Schlagwort-Archive: bündeln

schreibpädagogik und zufall

wer schon öfter schreibgruppen geleitet hat, weiß, wie unterschiedlich die gruppen sein können. alle teilnehmerInnen ergeben ein neues ganzes, das mit keiner anderen gruppe vergleichbar ist. darum unterliegen auch die ergebnisse von schreibgruppen von anfang an dem zufall. denn die konstellation einer gruppe hat immer auswirkungen auf das geschriebene. noch auffälliger wird dies bei schriftlichen arbeiten zu mehreren. man kann wenige verallgemeinerungen darüber anstellen, wie schreibgruppen im allgemeinen verlaufen.

man sollte als schreibgruppenleitung immer für die zufälle offen sein. denn wenn die gruppen so unterschiedlich sind, dann sind auch die vorschläge und ideen aus der gruppe heraus, was man mal machen könnte, sehr unterschiedlich. Klammert man sich als leitung in diesen momenten an sein konzept entgehen einem selber eine menge ideen und anregungen, die man wieder in anderen zusammenhängen aufgreifen kann. schafft man es aber, die zufälligen entwicklungen und ideen in die schreibgruppe zu integrieren, wird man jedesmal eine lebhafte gruppe erleben, die garantiert ebenso vielfältige und lebhafte texte verfasst.

eigentliche ist eine schreibgruppenleitung nichts anderes als eine große klammer um ein bündel zufälle. man kann sich noch so gut auf die schreibgruppentreffen vorbereiten, versuchen Weiterlesen

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web 2.82 – canoo.net

wikipedia hat es vorgemacht und inzwischen sind viele weitere nachschlagewerke digitalisiert im netz abrufbar. das erleichtert vieles, hier kann man wirklich einmal von einer vereinfachung des lebens sprechen. erinnern sie sich noch? sie suchten eine information zu einem wort, vielleicht zur rechtschreibung, zu synonymen oder zur übersetzung in verschiedene sprachen. da standen sie vor ihrem bücherregal und zogen ein wörterbuch nach dem anderen heraus, schlugen nach, trugen zusammen, notierten oder kopierten die ergebnisse.

dann kam das internet und man konnte diverse seiten finden, die einem hilfreich zu diensten waren. man rief den link auf, den man unter den favoriten gespeichert hatte und gab das wort ein, schon bekam man die informationen, die man suchte. im laufe der zeit sammelten sich diverse links zu verschiedenen wörterbüchern in einer liste an, je nachdem, was man suchte.

das web 2.0 hat den vorteil, dass verschiedene informationsquellen wunderbar gebündelt werden können. man benötigt nur noch eine seite, um den zugriff auf verschiedene datenbanken zu bekommen. die seite „canoo.net“ bündelt quellen zu wörtern. da kann man die rechtschreibung, wortformen, also deklinationen und konjugationen abrufen, die wortbildung zerlegt auflisten lassen und wortkombinationen vorgeschlagen bekommen. man kann den eintrag auf wikipedia abrufen, bei linguisten und sprachwissenschaftlern, das wort übersetzen lassen, synonyme und redensarten zu dem wort suchen und das wort bedeutungsgruppen zuordnen lassen.

mehr kann man auf einen blick zu einem wort kaum erfahren. viel mehr kann auch kaum gebündelt werden. also, wer wort-hilfe benötigt, der besuche einfach mal die seite http://canoo.net .

schnickschnack (100)

es klingt spannend, es bietet viele möglichkeiten und es macht otto-normalverbraucher zum journalisten. im internet wird beständig geschrieben, neues produziert, kommentiert und weitergedacht. man klickt sich manchmal einen wolf, bis man „alle“ stimmen zu einem thema gefunden hat. da freut es, wenn menschen bündeln, vorsortieren und einen kleinen überblick geben.

bis vor einer weile fehlte noch das programm dazu, alles zu bündeln. man saß also vor dem computer und versuchte diverse links in den blogtext zu integrieren, twitter, facebook und vieles andere zu durchkämmen. das soll nun leichter gehen mit „storify„, einem tool, das einen zum jäger und sammler von beiträgen macht, sie bündelt und wiederum in einer einheitlichen oberfläche als dossier zur verfügung stellt. diese dossiers kann man nun in seinen blog integrieren oder den link dorthin veröffentlichen.

beim blick auf die homepage http://storify.com/ fällt auf, dass es keine suchfunktion, sondern nur ein paar vorgeschlagene und empfohlene dossiers gibt. man muss sich schon anmelden, um mehr einsicht in die angebote zu bekommen. doch auch das anmelden wird nicht gerade gut erklärt. wenn ich das richtig verstanden habe, benötigt man einen twitter-zugang, um sich damit wiederum bei storify anmelden zu können.

aber wenn man das getan hat, dann geht alles ganz einfach mit rüberziehen, ein paar worte schreiben, bündeln und veröffentlichen. es wird wohl auch ein code des dossiers generiert, denn man in den eigenen blog integrieren kann. ich werde es noch ausprobieren und berichten, aber das lob zum tool ist schon sehr positiv. so kann das social-web endlich umfassend genutzt werden. wer neugierig ist, probiere es einfach mal aus. ach so, noch eins: das ist bis jetzt die beta-version des tools.