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web 2.0 und standortbestimmung

standortbestimmung ist hier in seiner reinen form, nämlich der erkennung des standortes von nutzerInnen technischer geräte, gemeint. die angabe der ip-adresse beim austausch von daten lässt schon einen rückschluss auf die anwenderInnen zu. die verwendung von handys lässt sich auf das sendegebiet der telefonierenden zurückführen. die verwendung von gps bei fahrzeugen erleichtert auch die standortbestimmung der fahrenden.

nun will firefox in seinen neuen versionen einen programmzusatz für den browser anbieten, der es anderen internetnutzern ermöglicht, ihr virtuelles gegenüber zu orten. das klingt erst einmal nett, da dadurch bei reisen oder ausflügen das standort-nahe angebot von gaststätten, unterkünften oder angeboten eingeholt werden kann.

die zusatzfunktion kann von den nutzerInnen des browsers ein- oder ausgeschaltet werden. doch langfristig war solch ein schnickschnack nie sicher, irgendwer hat sich dies gern aus anderen gründen zu nutze gemacht. da stimmt es traurig, dass inzwischen open-source-programme der verletzung des datenschutzes tür und tor öffnen. denn eine naive verwendung der funktion lässt rückschlüsse zu, dass sich die anwenderInnen zu bestimmten zeitpunkten nicht zuhause befinden. und es lässt sich natürlich eine wunderbare datensammlung der persönlichen adressen mit standortbestimmung herstellen. datenschützer haben anscheinend bei mozilla schon angefragt, wieweit die daten gesammelt werden oder werden können. der browser, der relativ hohe sicherheit versprach verspielt damit seine zuverlässigkeit. da ist es zeit, entweder den browser zu wechseln oder eine variante ohne das zusatzprogramm anzubieten.

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