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schnickschnack (112)

wenn schon digital und web-orientiert, dann richtig – heute ist so ein tag. im netz finden sich nicht nur innovative, multimediale experimente oder homepages, es finden sich auch erinnerungsstücke, über deren entdeckung man sich freut. erinnern sie sich noch an die „muppets“? diese schrägen, teils anarchischen hand- und ganzkörper-puppen mit denen ganze shows gestaltet wurden. und in diesen shows traten meist musikerInnen oder schauspielerInnen von rang und namen auf.

wer etwas von sich hielt oder von dem etwas gehalten wurde, ging in die muppet show. mindestens ein lied, ein musikstück pro show wurde mit den gästen umgesetzt. dabei entstanden schräge szenen und aberwitzige duetts mit synchronisierten handpuppen. aber auch die einzelnen puppen mutierten zu stars, die wiederum in andere shows eingeladen wurden. erfinder dieser show waren jim henson und frank oz (mehr infos hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Muppet_Show). leider wurde die show auf wunsch von henson beendet und die rechte gehören inzwischen disney. die muppets werden nicht mehr im fernsehen gezeigt.

aber man kann sie teilweise auf youtube finden und sich an schräge szenen und lieder erinnern, zum beispiel hier: http://www.youtube.com/watch?v=zCRUPWDIgYM und http://www.youtube.com/watch?v=ARUM0-jtjIg. aber noch viel mehr muppet ist bei youtube zu finden – eine schöne erinnerung.

biografisches schreiben und gegenstände

war ich doch gerade beim nutzen des monobloc-stuhls im letzten post, da fiel mir auf, dass es dinge im leben, im alltag gibt, die viele menschen kennen. so erinnern sich etliche generationen an die pril-blumen, einen werbegag, der plötzlich eine menge küchenkacheln verzierte. oder an den zauberwürfel, viele erinnern sich an die erste mondlandung und die übertragung im fernsehen, die moulinette, die rollerskates oder die clementine von ariel. manche wesen, gegenstände oder ereignisse sind heute noch präsent, doch manches vereint auch nur einzelne generationen. diese dinge, vor allen dingen gegenstände, können beim biografischen schreiben als anregung und anker für eine bestimmte zeit aufgegriffen werden. an was erinnern mich die gegenstände? in welchen zusammenhängen meiner lebensgeschichte spielten sie vielleicht eine rolle?

man kann aber noch einen schritt weitergehen. welchen gegenstand verbinde ich mit ganz intensiven erinnerungen? ein gegenstand vielleicht, den ich heute, jahrzehnte später noch habe, als erinnerungsstück. das fängt manchmal bei schmuckstücken an, die über generationen weitergegeben wurden. es können bücher oder bilder sein. es können aber auch nur steine, muscheln, die an einen tollen, romantischen urlaub erinnern oder eine dose, eine schachte, die kleine schätze aufbewahren, sein. diese gegenstände kann man in seiner wohnung suchen, sie vor sich hinstellen und aufschreiben, welche geschichten einem dazu einfallen. diese erinnerungsgegenstände können der schlüssel zu weiteren betrachtungen der eigenen lebensgeschichte werden.

bis jetzt habe ich nur positive beispiele genannt. natürlich kann man sich auch an gegenstände erinnern, die man gar nicht mehr besitzt, die aber gekoppelt sind mit traumatischen erfahrungen. Weiterlesen