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schnickschnack (109)

schreibanregungen leben oft genug von skurrilitäten des alltags, die aufgegriffen und verarbeitet werden. dazu gehören auch worte, namen oder eben orte, die nicht der alltäglichen vorstellung entsprechen. dazu kann man zum beispiel im telefonbuch nach namen suchen, die voller bedeutung sind. man kann sich titel von gaststätten, geschäften oder firmen notieren, die einen humorvollen beigeschmack haben.

und man kann sich die landkarte deutschlands anschauen, auf der suche nach außergewöhnlichen städte- und ortsnamen. diese arbeit haben sich menschen von „pressesau.de“ gemacht und unter den „specials“ auf ihrer homepage inzwischen drei landkarten von deutschland veröffentlich, auf denen seltsame ortnamen verzeichnet sind. hier der link zur ersten karte: http://www.pressesau.de/index.php?action=1119376584 .

erst einmal kann man einfach über die namen schmunzeln. aber vielleicht will man im laufe der zeit eine der eigenen zu schreibenden geschichten in den passenden ort verlegen? oder man nutzt diese karten als schreibanregung in einer schreibgruppe für humorvolle erzählungen. oder man schaut mal kurz drüber, freut sich, dass man bestimmte adressen nicht sein eigen nennt und legt die info wieder beiseite.

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web 2.48 – mundraub.org

auch wenn es kaum schneit, wir befinden uns im tiefen winter. die beste zeit, um planungen für den gartenbau und die ernte vorzubereiten. es gibt abseits der eigenen scholle orte in deutschland, an die mal jemand obstpflanzen setzte, aber dort nicht mehr erntet. doch niemand fällte oder kaufte diese kleinen fruchtlieferanten. also kann sich jeder, der lustig ist, in verträglichen maßen daran bedienen.

gebündelt werden informationen über pflück- und ernteorte auf der homepage http://www.mundraub.org . mundraub versteht sich als von der pflanze in den mund, also einzig für den eigenen bedarf. beim öffnen der seite wird die zustimmung der leserInnen für die geschäftsbedingungen verlangt. das erscheint sinnvoll, da es menschen gibt, die gern gleich die ganze ernte einfahren, wenn es etwas für lau gibt. darum abermals auch hier der hinweis: es geht um pflücken für den eigenbedarf.

doch dann kann man in den süssesten früchten schwelgen: beeren, äpfel, birnen, mirabellen, pflaumen und dergleichen mehr. ortsbeschreibungen und hinweise auf die qualität der früchte liegen vor. in manchen regionen finden sich viele möglichkeiten in anderen beinahe nichts. ich schätze, das hängt weniger mit dem angebot zusammen, denn mit der freundlichkeit, dies auch ins netz zu stellen.

also, man kann sich „mundraub.org“ in den kalten monaten darauf vorbereiten, was nach den heißen monaten ernten möchte. woran man sich laben will und wie weit man sich dafür auf den weg machen muss. zumindest verspricht der klimawandel eine gehörige süße. und sollte man eine leckere quelle kennen, kann man dies bei mundraub.org melden, um andere am genuss teilhaben zu lassen.

schnickschnack (65)

 

eigentlich gibt es was zu feiern, zumindest von offizieller seite, und zwar 60 jahre bundesrepublik deutschland. das ist eine lange zeit und in dieser langen zeit ist auch eine menge passiert. da war es eine ganz schöne idee, für jedes jahr der bundesrepublik, aber auch der ddr, eine kurze „jahresschau“ an 60 aufeinander folgenden werktagen in der ard zu zeigen. die sendung „60xdeutschland – die jahresschau“ ist ein bunter mix aus politischen entwicklungen des jeweiligen jahres, musik-, sport- und kulturereignissen sowie mancher skurrilitäten. hier wurde in den archiven gekramt und manches bild- und tonmaterial ausgegraben. es gibt auch eine homepage zu dieser sendereihe, die ausschnitte der jeweiligen sendungen zeigt. sie ist zu finden unter: http://www.60xdeutschland.de/ .

eigentlich eine ganz spannende sache, da die kurzen sendungen eigene erlebnisse und erinnerungen wachrufen. eine schöne informationsmöglichkeit zum beispiel zum biografischen schreiben oder der reflexion über die eigene lebensgeschichte. das problem besteht aber darin, dass die sendung immer erst irgendwann nach dem nachtmagazin in der ard gesendet wird. soll heißen, es kann gut und gerne 1.30 uhr werden, bis die geschichte unserer demokratie verbreitet wird. das muss wohl zu beschwerden geführt haben, denn auf der homepage findet sich folgende stellungnahme:

Warum der späte Sendetermin im “Ersten”?

Die Programm-Direktion von “Das Erste” hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Das reguläre Programmschema an Werktagen 60 mal zu durchbrechen, hätte das Publikum aber an anderen Stellen verärgert. Der Sendetermin nach dem Nachtmagazin ist für diese kompakte Reihe am besten geeignet, um sie zusammenhängend und so konzentriert wie möglich zu senden. Auch zu später Stunde interessieren die Filme die Zuschauer, wie sich an den Zuschauerzahlen zeigt.

mich verärgert da ganz anderes. wegen blöder fussballspiele, boxen am samstag oder biathlon-übertragung, verschieben sich teilweise die sendezeiten Weiterlesen