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leben neben der berliner feuerwehr (11)

pfingstsonntag – karneval der auto-kultur auf dem hinterhof der feuerwache. schon wenn sie auf ihren balkon treten wollen, da heute schönes wetter mit angenehmen temperaturen ist, sehen sie, heute wird wieder reparatur- und waschtag sein. denn da steht er wieder geschickt geparkt, der große leiterwagen, der in der fahrzeughalle immer so im weg ist, wenn man sein eigenes auto reparieren möchte. da muss man dann schon mal prioritäten setzen.

autos sind per se existenziell, vor allen dingen wenn man aus dem angrenzenden dünn besiedelten bundesland kommt. da haben auf der landstrasse autos noch echte bedeutung, da macht man was her. und wenn die gehöfte so weit auseinander liegen, dann stört es einen auch nicht, wenn man am sonntag nachmittag bei schönem wetter die zeit nutzt, um den trecker zu reparieren. also, warum sollte das hier stören, wenn das kulturgut auto gehegt und gepflegt wird?

auf anderen strassen berlins wird jetrommelt und jefeiert, da kann man doch hier mal ruhig in seinem cabrio über den hof fahren und zeigen, wie das verdeck hoch und runter fährt, nachdem man in der garage seinen eigenen kleinen rave gefeiert hat. oder man schleift an karrosserien rum, in der großen fahrzeughalle bei geöffneten toren, um alle teilhaben zu lassen an der autokulur, wenn schon auf den anliegenden strassen so wenig los ist.

mein vorschlag für die zukunft: man könnte sich überlegen, einen kleinen autokorso auf dem hinterhof seine runden drehen zu lassen, wenn sonst so wenig los ist. zuschauer gibt es: all die anwohner, die auf ihren balkonen sitzen und lesen oder schreiben oder einfach nur den arbeitsfreien tag genießen wollen. aus dem cabrio kommt der rave beim karneval der auto-kultur. und dann könnte man noch die bezirksstadträtin, die für umwelt und dergleichen zur schirmherrin machen.

p.s.: ist immer nur die eine schichtbesetzung. wenn man sie sieht, weiß man, heute gibt es wieder rambazamba im hinterhof.

leben neben der berliner feuerwehr (02)

der „tag der arbeit“ ist ein guter anlass über das grillen zu schreiben. wie formuliert es die stadt berlin so schön: „Auf Privatgrundstücken ist Grillen grundsätzlich erlaubt – solange es die Nachbarn nicht belästigt. In Parks und öffentlichen Grünanlagen finden Sie ausgeschilderte Grillplätze, die wir Ihnen im folgenden aufgelistet haben„. das gilt nicht für die berliner feuerwehr. sie grillt mit vorliebe bei schönem wetter an wochenenden und feiertagen auf öffentlichem gelände, also grund und boden, der im besitz des landes berlin ist, während ihrer dienstzeit.

karfreitag 10.04.09: ab 12.00 uhr

sonntag 19.04.09: ab 12.00 uhr

tag der arbeit: 01.05.09: ab 12.00 uhr.

aufgrund der eigenen guten tipps der feuerwehr zum grillen ( siehe http://www.berliner-feuerwehr.de/grillen0.html ) wird der grill immer wieder gern zum ausglühen stehen gelassen. dumm nur, dass bei einsätzen der grill unbeaufsichtigt bleibt. aber es ist ja eine feuerwache. zumindest war die letzten zwei stunden der balkon nicht zu nutzen, da die windrichtung auch mal wieder perfekt passte. das kann noch stunden so weitergehen. dank dafür 😆