Schlagwort-Archive: freundschaft

biografisches schreiben und finden

wer sich auf die suche nach der eigenen lebensgeschichte begibt, möchte gern etwas finden. meist geht es um erinnerungen, um gefühle von damals und auch um antworten auf manche fragen, die man bisher nicht beantworten konnte. fängt man einmal an, seinen lebensweg aufzuschreiben, fallen einem immer mehr details ein. und die weitere suche kann ganz konkret werden.

da erinnert man sich an beste freundInnen von damals, an lehrerInnen, die einen stark beeinflusst haben, an arbeitskollegInnen oder an beziehungspartnerInnen, die man aus den augen verloren hat. und man begibt sich auf die suche nach manchen, da man wissen möchte, was aus ihnen geworden ist, wie es ihnen geht oder weil man sich nach einem kontakt zurücksehnt, den man als sehr angenehm empfunden hatte.

zum einen blendet man in der rückschau gern mal die gründe aus, weshalb man nicht weiter kontakt gehalten hat, zum anderen glaubt man gern daran, dass sich grundlegend etwas veränderte. das ist oft nicht der fall. am besten kann man dies bei jahrgangstreffen der schulen, die man mal besuchte feststellen. selbst in 20 oder 30 jahren verändern sich die personen und ihre haltungen meist weniger als man vermutet. es entsteht darum nicht selten schnell wieder eine recht vertraute atmosphäre.

es kann jedoch auch zu ernüchterungen kommen. in der erinnerung scheinen viele momente angenehm und lebhaft gewesen zu sein, aber wenn man sich dann wieder in dem kontext bewegt, dann stellt man fest, was einen störte, was nicht so spannend war, wie es Weiterlesen

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was ist eine muse und was hat sie mit liebe zu tun?

musen sind mysterien, die schwer zu beschreiben sind und sehr subjektiv ihre wirkung entfalten. musen sind menschen, die künstlerisch tätige menschen in ihrem schaffensprozess animieren. doch wodurch sie die künstlerInnen zu ideen anregen, das ist beinahe unmöglich zu beschreiben. die verbindung zwischen künstlerInnen und ihren musen geht weiter als eine freundschaft.

in einer guten freundschaft tauscht man seine erlebnisse und stimmungen aus, man unterstützt sich gegenseitig und man gestaltet die freizeit gemeinsam. im laufe der zeit lernt man sich sehr gut kennen, weiß wie der oder die andere denkt und fühlt. mit einer muse muss einen keine freundschaft verbinden. es genügt eine schwingen auf der kreativen ebene. die muse muss anscheinend gar nicht viel tun, muss sich nicht mit der lebenssituation der kreativen auseinandersetzen. sie muss nur da sein und so sein, wie sie ist.

eine muse hat anscheinend eine ausstrahlung, die einen auf ideen bringt. natürlich transportiert sich die ausstrahlung auch über die kommunikation zwischen künstlerInnen und musen. man muss sich das vielleicht wie zwei menschen vorstellen, die einen gedanklichen faden ständig weiterspinnen, sich in den weiten der fantasie verlaufen und zum schluss an einem punkt rauskommen, den sie nicht für möglich gehalten hätten. die künstlerInnen setzen dieses erlebnis in ein werk um, die musen haben diese ambition meist nicht.

doch auch diese verallgemeinerung trifft das verhältnis zwischen musen und den künstlerInnen nicht vollständig. manchmal mag es nur der körperliche ausdruck einer person sein, der einen zu ideen anregen kann, manchmal ist es der stimmfall oder auch nur der augenaufschlag. das besondere an einer muse ist, Weiterlesen

liste (07) – unterschiede

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um „unterschiede„.

ich unterscheide mich von meinen mitmenschen durch… (bitte wertend abstufen)

ich würde mich in folgenden punkten gern noch von den anderen abheben:

in diesen punkten würde ich gern sein, wie alle anderen, aber es klappt nicht so richtig:

am besten gefallen mir folgende unterschiede zwischen meinen freundInnen / partnerInnen und mir, da sie unsere begegnungen interessant machen:

liste (01) – freundschaft

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um „freundschaft„.

was für mich zu einer guten freundschaft dazu gehört:

meine aktuellen besten freundInnen

meine schönsten freundschaften bisher und was sie ausgezeichnet hat:

mit wem ich immer befreundet sein wollte, aber bisher klappte es nicht:

selbstbefragung (36) – freundschaft

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „freundschaft„.

  • wie wichtig sind ihnen freundschaften? erklären sie.
  • wer sind ihre besten freunde? warum?
  • welche rolle spielt liebe für sie bei freundschaften? wie zeigt sich dies?
  • mit wem wären sie gern befreundet, sind es aber nicht? was bräuchte es, damit eine freundschaft entstehen könnte?
  • wann fühlen sie sich in freundschaften aufgehoben?
  • wann gehen bei ihnen freundschaften zu bruch? was muss geschehen? wo liegen für sie die grenzen der freundschaft?
  • was akzeptieren sie bei freunden, das sie bei anderen menschen nicht akzeptieren? warum?
  • kann man sich auf sie verlassen, wenn man mit ihnen befreundet ist? nennen sie beispiele.
  • verstehen sich ihre besten freundInnen mit ihren partnerInnen? beschreiben sie.
  • was tun sie zur pflege von freundschaften? was erwarten sie von ihren freundInnen?

selbsterkenntnis und ehrlichkeit

der mensch ist ganz gut, wenn es um das ausblenden und verdrängen eigener schwächen geht. dies ist eine form des selbstschutzes, da beständige selbstkritik sehr zermürbend sein kann und es einem beinahe unmöglich macht, selbstbewusst zu sein. man kann immer noch einen schritt besser sein, etwas noch perfekter hinbekommen, sich noch genauer kennen. gerade in der heutigen gesellschaft, in der eher kritik geäußert, denn lob ausgesprochen wird, mäkeln die menschen gern viel an sich selbst herum.

ich würde aber klar zwischen mäkeln und ehrlich sich selbst gegenüber sein unterscheiden. doch wie kann man sich selbst mit seinen ganzen schwächen erkennen und annehmen? ab wann sollte man wirklich etwas an der eigenen person, am eigenen verhalten ändern? wahrscheinlich muss man bei adam und eva anfangen und erkennen, dass jeder mensch an sich einen hohen wert hat. dass es über dem wert des mensch seins eigentlich keinen höheren gibt. diesen wert kann einem niemand nehmen, so sehr auch versucht werden sollte, abzuqualifizieren. das klingt ganz hübsch, doch die realität sieht oft anders aus. menschen lassen sich einschüchtern, verunsichern und versuchen sich den anforderungen von außen anzupassen. wir bemühen uns alle. dabei verlieren wir uns oft genug selber aus den augen und vergessen wie wertvoll wir erst einmal uns und dann anderen sein sollten.

um den eigenen wert zu erkennen, sollte ich mich erst einmal schonungslos anschauen. schonungslos meint in dieser hinsicht beide richtungen, nämlich in positiver wie negativer richtung. dazu kann es hilfreich sein, einmal die eigenen positiven und negativen eigenschaften zu notieren. nun wäre zu jeder eigenschaft zu schauen, woher die bewertungen kommen. sind es eigene oder sind sie von außen an einen herangetragen worden. bei den von anderen nahegelegten positiven und negativen eigenschaften wäre dann zu schauen, wieweit man sie wirklich teilt. haben die anderen recht mit ihren urteilen. wichtig in diesem zusammenhang ist die frage, wer die urteile ausgesprochen hat. es ist erstaunlich, wie gern menschen vor allen dingen negativen wertungen über sie selber von menschen übernehmen, die ihnen überhaupt nicht nahestehen. hier wäre eine gewichtung vorzunehmen. was sagen mir gute freunde über mich und was sagen andere über mich? guten freunden ist sicherlich ein vorzug zu geben, da sie einen besser kennen und häufig auch die positiven seiten wahrnehmen.

hat man länger keine rückmeldung von freunden bekommen, kann man sie ja einmal einholen. Weiterlesen

selbstbefragung (21) – vertrauen

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich ab nun ein wenig unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „vertrauen„.

  • was benötigen sie, um anderen menschen vertrauen zu können? zählen sie auf.
  • sie vertrauen einem menschen und stellen fest, dass er sie hintergeht, wie reagieren sie?
  • sind sie ein misstrauischer mensch? begründen sie.
  • wie wichtig ist für sie vertrauen im zusammenleben mit anderen menschen?
  • was tun sie, damit andere zu ihnen vertrauen aufbauen können?
  • haben sie in einer vertrauensvollen umgebung ab und zu das gefühl, zu viel von sich preisgegeben zu haben? warum?
  • wo hört bei ihnen vertrauen auf und fängt naivität an? oder gibt es eventuell gar keinen unterschied?
  • wem vertrauen sie in ihrem leben am meisten? benennen sie drei menschen.
  • ist der mensch des menschen wolf? begründen sie.
  • welchen gesellschaftlichen bewegungen können sie sich vertrauensvoll anschließen?

biografisches schreiben und partys

soziale kristallisationspunkte im persönlichen leben sind nicht selten feierlichkeiten, die es ermöglichen viele menschen zu treffen, kennenzulernen und sich gehen zu lassen. betrachtet man die heutige zeit, fällt ins auge, dass die professionell durchorganisierte party mehr zulauf hat als selbstgestaltete. der aufwand ist sicherlich geringer, der eintritt entlohnt die vorbereitung, doch die regeln der party setzen andere.

erinnern sie sich an die aufregendsten partys oder feiern in ihrem leben? was war da los? wen haben sie über partys kennengelernt? stellen sie doch einmal die außergewöhnlichsten ereignisse zusammen. oft entstehen ja die tollen dinge, wenn sie nicht geplant wurden. in den ländlichen regionen waren motto-partys häufig angesagt, da es keine weiteren angebote bekam. in den großstädten ist solch ein konzept sehr viel schwerer umzusetzen. schon die vorbereitung und organisation solcher veranstaltungen kann viel freude bereiten. allein das sammeln kreativer, oft schräger ideen, ist es schon wert gewesen. so entstanden zum beispiel tischtennis-turniere, deren ergebnistabellen eine weitere party nach sich zogen, da ein zu kochendes menü nach dem stand der tabelle bereitet wurde. oder die damals legendären partys auf den dächern von berlin. eine rätselfahrt über das land, bei der niemand wusste, wo sie endet und manche auf sich verirrten. ohne handy war dies noch ein abenteuer. zum glück gab es den notfallumschlag.

bei der betrachtung der eigenen lebensgeschichte können vor allen dingen die nachwirkungen der partys interessieren. was hat sich nach den partys im zusammenleben mit freunden und anderen menschen geändert? wie lassen sich die erlebnisse im alltag wiederfinden oder ergab sich überhaupt keine veränderung? man kann diese betrachtung auch ausweiten auf die großen feiern. ob es nun runde geburtstage, hochzeiten, religiöse feierlichkeiten oder familientreffen sind, es passiert bei diesem aufeinandertreffen verschiedener personen meist viel und nicht immer nur schönes. sicherlich stellt sich insgesamt die frage, finde ich diese partys relevant für meine lebensgeschichte oder sind sie buntes beiwerk. vielleicht ist es einfach nur schön, sich daran zu erinnern oder der anlass, mal wieder so richtig auf die pauke zu hauen 😛