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schreibidee (271)

wissenschaft dient nicht nur der aufschlüsselung unserer umwelt, sie dient auch der erfindung von ganz neuen gegenständen oder techniken. und erfinden benötigt wie das schreiben eine kreative haltung, bei der dinge oder gedanken kombiniert werden, die bis dahin noch nie kombiniert wurden. wenn man sich von großen erfindern die aufzeichnungen ansieht, dann geht es nie ausschließlich um logik, dann geht es auch auch um spielerei. also eine spielerische schreibanregung für „erfindergeschichten„.

als einstieg ein spiel für die schreibgruppenteilnehmerInnen: alle schreiben jeweils auf einen zettel fünf gegenstände oder geräte, die ihnen gerade in den sinn kommen. die zettel werden eingesammelt und gemischt. dann ziehen alle teilnehmerInnen zwei mal zwei zettel. dabei kombinieren sie jeweils zwei zettel miteinander. diese beiden zettel sind die neue erfindung, die sie gemacht haben. auf maximal zwei seiten sollte die erfindung beschrieben werden. welchen zweck erfüllt sie? für wen ist sie geeignet und welches bedürfnis kann mit der erfindung befriedigt werden. die beschreibungen werden in der gruppe vorgetragen.

nun werden noch einmal zwei zettel gezogen. die kombination dieser beiden zettel ist auch eine erfindung. doch dieses mal liegt der schwerpunkt nicht auf der beschreibung der erfindung, sondern auf der geschichte, die dahintersteckt. das bedeutet, wie wurde der neue gegenstand erfunden? was geschah? dazu soll eine etwas längere geschichte geschrieben werden. mit welchen gegenständen oder ideen wurde gespielt, damit die erfindung am schluss herauskam? die geschichten werden in der schreibgruppe vorgetragen und es gibt eine kurze feedbackrunde.

im nächsten schritt werden von allen schreibgruppenteilnehmerInnen die letzten zwei mal zwei zettel gezogen. dazu wird nun eine lebensgeschichte „gebaut“. ein erfinder wird erfunden. dazu kann vorbereitend eine kleine charakterbeschreibung der erfinderInnen notiert werden. anschließend wird eine längere geschichte um die erfinderInnen geschrieben, in der auch die letzten beiden gegenstände erfunden werden. wie kam es zu dem erleuchtenden schritt? mit was wurde gespielt? die geschichten werden in der schreibgruppe vorgelesen und es gibt eine ausführliche feedbackrunde.

zum abschluss wählt die schreibgruppe die beste erfindung des treffens. welcher neue gegenstand ist aus der sicht der gruppe der interessanteste und sollte weiter verfolgt werden. wenn noch zeit ist, dann könnte man noch eine spielerische patentanmeldung formulieren.

schreibidee (156)

wie oft warten sie in ihrem leben auf andere. sie sind verabredet und ihre verabredung kommt zu spät. sie sitzen in einer veranstaltung, alle lesen den gleichen text, und sie sind schon fertig. sie befinden sich in ihrer schreibgruppe, die anderen schreiben noch, aber sie haben ihren text schon beendet. sie diskutieren mit freunden und haben das gefühl, dass diese ihren argumenten nicht mehr folgen können, da ihnen ihre gedankensprünge zu schnell gehen. dann sind sie zu schnell für diese welt. die schreibidee greift im gegensatz zur vorherigen, diesen aspekt auf und bringt „zu-schnell-für-diese-welt-geschichten“ hervor.

als einstieg sollten sie der schreibgruppe kurz ein paar künstlerInnen und wissenschaftlerInnen vorstellen, die ihrer zeit voraus waren. menschen, die andere zum kopfschütteln bewegten, da sie sich nicht vorstellen konnten, dass die welt sich so entwickeln würde. dann sollen die teilnehmerInnen eine eigene biografie eine menschen erfinden, der seiner zeit voraus ist. diese biografie sollte auf einer seite beschrieben werden.

als nächstes wendet sich die schreibgruppe den erfindungen zu. alle teilnehmerInnen beschreiben auch wieder auf einer seite, eine innovation, die die menschenheit in zukunft verändern wird. dabei können alle ihrer fantasie freien lauf lassen und die erfindung muss nicht realistisch erscheinen. zum abschluss findet noch 10 minuten lang ein fokussiertes freewriting zum thema „geschwindigkeit“ statt. dabei ist von den teilnehmerInnen darauf zu achten, dass sie so schnell wie möglich schreiben.

anschließend sind alle aufgefordert, einen „hochgeschwindigkeits-text“ zu schreiben. irgendetwas in dieser geschichte muss schneller, innovativer oder neuer sein als alles andere. dabei kann es sich um menschen, dinge oder situationen handeln. die geschichten werden anschließend in der gruppe vorgetragen. das feedback ist kurz und schnell. alle teilnehmerInnen dürfen jeweils fünf worte zur geschichte sagen ohne nähere erklärungen abzugeben.