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schnickschnack (78)

wo wir dann schon einmal bei den außergewöhnlichen präsentationen von männern und ihren körpern, vor allen dingen ihrem besten stück sind, kann man auch gleich die nächste fotografieausstellung in berlin erwähnen. dabei handelt es sich um die arbeit eines künstlerpaares, das an keinem kitschigen accessoir für seine aufnahmen spart.

im „c/o berlin“ werden zur zeit die fotografien von „pierre et gilles“ ausgestellt. die bilder der beiden, sowohl von bekannten persönlichkeiten als auch von szenen kann man nicht anders, als mit „fluffig aufgepufft“ beschreiben. es handelt sich dabei um inszenierungen der perfekten art, die anscheinend einen unglaublichen vorlauf benötigen, um die atmosphäre einer kunstwelt zu schaffen.

dabei wird weder an farben, noch an dekoration oder ausleuchtung gespart. so entstehen pathetische, dramatische und erotische fotografien, die mancher als „kitsch“ bezeichnen könnte. doch sie sind schon so überzeichnet, dass man eher von fotografischen gemälden, denn von dokumentierenden fotografien sprechen sollte. auch diese ausstellung bietet viel stoff, um die eigene fantasie für das eigene schreiben anregen zu lassen. mehr informationen finden sich hier: http://www.co-berlin.info/co-neu/web/Aktuell/start.php .

schreibidee (134)

in der schulzeit bestand der kunstunterricht oft darin, dass berühmte gemälde kunstgeschichtlich eingeordnet und analysiert wurden. was wollte der maler, die malerin damit ausdrücken und mit welchen mittel ist ihnen das gelungen? ohne kunstgeschichtlichen hintergrund, sind manche betrachtungen reine deutungen. wissenschaftlich betrachtet ist dies natürlich fragwürdig, aber als schreibanregung für kreatives schreiben eine unerschöpfliche quelle für geschichten. somit dienen als schreibanregungen dieses mal „bildbesprechungen„.

entweder man bringt fotografien und nachdrucke von gemälden mit in die schreibgruppe oder man ermöglicht allen teilnehmerInnen den zugang zum internet. jedenfalls sollten alle die möglichkeit haben für sich ein gemälde auszuwählen, das ihnen sehr zusagt. dabei darf die auswahl quer durch die kunstgeschichte von klassik bis moderne gehen.

nun werden die bilder betrachtet und erste eindrücke in stichworten notiert. anschließend ist ein text zu verfassen, der das bild erst einmal genau vom aufbau her beschreibt. dabei werden noch keine wertungen und interpretationen angeboten, sondern nur das gemälde widergespiegelt. diese beschreibung sollte nicht länger als zwei seiten sein. in der folge wird eine interpretation des bildes, das man ausgewählt hat, geschrieben. nun kann bei einer bildbesprechung frei gedeutet werden, ohne kunstgeschichtlichen hintergründen zu folgen. nur die eigenen ideen fließen in diesen längeren text ein, um daraufhin eine geschichte zu dem bild zu schreiben. im anschluss werden die gemälde gezeigt und die entstandene geschichte vorgelesen.

zum abschluss besteht die möglichkeit, ein ausgewähltes bild für alle teilnehmerInnen der schreibgruppe als vorlage zu bestimmen. alle sollen zu diesem gemälde eine geschichte schreiben. anschließend werden die entstandenen geschichten vorgelesen und es kann verglichen werden, welche verschiedenen eindrücke ein und dasselbe bild hinterlässt, welche ideen es verursacht.