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selbstbefragung (45) – geilheit

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „geilheit„.

  • können sie den satz „ich bin so geil“ unbefangen aussprechen? warum?
  • wann sind sie denn „so“ geil?
  • wann waren sie das letzte mal so richtig geil?
  • wie gehen sie mit ihrer geilheit um? beschreiben sie.
  • hat geilheit für sie ausschließlich mit sex zu tun oder gibt es da noch mehr? beschreiben sie.
  • wer ist für sie der geilste mensch? begründen sie.
  • wer findet sie wohl geil?
  • was halten sie von selbstbefriedigung? warum?
  • glauben sie an triebe? wo kommen die ihrer ansicht nach her? sind sie sich da sicher? und wie äußern sich ihre triebe?
  • was törnt sie sehr schnell ab? beschreiben sie.
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schreibidee (109)

noch so ein frühling-ding, die geilheit. eigentlich eher ein hormon-ding, doch dazu gehört auch etwas wie sehnsucht, verlangen, ungebremstheit oder wie einmal ein nach außen gesetzt wirkender mensch meinte: „manchmal habe ich lust, so richtig versaut zu sein.“ zwischen all diesen bereichen bewegt sich die geilheit, die dieses mal in der schreibanregung zu „geilen geschichten“ verarbeitet werden soll.

der einstieg ist nicht sehr schwer. die teilnehmerInnen der schreibgruppe werden aufgefordert zwei kurze texte zu verfassen. zum einen eine halbe seite über ihr geilstes erlebnis, zum anderen eine halbe seite darüber, worauf sie zur zeit geil sind. diese texte werden nicht vorgelesen, sondern bleiben bei den teilnehmerInnen.

anschließend wird in der schreibgruppe gesammelt, worauf man geil sein kann. die stichworte werden für alle lesbar notiert. anschließend wählen sich alle den begriff oder eine ihrer beiden texte als grundlage ihrer geilen geschichte aus. es wird noch kurz ein cluster zur thematik verfasst und eine halbe seite argumente gegen den inneren zensor gesammelt, wenn man über geilheit schreibt.

dann kann es losgehen. es darf ein längerer geiler text entstehen. es werden keine tabus in der schreibgruppe formuliert. ebenso wird dazu aufgefordert, dass die texte der kreativen freiheit folgen können und keine autobiografischen züge haben müssen. aber es wird von anfang an darauf hingewiesen, dass die texte im anschluss vorgelesen werden sollen. da das thema „geilheit“ zu texten führen kann, die anderen unangenehm sind, besteht jederzeit die möglichkeit, beim vorlesen den raum zu verlassen. damit ist keine wertung verbunden, sondern es geht einzig um die einhaltung der eigenen grenzen. und dann kann allen triebhaften kräften freie bahn gelassen werden.