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kreatives schreiben und stärke

es sind zwar keine zusammenhängenden texte und ohne bilder funktionieren sie auch nicht, aber in der welt der comics gibt es viele beispiele für die umsetzung des themas „stärke“ in einem fantastischen umfeld. da gibt es männer die fliegen können, feuerbälle schleudern, in einen topf zaubertrank gefallen sind oder auch frauen, die mauern hochklettern und menschen mit ihrem blick gefrieren lassen. meist haben die heldInnen eine bestimmte besondere stärke, mit der sie das böse bekämpfen und für das gute eintreten.

es gibt die abenteuer, in denen jemand stärke beweisen muss schon lang. in der odysee sind viele gefahren und hürden zu überwinden, muss klug und stark gehandelt werden, um die reise zu überleben. da reicht bis zu harry potter, der erst im laufe der zeit den grund für sein stärken entdeckt. und allen geschichten gemeinsam ist, dass es nicht nur darum geht, stark zu sein, sondern dass mit der stärke eine form der initiation oder läuterung einhergeht. auschließlich starke helden sind anscheinend sowohl für die schreibenden als auch für die lesenden nicht interessant genug.

das sollte man, wenn man geschichten zum thema stärke schreibt, berücksichtigen. man kann es aber auch einmal ausreizen und dem üblichen vorgehen widersprechen: man erfindet einen protagonisten, eine protagonistin, die einfach nur stark sind, die sich durch alles einen weg bahnen, mit allem Weiterlesen

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wissenschaftliches schreiben und comic

die wissenschaften sind meist eine recht ernste angelegenheit und nicht unbedingt ein ort des humors. doch die wissenschaften sind auch orte, an denen sich menschen begegnen, an denen skurrilitäten blühen und gelebt werden. nicht ohne grund gibt es eine menge filme über verschrobene wissenschaftlerInnen, deren forschungsgebiete oder arbeitsweisen mehr als unkonventionell sind. wer einmal an hochschulen war, der kennt die mischung aus kognitiver brillanz und organisatorischem chaos. wer schon einmal an abschlussarbeiten saß, der weiß von der qual, einen eigenen forschungsansatz in einem sehr intellektuellen umfeld zu verfolgen.

darum gibt es wissenschaftliches schreiben nicht nur als schreibdidaktische oder schreibpädagogische fragestellung, sondern die unterhaltsame comicreihe von jorge cham, die seit vielen jahren in us-amerikanischen zeitungen erscheint, die inzwischen verfilmt wurde und die im internet zu finden ist. der name der reihe lautet „Piled Higher and Deeper“ (PhD = ist in englischsprachigen ländern der wissenschaftliche doktorgrad in fast allen fächern und der höchste abschluss des postgraduiertenstudiums (wikipedia)).

den witz (oder auch die reale abbildung von gegebenheiten) versteht man am ehesten, wenn man selber einmal an wissenschaftlichen abschlussarbeiten und forschungsprojekten saß. das archiv der homepage ist groß, sehr groß, und die comicstrips beziehen sich nur teilweise aufeinander. also eine datenbank zum stöbern nach passenden darstellungen des eigenen wissenschaftlichen schreibens. und wenn man gerade in einer schreibkrise bei der abschlussarbeit steckt, dann kann man vielleicht einen eigenen comic über sein forschungsthema verfassen (und schon befindet man sich wieder im wissenschaftlichen schreiben, wenn auch verkürzt). die seite ist zu finden unter: http://www.phdcomics.com/comics.php .

web 2.67 – stripgenerator.com

nachdem hier schon eine ganze menge -generatoren und -meter vorgestellt wurden, noch so ein ding. klingt erst einmal wie die seltsamen handy-apps, die nachts auf den kleineren privatsendern im tv vertickt werden sollen. total nervige ansprache, das handy kann dann pupsen, nacktscannen oder stöhnen und vibrieren oder vibrieren und zum stöhnen führen. das hat hier gerade noch gefehlt.

darum bezieht sich der stripgenerator auch nicht auf das ablegen der hülle, sondern auf das anlegen von zeichnungen und dialogen, nämlich von comic-strips. es ist wieder eine seite, die eine formen des cloud-computing nutzt. man erstellt also den comicstrip nicht auf dem eigenen computer mit einem programm, sondern man erstellt ihn auf einem server, der im hintergrund die ganzen werkzeuge zur verfügung stellt.

mehr als eine hübsche spielerei ist dies sicherlich nicht, jedenfalls in den augen ernsthafter comiczeichner. aber es ist eben doch eine hübsche spielerei für lau. das ganze programm funktioniert recht intuitiv und bietet diverse sprachen zu benutzung an. inzwischen sind dort auch ungefähr eine halbe million cartoons und comicstrips abgelegt. die verwendung wird nur zum schluss ein wenig kompliziert, wenn man sein produkt konservieren möchte. da ist die auflösung nicht berauschend, wenn man zum drucken übergeht, und für eine längere haltbarmachung muss man anscheinend registriert sein.

doch erste schritte mit vorlagen und ganz possierlichen figuren kann man mit hilfe dieses generators machen. und sollte einmal langeweile eintreten, dann kann man immer noch im privaten umfeld den auftritt als strip-generator wagen 😀

zu finden ist die seite unter: http://stripgenerator.com .

kreatives schreiben und comics

comics oder cartoons sind kleine bildergeschichten mit möglichst wenig text. die bilder sind meist gezeichnet oder gemalt und transportieren ausschnitthaft eine geschichte. sie leben von schlagfertigen sehr kurzen dialogen und überzeichneten charakteren. dabei kann es sich um superhelden, witzfiguren, tiere oder sprechende gegenstände handeln.

die bildergeschichten können als anregung für eigene geschichten und schreibübungen verwendet werden. so kann man sich einen comic vornehmen und versuchen, die handlung in eine kurzgeschichte oder erzählung zu verwandeln. ebenso kann man sich einen eigenen superhelden ausdenken, der besondere fähigkeiten besitzt und eine geschichte über ihn oder sie schreiben. man kann sich zudem die lebensgeschichte des helden ausdenken, denn es sollte eine begründung geben, sei sie noch so abstrus, woher denn die superkräfte kommen.

aber auch einzelne bilder eines comics können für einen ausführliche bildbeschreibung herangezogen werden. zum beispiel das übliche abschluss-wildschwein-essen bei asterix und obelix. man kann eine geschichte aus einem comic weiterführen, vielleicht auch nur den dialog dazu verfassen. man kann die comicsprache in prosatexte aufnehmen (krrraaawummmm), selbst cartoons können die grundlage für absurde geschichten werden.

oder es wird der spieß umgedreht und eine eigene kurzgeschichte, ein eigener text wird in einen comic verwandelt, in einen cartoon. so versuche man einmal, die schräge alltagsbegebenheit, die man in den letzten tagen erlebte, in eine abfolge von gezeichneten bildern zu bringen. diese bilder müssen erst einmal nicht toll gezeichnet sein, mancher cartoonist arbeitet mit strichmännchen oder collagetechniken. suchen sie zum beispiel werbefotos oder tierfotografien und legen sie den figuren worte in den mund.

es gibt sehr viele möglichkeiten die techniken der comics und cartoons für das eigene kreative schreiben zu verwenden. die daraus entstehenden schreibanregungen lassen sich auch in schreibgruppen anwenden. und sie können durch die kurzen knappen texte eventuell jugendliche leichter für das schreiben begeistern. das erfinden eines eigenen comics und superhelden ist ein lockerer einstieg ins kreative schreiben.

schreibidee (38)

es gibt besondere sprachen, die man in schreibgruppen für schreibanregungen nutzen kann. ein schönes beispiel für sehr schlichtes und dramatisches sprechen liefert die serie „csi miami“. wenn horatio ganz emotional wird, dann sagt er sätze, wie: „das ist ein schweres verbrechen“. oder er stellt bei einer untersuchung fest: „von hier aus muss der täter geschossen haben.“ bei dieser serie weiß man, woran man ist.

nun kann man in der schreibgruppe nach zehn minuten fernsehen auffordern, ähnliche dialoge zu verfassen. doch dies ist nur die vorform für die nächste schreibanregung. denn nun werden die aussagen und handlungen noch stärker verkürzt. die schreibgruppe soll sich an comics orientieren. hier gibt es immer minimalen verbalen schlagabtausch. als einstieg bietet sich eine bildersequenz mit sprechblasen an, die ausgefüllt werden müssen.

danach wird die gruppe aufgefordert, minimaldialoge zu schreiben. dabei dürfen, wie im comic auch geräusche notiert werden. man kann sogar ein spiel daraus machen, dadurch dass texte geschrieben werden, die aus kurzen dialogen und geräuschen bestehen, und anschließend die schreibgruppe raten muss, wo dieser dialog handelt oder worum es sich handelt (es können dabei bücher in comicformat gebracht werden).

und da die comics mit ihren geräuschen nicht mehr weit weg sind von lautmalerischen gedichten, sollten diese gedichte als abschluss noch geschrieben werden. worüber sie handeln bleibt freigestellt. so kann mit kleinen übungen ein gespür für den klang der sprache geweckt werden.