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schreibidee (182)

dieses mal ist die schreibidee eine sehr schlichte und einfache. sie bezieht sich auf das vorherige post, denn es sollen „geschichten zum monobloc-stuhl“ geschrieben werden.

der vorteil der schreibidee besteht darin, dass man einen gegenstand wählt, den wahrscheinlich schon jeder mensch gesehen hat. ähnliches könnte man wahrscheinlich mit einem billy-regal, mit einer cola-flasche oder einer nivea-dose machen. gegenstände, die einem schon einmal im alltag begegnet sind aufgreifen und in geschichten packen. spannend finde ich, dass es sich um ein möbel handelt.

eine ähnliche idee verfolgte vor etlichen jahren im sommer immer das magazin der süddeutschen zeitung, als sie schriftstellerInnen aufforderten eine kurze geschichte zu schreiben, die eines gemeinsam hat: eine blaue luftmatratze. sonst gab es keine vorgaben. genauso sollte es mit den „geschichten zum monobloc-stuhl“ sein. um zu einer solchen zu gelangen, kann man in die schreibgruppe vielleicht einen solchen stuhl mitbringen. man könnte vor dem nächsten treffen der schreibgruppe die hausaufgabe geben, im alltag einmal darauf zu achten, wo man einen monobloc-stuhl sieht, eventuell kann sogar ein foto davon gemacht werden. oder die schreibgruppenteilnehmerInnen schwirren während des treffens aus, auf der suche nach einem monobloc-stuhl.

darum bietet sich diese schreibidee eher für den sommer an. die wahrscheinlichkeit, dass man zum beispiel in einer stadt wie berlin einen solchen stuhl sieht, ist sehr groß. ansonsten kann natürlich ein gemeinsamer besuch auf der homepage von jens thiel (siehe vorheriges post) die schreibanregung darstellen. alle teilnehmerInnen wählen sich ein bild von der homepage aus, das sie zur grundlage ihrer geschichte machen. also die schreibidee ist eine schlichte, der gegenstand ein bekannter, doch bei den anregungen kann man wiederum seiner fantasie freien lauf lassen.

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die warmen tage sind vorbei. in den nächsten tagen breitet sich langsam der nachtfrost über dem land aus, laubenpieper verlassen ihre sommerunterkünfte, die gartenmöbel werden in schuppen, auf dachböden oder in kammern verstaut. die restaurants lösen ihre außenbewirtschaftung auf oder bauen zelte drumrum, wie in berlin. auch die strandbars schließen, die campingplätze leeren sich und der angler besucht seltener sein jagdgewässer.

in den kalten monaten verschwindet ein detail mehr und mehr aus der landschaft, tritt den rückzug an. ein möbel, ein stuhl. wir kennen ihn alle, die billigvariante der sitzgeräte: der monobloc-stuhl. es ist dieser stapelbare plaste-stuhl, der meist ab dem frühling weiß wie überdimensionale gänseblümchen in grünen zonen aufblüht. und es gibt einen experten für diesen stuhl: jens thiel. er sucht über das internet in der ganzen welt nach zeugnissen dieses globalisierungsmöbels.

jens thiel hat viel entdeckt. dabei treten dann solch seltsame erscheinungen zu tage, wie gestrickte überzüge für plaststühle. oder eben verschiedene regionen der welt in verschiedenen kulturkreisen, die sich dieses praktischen möbels bedienen. denn neben der preiswerten produktion und der stapelbarkeit, ist dieses plasteprodukt recht wetterbeständig. einzig starke stürme können ihn leicht durch die landschaft tragen, aber alle anderen witterungsbedingungen können ihm lange nichts anhaben.

schön muss man den stuhl nicht finden, wie auch schon der name „monobloc“ nicht unbedingt eine heimelige atmosphäre entstehen lässt. aber jeder kennt ihn. neben dem billy-regal handelt es sich dabei wahrscheinlich um einen ausdruck moderner zeiten im möbelsegment. schön kann man aber die homepage finden, da allein die vielfalt der funde und entdeckungen ein humorvolles bild ergeben. das ist nicht das anliegen von jens thiel, ihm geht es um funktionales design, aber ein schmunzeln wird niemand unterdrücken können. einsicht gibt folgende seite: http://www.functionalfate.org . sitz!