher können ja zeitlos sein. die geschichte, die paul auster in seinem buch „reisen im skriptorum“ erzählt, könnte jeden menschen treffen, der schreibt. plötzlich wacht man auf und fragt sich wo man ist. es fehlen einem im ersten moment die worte für die eigene situation, das umfeld ist unklar.

das ganze hat etwas bedrückendes. handelt es sich um alzheimer oder andere altersgebrechen? oder handelt es sich um einen traum, den man gerade nicht verlassen kann? auster entblättert in seiner geschichte stück für stück, dass die situation des erzählers wohl mit dem schreiben von geschichten und romanen zu tun hat. so langsam erkennt der schreibende, dass er die personen, die ihn pflegen und versorgen kennt, ebenso wie seine besuche. doch er weiß nicht genau, woher er sie kennt. so viel sei geschrieben, es sind die geister, die er rief.

während des lesens wird einem bewusst, dass es sich um mehr als eine altenpflegestation handeln muss, dass der erzähler gefangen ist in einem wirrwarr aus ungereimtheiten, deren grundlagen er immer mehr auf die spur kommt. man ahnt, wer die personen um ihn herum sein könnten. man ahnt es darum, da sie ihm so viele vorwürfe machen, da er so viel macht über sie hatte. doch den schluss der geschichte kann man nicht ahnen. er gibt dem ganzen geschehen eine fiese note.

ein buch, das einen hineinzieht in eine welt der bedürftigkeit und hilflosigkeit. ein buch, das einen ebenso lang im unklaren lässt, wie den protagonisten. und ein buch, das am schluss die frage entstehen lässt, woher eigentlich die eigenen geschichten und personen beim schreiben von geschichten und romanen kommen. eine schöne story für zwischendurch. das buch ist 2007 bei rowohlt in reinbek bei hamburg erschienen. ISBN 978-3-498-00074-5

wie man den spass am schreiben abgewöhnt (04)

vorsichtige verlage

es gibt wahrscheinlich eine menge menschen, die schreiben, die interessantes schreiben und die gern das geschriebene veröffentlichen würden. also drucken sie ihre texte aus, schreiben einen brief dazu und senden das ganze an einen verlag. oder sie wandeln den text in eine pdf-datei, schreiben eine mail und senden das ganze auch an einen verlag. und die meisten werden keine antwort erhalten, geschweige denn eine zusage bekommen.

es mag sein, dass darunter literarische produkte sind, die leserInnen nicht schätzen werden. aber ich schätze, dass es viele werke gibt, die mindestens so interessant sind, wie das angebot im buchhandel. doch sie werden nie den werbeaufwand erleben oder einen großen verlag finden. denn die verlage sind vorsichtig geworden. es gibt nur noch wenige experimente. man greift auf bewährtes zurück und hält dieses angebot, bis es sich erschöpft hat.

man schaue sich die bestsellerlisten an und man weiß, was zur zeit „mode“ auf dem buchmarkt ist. das traurige an dieser vorgehensweise stellt eine parallele zum öffentlich-rechtlichen fernsehen dar: eigentlich befindet sich der buchmarkt in deutschland in einer recht geschützten position: es gibt eine buchpreisbindung, die verdrängung auf dem markt kann also schwer über dumpingpreise geschehen. und ein niedrigerer mehrwertsteuersatz soll das buch fördern. insgesamt also zu anderen wirtschaftszweigen eine sicherere position.

doch man folgt eher den einer unausgesprochenen anspruchslosgikeit. hier hat sich eine seltsame allianz gebildet. schon in der schule werden die klassiker gelesen, selten greifen lehrerInnen zu moderner, außergewöhnlicher literatur. im fernsehen gibt es ein paar büchersendungen, die man an einer hand ablesen kann und deren sendeplatz sich in den randzonen befindet – vergleicht man dies mit dem sport, packt einen das grauen. und dann beherrschen ein paar große verlage den markt. wie soll mensch in diesem moment von neuen büchern erfahren?

die existentielle fähigkeit des lesens wird schlecht behandelt, im gegensatz zur fähigkeit der bewegung und des sehens oder des handels. wie wäre es mit einem buchtipp vor den hauptabendnachrichten anstatt der börsenkurse? tja, und in diesem moment gehen schreibende davon aus, dass sie ihr buch oder ihren text sowieso nie losbekommen werden und stecken das werk in die schublade, manche veröffentlichen vielleicht noch im eigenverlag oder im internet. heute gibt es wenigstens books on demand und e-books, also recht preiswerte möglichkeiten das geschriebene zu verbreiten.

und doch werden sich viele überlegen, ob sie überhaupt ein buch veröffentlichen wollen, sich also an das schreiben eines langen textes wagen wollen, wenn es sowieso niemand anders als vielleicht ein paar gute freunde lesen werden. gut es gibt schreibwettbewerbe, in denen man kleinere texte platzieren kann. aber es gibt eigentlich nur den ingeborg-bachmann-preis in österreich für längere werke. vergleicht man auch dies mit wissenschafts-, sport-, film- oder musikwettbewerben, so ist der betriebene aufwand für neu geschriebenes und unveröffentlichtes auffällig gering. warum keine buch-berlinale?

und wenn sie nicht gestorben sind, dann sitzen sie noch heute in ihrem kämmerlein und schreiben für sich den außergewöhnlichen roman, eine grandiose lyriksammlung oder die ultimative abenteuergeschichte. andere werden davon nie erfahren.

„muße“ von ulrich schnabel – ein buchtipp

ein buch mit klaren botschaften: es ist kein wunder, dass wir heute so gestresst sind und unter termindruck stehen. dagegen kann man etwas unternehmen, aber das ist nicht ganz leicht. die gesellschaft verlangt bestimmte verhaltens- und vorgehensweisen und sich konträr dazu zu verhalten kann abwertungen und sanktionen nach sich ziehen. doch es zeigt sich, viele entdeckungen in den wissenschaften und literarische „genie“streiche gingen einher mit mußestunden der entdeckerInnen und schriftstellerInnen. wahrscheinlich ist muße notwendig, um „kreativ“ sei zu können.

der vollständige titel des buches von ulrich schnabel benennt die hauptbotschaft: „muße – vom glück des nichtstuns“. schnabel schildert, wie schön es sein kann, nichts zu tun. damit meint er aber nicht, sich in eine vollständige „leere“ katapultieren zu müssen, sondern es auszuhalten, den dingen und gedanken ihren lauf zu lassen und weder einzugreifen, noch zu kontrollieren oder es im griff haben wollen. dabei wird ein historischer abriss der rolle der muße ebenso mitgeliefert wie die aktuelle gesellschaftsanalyse mit ihrer „muße-feindlichen“ struktur. schnabel geht außerdem der frage nach, woher diese muße-feindlichkeit kommt.

leider beruft sich auch ulrich schnabel, bei seinen versuchen die funktion der muße und ihre vorteile zu begründen, auf die neurowissenschaften und die neuropsychologie. das wäre überhaupt nicht notwendig gewesen und wirkt, wie wenn es einen rechtfertigungsdruck gäbe, der nur mit naturwissenschaftlichen erkenntnissen zurückgewiesen werden kann. das ist schade, denn zwischendurch blitzen immer wieder die gesellschaftstheoretischen begründungen für die abschaffung der muße durch (z.b. woher kommt die aussage „zeit ist geld“ und warum entfaltete sie so eine große wirkung?), denen eigentlich nur mit gesellschaftlichen (also auch politischen) veränderungen begegnet werden kann.

denn schnabel möchte nicht, dass praktiken der muße dafür verwendet werden, noch effizienter zu sein, noch leistungsstärker zu werden und die muße wieder in ihr gegenteil zu verkehren. er plädiert für eine generelle veränderung, da wir sonst bald die grenzen unserer möglichkeiten und kräfte erreichen. ein spannendes buch, das zu diskussionen anregt und hinweise gibt, wie man für sich eine „zeit der muße“ schaffen kann. mich hat der autor damit gewonnen, dass er die frühaufsteher-kultur kritisch beleuchtet und ein hohes lied auf den schlaf singt 😉

das buch ist 2012 im pantheon verlag erschienen. isbn 987-3-570-55175-2

web 2.88 – jargs blog

seit über zwei jahren wird in diesem blog rezensiert. in erster linie sind es kinderbüchr, die „jarg“, der autor des blogs, beschreibt und bewertet. doch damit ist das angebot des blogs noch lange nicht erschöpft. es handelt sich um einen rezensions-blog für verschiedene medien.

in jargs blog kann man rezensionen zu büchern, filmen und musik finden. und man kann sie schnell finden. denn die unzähligen in der rechten spalte angezeigten kategorien erleichtern es einem, hinweise zu diverser – guter – kost zu finden. auch die länge der rezensionen ist nutzerfreundlich. erst wird ein überblick über den inhalt gegeben, um im anschluss ein resümee zu ziehen.

besonders interessant bleibt es, auch wenn jargs blog nur einen ausschnitt der neuerscheinungen aufgreifen kann, dass die auswahl des gelesenen, gesehenen und gehörten sich nicht an der bestseller-kost orientiert. hier offeriert jemand seine persönlichen interessen in großer zahl. daneben gebit es noch eine lange linkliste zu diversen literatur- und rezensionsseiten im internet. wenn man nach der lektüre „wozu lesen?“ von charles dantzig beschlossen hat, weiterhin viel zu lesen, dann sollte man sich jargs blog unbedingt anschauen: http://jargsblog.wordpress.com .

„wozu lesen?“ von charles dantzig – ein buchtipp

dieses buch ist eine wunderbare ergänzung zu ecos und carrières buch „die große zukunft des buches“. entpuppen sich eco und carriére als büchersammler und -liebhaber, als bibliophile, so ist charles dantzig der ultimative leser. jemand der nicht aufhören kann, beständig zu lesen. seine passion begann als kind. es war der versuch, der erwachsenenwelt näher zu kommen, es den erwachsenen gleich zu tun, in der hoffnung ebenso viel macht über den alltag zu erlangen. dies stellte sich zwar erst einmal als trugschluss heraus, doch es entstand eine lust an der literarischen einkehr. und es stellt eine provokation dar.

so schreibt danzig unter der überschrift „lesen, um sich abzusondern“: „lesen ist ein schwerer fall von selbstabsonderung. ich behaupte, man liest gerade, um sich abzusondern. skandalös! es hat mich immer schon erstaunt, welcher abscheu lesenden menschen, ich meine echten büchernarren, entgegenschlägt. ich selbst wurde von frühester jugend an dafür gehasst, wie ich war, weil ich diesen eigenartigen lesehunger verspürte, … in paris spaziere ich häufig lesen die rue de rennes entlang. seit einigen jahren sind dort … menschen postiert, die umfragen machen. ich kann mich fest darauf verlassen, dass mich einer von ihnen darum bitten wird, ein paar fragen zu beantworten. dabei deutet meine ganze haltung auf innere einkehr hin. ich sehe darin einen feindseligen und gehässigen akt gegen meine person. diese leute vertreten das uniforme denken, gott weiß, dass umfragen eine form von uniformem denken sind. kein wunder, dass sie den anblick von menschen, die ihre einsamkeit offenkundig genießen, nicht ertragen können.“ (s. 78)

und so entpuppt sich charles dantzig in seinem buch „wozu lesen?“ als verfechter des ungestümen, ungebremsten beinahe süchtigen lesens. er erteilt in kleinen, kurzen betrachtungen zu vielen verschiedenen aspekten des lesens zum beispiel pädagogischen zielen des lesens eine abfuhr. denn leserInnen können auch weiterhin mörderInnen sein, diktatorInnen oder despoten sein. sie können es aber auch sein, wenn sie nicht bücher lesen. es stimmt laut dantzig also nicht, dass lesen bildet, dass man beim lesen automatisch lernt. er betrachtet das lesen aus allen blickwinkeln: „lesen verändert uns nicht“, „lesen, um sich auszudrücken“, „lesen, um die buchmitte zu überwinden“, „lesen, um sich zu widersprechen“ oder „lesen, um sich zu verjüngen“ und „lesen als laster“ lauten beispielhaft die überschriften.

ein amüsantes buch für vielleserInnen. denn man fühlt sich bestätigt in all seinem tun und denkt während des lesens: „jawoll ja, er hat ja so recht.“. und man entdeckt am eigenen lesen noch so viel interessantes, das man bis zu dieser lektüre noch gar nicht bedacht hatte. hier meine antwort auf die frage „wozu lesen?“: „wegen diesem buch!“.
das buch ist 2011 im lagerfeld, steidl, druckerei verlag in göttingen erschienen. ISBN 978-3-86930-366-6