Schlagwort-Archive: gesundheit

liste (106) – gesundheit

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „gesundheit“.

die wichtigsten aspekte für mich zum thema „gesundheit“:

die schlimmsten krankheiten, die ich in meinem leben überwunden habe:

das brauche ich, um gesund werden zu können:

die unangenehmsten aspekt bei krankheiten:

diesen menschen möchte ich helfen, wieder gesund zu werden:

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schreibberatung und schmerzen

bauchschmerzen. ja, die bauchschmerzen sind mit großer wahrscheinlichkeit das häufigste körperliche phänomen (neben den kopfschmerzen), das einhergeht mit schreibproblemen und schreibkrisen. ob bei der arbeit oder im studium, schwierige situationen erzeugen einen emotionalen druck, der gleichzeitig einen körperlichen ausdruck finden kann. manche menschen ignorieren dies, andere können dies wegen der schmerzen nicht mehr tun.

die schreibberatung kann keine medizinische diagnose erstellen. ebenso wie bei therapien wäre von klientInnen, die von körperlichen schwierigkeiten im zusammenhang mit dem beratungsthema berichten, zu fordern, dass sie sich erst einmal medizinisch untersuchen lassen, bevor die beratung weitergeführt wird. denn es muss ausgeschlossen werden, dass es sich um eine erkrankung handelt, die in der schreibberatung nicht behandelt werden kann.

zeigt sich aber, dass es sich bei den schmerzsymptomen um zeichen der anspannung im zusammenhang mit schreibaufgaben handelt, dann kann weiter darauf eingegangen werden. denn die schmerzen können ein hinweis darauf sein, wann der druck am größten ist. es werden zwar nicht unbedingt entspannungstechniken in der schreibberatung vermittelt, aber es kann durch positive erfahrungen beim einstieg in den schreibprozess und beim erstellen einer textstruktur der druck eventuell reduziert werden.

generell ist es bei schreibaufgaben ähnlich, wie bei anderen nicht exakt termingebundenen tätigkeiten: sie schwirren ständig im kopf herum und erhöhen dadurch den druck. man weiß, man sollte noch das und das schreiben, doch man kann sich meist den zeitpunkt selbst wählen. wenn nun die ersten schritte schwerfallen, dann werden andere tätigkeiten gern vorgezogen. doch der gedanke, noch etwas erledigen zu müssen, verschwindet nicht.

das fiese besteht darin, dass selbst in der freizeit im hinterkopf die anstehende schreibaufgabe ihren platz findet. und irgendwann reagiert bei manchen menschen der körper auf die mischung zwischen schlechtem gewissen, angst oder zeitdruck. hier helfen eventuell nicht nur kleine einstiege Weiterlesen

biografisches schreiben und sport

manchmal kann man die menschheit in schlichte zwei gruppen einteilen (natürlich ist das statistisch betrachtet nicht korrekt, aber es vereinfacht die lebenssicht enorm 😉 ). beim sport ist das möglich. schaut man zurück in seine kindheit, kann man sicherlich sagen, ob man beim sportunterricht oder in der freizeit eher zu der gruppe gehörte, die im verein war, trainierte und sich auf den unterricht freute, oder zu der gruppe gehörte, die etwas ungelenk war, keine lust auf sport hatte und den unterricht fürchterlich fand.

und wie das so mit jugendlichen erfahrungen ist, sie bleiben haften und tragen sich manchmal bis ins hohe alter weiter. betrachten sie doch mal ihre sportbiografie. welche bewegungen haben ihnen spaß gemacht, welche überhaupt nicht? natürlich gibt es auch viele menschen, bei denen die erfahrungen aus der schulzeit nicht so tiefgehend sind, dass sie später nicht doch noch viel gefallen an bestimmten sportarten finden. und manch einer ist wirklich ungelenk, hat einfach keine lust zu viele bewegungen zu machen.

man kann beim betrachten der eigenen sportlichen lebensgeschichte auch einmal schauen, wie weit man sich von den gesellschaftlichen vorstellungen eines trainierten und topfiten menschen unter druck gesetzt fühlt oder nicht. denn seitdem die verantwortung für das gesundheitliche wohlbefinden zum problem des und der einzelnen gemacht wurde, seitdem verkörpert sich die anforderung in jedem einzelnen. die zahl der sportstudios stieg exponentiell an und viele sind bemüht zu beweisen, dass sie sich bemühen, gesund zu leben.

„gesundes“ leben wird inzwischen verhaltenstherapeutisch honoriert (in den frühen phasen der verhaltenstherapie gab es so genannte „tokens“ für eine verhaltensänderung), indem für beliebig ausgewählte sportliche ertüchtigungen rabatte bei krankenkassen gewährt werden. auch hier kann die sportbiografie einhaken und einen blick auf die persönliche definition von „gesundheit“ Weiterlesen

wenn das schreiben zur qual wird, kann es bedrohlich werden

april, april. es gibt einen zusammenhang zwischen dem schreiben und der suizidalität. eine untersuchung, die vom schreibzentrum in freiburg gemacht wurde, zeigt, dass die verzweiflung über nicht gefundene worte sich extrem steigern kann. das schreibzentrum befragte zum einen studierende und doktorandInnen, zum anderen schriftstellerInnen und journalistInnen.

erstaunlicherweise zeigten die akademikerInnen eine größere toleranz gegenüber dem schreibfrust, als die beruflich schreibenden. selbst wenn der abschluss eines studiums oder das erreichen des doktorgrades auf dem spiel stehen und nichts auf das papier gebracht wird, denken nur zwei prozent daran, ihrem leben ein ende zu setzen.

ganz anders sieht die quote bei den journalistInnen und schriftstellerInnen. unter ihnen denken immerhin 30 % bei einer schreibblockade an den suizid und vier prozent haben auch schon einen versuch unternommen. danach befragt, was denn in dem moment der anlass sei, erklärten von den suizidalen wiederum 63%, dass sie sich in diesem moment nicht mehr vorstellen könnten, dass die schreibblockade ein ende finden würde. und ein leben ohne schreiben ist für 74% prozent der befragten berufsschreiberInnen nicht vorstellbar.

das ist wahrscheinlich der große unterschied zu den akademikerInnen. diese können sich im gegensatz dazu, zu 79% ein leben ohne schreiben vorstellen. ob das nun ein erschreckendes ergebnis über die bildungslandschaft in deutschland ist, lässt sich der untersuchung nicht wirklich entnehmen. dazu müssten anschlussforschungen angestellt werden. es gibt erste überlegungen an der alice-salomon-hochschule, ein bundesweites forschungsprojekt zu starten, das den zusammenhang zwischen schreibblockaden und psychischen erkrankungen untersuchen soll. es wird vermutet, dass ein großteil der vorherrschenden depressionen in schreibkrisen zu finden sind.

mehr informationen zur untersuchung in freiburg sind auf der website des schreibzentrums freiburg nachzulesen. und ansonsten sollte man schnell anfangen zu schreiben, wenn man präventiv vorgehen möchte 😉

selbstbefragung (43) – gesundheit

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „gesundheit„.

  • wann waren sie das letzte mal krank? beschreiben sie.
  • wie gesund fühlen sie sich?
  • ab wann sorgen sie sich um ihre gesundheit? beschreiben sie.
  • was tun sie alles für ihre gesundheit? weiss ihre krankenkasse davon?
  • wie wichtig ist ihnen gesundheit überhaupt?
  • wie anstrengend finden sie es, gesund zu bleiben in dieser kranken welt? begründen sie.
  • glauben sie, es gibt ein leben ohne krankheit? ist krankheit für sie wirklich so negativ? warum?
  • wie sieht es mit ihrer geistigen und psychischen gesundheit aus? was macht am meisten negativen stress?
  • fühlen sie sich zur gesundheit gezwungen? wer kontrolliert ihren zustand?
  • was ist für sie das schönste am gesund sein?

wortklauberei (40)

„gesundheitskasse“

verdrehte welt könnte man zur entwicklung auf dem sektor der krankheitbehandlungsindustrie sagen. denn dort, wo krankheit eine rolle spielt, wird nur noch von gesundheit gesprochen. das fängt bei der gesundheitsministerin an und endet eben bei der gesundheitskasse. dabei ist der begriff der „gesundheit“ ein schwieriger. ab wann ist denn ein mensch gesund? wer definiert die jeweils subjektive befindlichkeit, wer sagt welche verhaltensweise eine problematische ist?
hier kommt die „kasse“ ins spiel. es wird gezahlt oder ausgezahlt, also geld in verbindung gebracht mit gesundheit oder besser geschrieben, eigentlich mit krankheit. alle anwendungen, die geld kosten, deuten auf krankheit hin, so jedenfalls eine der hauptargumentationen im hintergrund der definition von „gesundheit“. denn man könnte auch formulieren, dass ein mensch, der sich den irdischen genüssen jeglicher art verschrieben hat, eventuell früher erkrankt als ein mensch, der sportliche askese übt. der genießer würde aber seinen lebensstil als sehr angenehm beschreiben und sich in diesem moment also gesund fühlen.

bekommt er in diesem moment geld von der „gesundheitskasse“ oder, wie es im moment schon gehandhabt wird, wenn er nicht regelmäßig an kursen oder lauftreffen teilnimmt, werden im die bonusrückzahlungen verwehrt. soll heißen, der gesunde hat in die kasse einzuzahlen, hat sich zu schämen, ob seines laxen umgangs mit seinem eigenen körper, der der gesellschaft dienen sollte. und somit wird die „gesundheitskasse“ zum gesellschaftlichen maßstab, denn es gibt keine kranken mehr. es gibt nur noch menschen, die sich bemühen, gesund zu sein. warum man dazu dann aber noch eine kasse oder eine ministerin braucht verschwindet hinter den begriffen. schön ist es aber, dass wir uns alle so bemühen 😆

schnickschnack (68)

die finanzkrise kann zur mentalen krise werden. das ist kein scherz, sondern eine tatsache, zumindest laut einer us-behörde. aufgefunden hat die hinweise dazu mal wieder die süddeutsche zeitung von heute, s.15. wichtig ist, dass der mensch gesund bleibt. wenig wird darüber diskutiert, dass allein die arbeitsbedingungen an den börsen der welt und bei den brokern der finanzen alles andere als gesund waren oder gesund sind. hier wird nicht nach den stressfaktoren gefragt, sondern nach der rendite.

anders geht man nun mit den „opfern“ der finanzkrise um. die „substance abuse & mental health services administration“ (samhsa) der usa stellte tipps ins netz, wie man folgeerkrankungen und psychische störungen aufgrund von besitztumsschwankungen feststellen kann. es ist eine ernst angelegenheit, wenn jemand seinen gesamten besitz verliert. garantiert auch ein traumatisches erlebnis. die stressoren nehmen auch im vorfeld meist schon zu, wenn die aktienkurse nach unten rasseln und nicht wenig spielen mit suizidgedanken. ärgerlich ist einzig, dass erst in der finanzkrise hilfestellung geleistet wird (siehe http://www.samhsa.gov/economy ).

schon im vorfeld wären hinweise zum börsenhandel an sich sinnvoll gewesen. denn das spekulieren mit aktien unterscheidet sich nicht groß von der spielsucht. lotterieanbieter müssen inzwischen auf diese spielsucht hinweisen, börsenspekulanten nicht. auch der verlust des arbeitsplatzes in kapitalistischen gesellschaften bedrohte schon immer die menschen in ihrer existenz, auch wenn nicht so viel geld auf dem spiel stand. doch hat jemand damals jemals auf die mentalen folgen aufmerksam gemacht? depressionen sind schon lang die folge von leistungsgesellschaften, erstaunlich, dass dies erst jetzt wahrgenommen wird. ob es vielleicht daran liegt, dass die betroffenen in einer gesellschaftsschicht zu finden sind, die bis vor kurzem glaubte unverletzlich zu sein?

web 2.0 und domain-namen

je größer das web wird desto schwerer wird es passende titel für den eigenen auftritt zu finden. soll der titel doch möglichst schon einen hinweis auf den inhalt geben. gleichzeitig darf er aber nicht zu lang sein, da die tipperei, die seite aufzurufen nicht die form einer kurzgeschichte annehmen sollte. also bemühen sich viele, einen treffenden ausdruck zu finden.

der hier schon einmal am rande erwähnte „nationale aktionsplan IN FORM“ tat sich auch in diesem zusammenhang besonders hervor. abseits der kinderleichten regionen fanden sich noch manche wortwendungen, die den lachmuskel erfreuen. zum beispiel:

fantasie haben sie, das muss man ihnen lassen, wenn es darum geht dem volk zu sagen, dass es gefälligst gesund bleiben sollte. wie habe ich heute gelesen, muskulöse menschen haben eine höhere lebenserwartung. na dann mal rein ins tretrad, immer das richtige essen und wehe sie haben einen hang zu genussmitteln. das ist die teuflische verführung im land der askese und des edelkäse. hier kann man lernen, worin unser dasein besteht: „ob spazierengehen, wandern oder nordic walking – der moderne mensch ist zum geher geboren. eine wiederentdeckung für die gesundheit.“ da plädiere ich für die neue domain http://www.fittiche.de, das neue glaubensportal für gesunde menschen.

wortklauberei (5)

„wellness“

ein wort, wie ein gefühl, nur seltsamerweise mit skurriler aussage. als erstes kann man damit „fitness“ oder „loch ness“ assoziieren. doch wellness ist inzwischen so gebräuchlich, dass man vom wohlfühlen überhaupt nicht mehr spricht. nur leider bedeutet die direkte übersetzung „gutheit“, „verbesserung“ nur leider nicht von was. gebräuchlich ist es natürlich in bezug auf die gesundheit und die mentale verfassung. die frage bleibt, wer den maßstab für diese befindlichkeit setzt.

denn sich gut zu fühlen ist eine sehr subjektive angelegenheit und deshalb auch sehr verschieden bei den menschen. besetzt wird der begriff aber vor allen dingen mit entspannungsanwendungen. so sind im wellness-urlaub vor allen dingen massagen, moorbäder, schlafen im heu, entspannungsübungen und fitnesstrainings angesagt. doch mensch könnte auch den besuch der kneipe, den konsum von drogen oder das mehrgängige essen als wellness empfinden. schön wäre es, dies auch so auszudrücken, doch hier sei der sorgende gesundheitssektor vor. mensch wird angehalten sich „vernünftig“ um sich zu sorgen. früher nannte man vieles, was heute wellness ist, einfach „kur“. und die kur wurde klar vom urlaub getrennt. der wellness-urlaub drückt die verlagerung der sorge um die befindlichkeit des arbeitnehmers in das private leben. es wird nicht mehr nach den ursachen des stresses gefragt, sondern nur noch vermittelt, dass es dem menschen besser gehen wird, wenn er sich der „wellness“ hingibt. interessant wäre die frage, was dann „worseness“ sein könnte.