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biografisches schreiben und erinnerungsvermögen

 

eine schwierigkeit des biografischen schreibens besteht darin, dass es meist von menschen praktiziert wird, die schon ein höheres alter erreicht haben. das hat zur folge, dass die erinnerungen an kleinigkeiten in der entfernten vergangenheit oft nicht mehr zur verfügung stehen. nur wenn regelmäßig tagebuch geschrieben wurde lässt sich manches wieder erinnern. das verlagt aber viele biografien und lebensgeschichten in die nahe vergangenheit.

faszinierend ist die tatsache, dass bei sehr hohem alter dann wieder die erinnerungen an die kindheit wacher scheinen, als die an die nähere vergangenheit. um diesen phänomenen ein schnippchen zu schlagen scheinen assoziationstechniken und systematische zeitlinien hilfreich. es ist zwar zu vermuten, dass die wirklich bewegenden ereignisse erinnert werden beim verfassen der eigenen lebensgeschichte, doch das ist nicht gewiss. denn vor allen dingen die schockierenden, schlimmen vorkomnisse im eigenen leben, werden gern versteckt und abgelegt, um nicht beständig an sie erinnert zu werden.

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