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zum geburtstag des blogs – eine woche täglich schreibideen

was macht man, wenn ein blog geburtstag hat? nüscht, ist doch alles nur virtuell. wohl wahr. letztes jahr habe ich ältere posts hervorgekramt, habe die noch einmal in den vordergrund gerückt, die am beliebtesten waren.

tja, und orientiere ich mich an der beliebtheit des letzten jahres, sind die schreibideen weiterhin der spitzenreiter. inzwischen über 220 verschiedene vorschläge, was man mit schreibgruppen oder natürlich für sich im kämmerlein alles ausprobieren kann. anregungen wie texte entstehen und geschrieben werden können. natürlich sind darunter welche, die besser gefallen und manche, die jetzt doch schon recht bekannt und alltäglich sind.

also macht man am geburtstag des blogs einfach weiter. aber es darf dann schon mal etwas geballter daherkommen. darum wird sich die nächste woche der blog um nichts anderes als um weitere schreibideen drehen. pro tag zwei bis drei neue, damit sie, liebe leserInnen, noch ein wenig stoff zum schreiben finden.

viel spaß ab morgen damit.

drei jahre schreibschrift-blog

exakt vor drei jahren startete dieser blog als versuch, sich dem schreiben und der schreibpädagogik im web 2.0 zu widmen. in der zwischenzeit kam viel dazu, das meiste zum schreiben, zu schreibgruppen und schreibideen, zu kreativem schreiben und biografischem schreiben. gedanken über die schreibpädagogik, über das web 2.0 und inzwischen auch über die schreibberatung rundeten das theoretische bild vom schreiben und seinen möglichkeiten ab.

aber dann fand sich mehr. es fanden sich interessante websites und homepages, die entweder dem „schnickschnack“ oder dem web 2.0 zugeordnet wurden. dann noch im näheren umfeld des autors skurrilitäten und ereignisse, die anlass zur „nabelschau“ gaben.

wenn man sich nach themen über das schreiben verstärkt umschaut, fällt einem auf, dass (vor allen dingen in werbung und politik) die sprache einem doppeldeutigen, schrägen oder einfach nur gruseligen gebrauch ausgesetzt ist. und so entstand die „wortklauberei„. na ja, und wo schaut man sich um, wenn man schreiben zu seinem thema macht? in büchern. also liest man, entdeckt man, findet neues und spannendes. warum nicht davon berichten? also mussten buchtipps.

beim lesen und stöbern fielen irgendwann die listen und fragen auf, die der selbstvergewisserung dienen sollten. warum nicht selber entwerfen? es entstanden die „selbstbefragungen“ und die „listen„, die inzwischen auch reichlich vorhanden sind und als vorstufen des biografischen schreibens verwendet werden können.

und so bildete sich im laufe der drei jahre ein bunter strauss an hinweisen, tipps, vorlagen und statements zum schreiben und zur schreibpädagogik, die gern wiederverwendet werden dürfen. kann man der statistik dieses blogs glauben schenken, dann wird dies auch reichlich getan. spitzenreiter bleiben die schreibideen, die gern der reihe nach besucht und ausgewählt werden, um sie für sich zu nutzen. so soll es sein und so fühlt sich der autor geschmeichelt.

also, danke für das interesse – es wird weitergehen!

biografisches schreiben und familienrituale

es ist die zeit der jahresendzeitfeierlichkeiten. zwei wochen vorher werden die menschen in den nahverkehrsmitteln schon genervter, gestresster und mürrisch. abseits der abendlichen alkoholisierten truppen von weihnachtsfeierteilnehmerInnen, bereiten sich viele auf „das fest der liebe“ vor. ein fest, das oft das gegenteil des titels wird. hohe erwartungen, noch höhere erwartungen und viele enttäuschungen vereinen sich mit dem vorhergehenden stress zu einem kleinen pulverfass. aber das ritual der weihnachtlichen zusammenkunft möchten die wenigsten menschen durchbrechen.

bei der betrachtung der eigenen lebensgeschichte könnte jedoch ein blick auf familiäre rituale die augen für das system, in dem man aufgewachsen ist, öffnen. ja, man kann eine erklärung für den nachhall mancher verhaltensweisen in sich selber finden. denn familien sind familien, da sie auf etlichen ritualen basieren.

man werfe einmal einen blick darauf, wie geburtstage in der eigenen familie begangen wurden. wie sah solch ein moment aus? was geschah dann oder was geschah auch nicht, obwohl man es gern gehabt hätte? gab es feste zeitabläufe, gab es die erfüllung von wünschen? oder man schaut sich einmal an, wie weihnachten begangen wurde. wurde dieses ritual allen familienmitgliedern gerecht? konnte man einen emotionalen bezug zu den feierlichkeiten herstellen? führt man das ritual weiter, so wie man es kennengelernt hat?

am spannendsten bei ritualen ist es, festzustellen, wer welche rolle übernommen hat. Weiterlesen