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web 2.95 – Litrix – German Literature Online

warum die englischsprachige ankündigung? bei „litrix“ handelt es sich um eine webseite des goethe-instituts, die eines möchte: deutsche literatur zur übersetzung bringen.

also einmal eine seite, die nicht uns die literatur aus den regionen der welt nahebringen möchte, sondern eine seite, die der welt die deutschsprachige literatur nahebringen möchte. neben einzelnen büchern, die vorgestellt werden, sich so zu sagen zur übersetzung anbieten, gibt es vor allen dingen informationen zu finanziellen förderprogrammen für übersetzungen. und es wird alle zwei jahre eine „schwerpunktsprache“ festgelegt, in die übersetzungen gefördert werden. zur zeit ist dies russisch.

also eine homepage für sprachexpertInnen, aber auch für literaturinteressierte und fremdsprachenkünstlerInnen:

Litrix-German Literature Online.

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schreibpädagogik und sprachen

toll ist es eigentlich, schreibgruppen anbieten zu können, an denen viele verschiedene menschen teilnehmen. das bietet eine vielfalt an geschichten, biografien und ideen. dazu würde auch gehören, dass menschen aus verschiedenen nationen und regionen der welt, sich beim gemeinsamen schreiben wiederfinden.

das lässt sich aber sehr schwer umsetzen, da die sprache ein problem darstellt. mensch schreibt gern und mit großer wahrscheinlichkeit lieber in seiner muttersprache. hier sind die ausdruckmöglichkeiten größer, bietet sich ein ganz anderes sprachgefühl an. die schreibtechniken und schreibideen können in jeder sprache angewendet werden, daran sollte solch eine gruppe auch nicht scheitern. selbst wenn alle teilnehmerInnen des englischen oder französischen mächtig sind, unterscheidet sich das verständnis doch zwischen muttersprachlerInnen und zweitsprachlerInnen.

das größte problem tauch beim vorlesen der entstandenen texte und geschichten auf. es fällt schwer, die feinheiten, die wortspiele in der anderen, einem fremderen sprache zu verstehen. ab diesem moment schränkt sich aber das feedback stark ein. es können oft rückmeldungen zum inhalt, zu generellen idee der geschichte gegeben werden, vielleicht auch noch zum klang, zu flüssigkeit des geschriebenen, aber viele können dann kein feedback mehr zu den feinheiten und den kleinen wirkungen des textes geben.

deshalb ist es wahrscheinlich sinnvoller, schreibgruppen in verschiedenen sprachen anzubieten. und hier wäre noch zu klären, ob sich die schreibgruppe an muttersprachlerInnen oder an fremdsprachlerInnen wendet. auch wenn heute die interkulturelle öffnung propagiert wird, ist sie in schreibgruppen ohne gute übersetzung, die sehr aufwendig ist, schwer durchzuführen, vor allen dingen wenn es um das kreative schreiben geht. das biografische schreiben konzentriert sich mehr auf den inhalt. hier besteht sicherlich viel mehr spielraum.