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flarf des sechsten tages

wurstsalat und herbst und birne

Die Herbstshow
Wurstsalat ein beliebter Klassiker

Wurstsalat mit Rettich
Wurstsalat mit Mortadella & Kapern
Wurstsalat mit Kürbiskernöl und Käse
Wurstsalat garniert (mit gemischtem Salat)
Wurstsalat aus Mortadella
Wurstsalat mit Käse und gemischten Salaten
Wurstsalat mit Käse und Knoblauch-Croûtons
Wurstsalat mit Gurken und Paprika
Wurstsalat 1,2 mit Pommes frites
Wurstsalat mit Brunnenkresse
Wurstsalat mit fruchtiger Note
Wurstsalat mit Brot oder Bratkartoffeln
Wurstsalat mit eingelegtem Limburger
Bohnen-Wurst-Salat
Rettich-Wurst-Salat

Wurstsalat, den ich nach meinem Geschmack mit frischen Dingen ergänze
Wurstsalat und Bier
Wurstsalat einfach

Die Küchenschlacht
Rund um die Birne

Regensburger Wurstsalat mit Essiggurken und Zwiebeln
Schwäbischen Wurstsalat
Bayrischer Wurstsalat
in Bayern mit ganzen Wurstscheiben
Elsässer Wurstsalat unterscheidet sich von der Schwarzwälder Variante
Badischer Wurstsalat mit Spargel
Schwäbisch oder Schweizer mit bunter Salatgarnitur
Russische Eier auf Wurstsalat
Exotischer Wurstsalat
Mediterraner Wurstsalat mit Artischocken
Holländischer Käse-Wurstsalat
Frankfurter Wurstsalat
Rheinischer Wurstsalat nach Oma´s Art
Mühle-Wurstsalat mit Mischsalat und Pommes frites
Schweizer Wurstsalat von der Schinkenwurst mit Emmentaler Käse
Schweizer Wurstsalat mit Bratkartoffeln
Schweizer Wurstsalat mit Käsestreifen, Brot
Schweizer Wurstsalat, Eierlikör

Gold-Wurstsalat
Premium-Wurstsalat
Wurstsalat einfach

Holsteiner Eiersalat

flarf des vierten tages

lust, laune und leidenschaft

Begehr, Begehren, Geneigtheit, Gier, Sehnsucht, Verlangen
Last Unlust Schmerz Frust
lust und leid download
vergehen verlieren empfinden wecken

Liebe im Internet – Die Chemie der Emotionen
Leidenschaft zu Uhren
Kubanische Lust
Unkomplizierte Weine, die Laune machen.

ist noch recht nett gemacht
Inszenierung mit „normalen“ Rollenklischees
Basic-Niveau (siehe Basic-Kurs) und natürlich Lust
die Lust und Laune sich selber zu diskriminieren

Joachim Löw: „Wir haben mit Lust und Laune agiert“
hat mit seinen Freunden gestern Abend
zum Zwecke des Broterwerbs
Ich hatte Lust dazu – J’en avais envie

nicht lange nachdenken einfach trinken
Von oberflächlichen Gelüsten, wechselnden Launen und tiefen Leidenschaften
Ohne Unangenehmsein des Fühlens ist beispielsweise keine schlechte Stimmung
wenn Sie Lust haben – si le cœur vous en dit

Nach etwa einem Jahr kam dann ein großer Krach

flarf des dritten tages

butter und cool

Ich bin ja echt gespannt wo das mit dir noch hinführt
Brotkorb mit Baguette und Brötchen dazu Butter-Arragement
Abschwitzdecke mit Halsteil
Kitsch or Cool?

Ich bin ja echt gespannt wo das mit dir noch hinführt
Sie ist außen heiß, aber innen cool.
Da gibt’s zwei spezielle Typen
eine Art pflanzliche Ersatzsahne

Ich bin ja echt gespannt wo das mit dir noch hinführt
ich hab mir mal ein Lied angehört.
lied kommt cool und das danach auch!
Wenn man friert, reicht es nicht, sich in eine Badewanne zu legen.

Ich bin ja echt gespannt wo das mit dir noch hinführt
Butter des Waldes wurde sie von den Azteken genannt.
Im Mund wie Butter!
Streichfett

was ist flarf?

flarf ist der versuch, dem (hauptsächlich digitalen) zufall, spielraum zu geben und ihn für neues zu verwenden. es geht gerade nicht darum, ein konzept beim schreiben von poesie zu verfolgen. irgendwie ist es eine anlehnung an den dadaismus, aber nicht darauf angelegt, dinge zu verfremden. sondern es werden dinge (also texte) verwendet, wie sie erscheinen. dies kann man ein wenig mit dem collagieren vergleichen, das in der malerei schon lange seinen platz hat. in der musik ist es das remixen, das dem flarf nahekommt.

ende des letzten jahrzehnts kam die poetische bewegung des flarf in den usa auf. und sofort wurde das internet als textualer lieferant für die flarfs benutzt. denn die rechenleistungen der suchmaschinen bieten eine reichhaltige auswahl an text. sie mag bei der suche nach informationen ein sinnvolles ranking anbieten. bei der beliebigen, ja zufälligen eingabe von suchbegriffen aber eher zufällige antworten liefern. aus diesen ergebnissen werden mit copy & paste kleine ansammlungen von text geschaffen, die zu einem neuen lyrischen werk mutieren können.

das google sculpting stellt die hauptgrundlage des flarf dar. letztendlich wird auf vorhandenem, also kaum kreativem, neues geschaffen, und im hintergrund findet die kreativität ihren platz. der prozess des schreibens wird das spannende, die suche nach gerade eingefallenem. jim murdoch erklärt auf dieser seite flarf: http://jim-murdoch.blogspot.com/2011/09/how-to-write-flarf.html . so basiert mein „flarf des ersten tages“ auf der google-eingabe „herbst + sonne“. sollte jemand den bedarf haben, eigene flarfs zu veröffentlichen, können diese gern an mich gesendet werden und ich stelle sie in den blog.

es lohnt dieser bewegung mehr raum zu geben, da sie die möglichkeiten des webs für das schreiben besser ausschöpft als viele andere textsammlungen.

flarf des ersten tages

herbst und sonne

Sie leben gern bei sich daheim
gleich neben dem Rathaus
Begleitetes Leben
Deine Strahlen wohltuend und zart

Draußen leuchtet es rot-gelb-gold
von seiner schmuddeligen Seite
Genießen Sie mit sieben gelben Rosen, fünf rot-gelben Gerbera
Nektar an der Herbstsonne

Die Bäume hängen voll mit Pflaumen und Äpfeln
die Marienkäfer derzeit in Scharen
wenn die Sonne durch die buntgefärbten Blätter fällt
Fallschirm-Sonnenhut

Den Herbst des Lebens lebenswert verbringen
Tagesteller und div. Sport- und Kulturangebote
Sie schwamm gestern die letzten Bahnen
Die Schafe genießen

Herbstlaib

web 2.0 und digitalisierung der lebensgeschichte

zwei giganten des internets konkurrieren zur zeit um die daten der menschen, die sich im web 2.0 bewegen und digitale soziale netzwerke nutzen: facebook und google. dabei wird damit geworben, dass man doch seine biografie oder lebensgeschichte dem internet anvertrauen sollte, um sie immer wieder abrufbar parat zu haben.

google lässt momentan werbetrailer im fernsehen senden, die zeigen, wie vati die entwicklung seine kindes im netz festhält. und facebook wendet sich mit „timeline“ an seine nutzerInnen, um alle bewegungen im netz auf einem zeitstrahl zu vermerken. beide vorstellungen lassen eher zurückzucken, denn in jubelschreie ausbrechen. die effekte dieser digitalisierung des lebens sind schwer einzuschätzen. hier ein paar gedanken dazu:

es ist etwas anderes, ein klassisches fotoalbum anzuschauen und sich an die zeiten zu erinnern, als seine digitalen fotos automatisch mit allen selektierten ereignissen der damaligen zeit im kontext abzurufen. der blickwinkel, das umfeld sind vorgefertigt und ein veränderter blick auf alles, zehn oder zwanzig jahre später, wird erschwert. im web geht nichts verloren, wenn ich es nicht selber lösche. das schwelgen in der vergangenheit wird von einer digitalen nüchternheit und schärfe verdrängt, dass alle verarbeitungs- und verdrängungsmechanismen versagen müssen.

es ist etwas anderes in alten tagebüchern wieder zu lesen, als seine digitalen sozialen verknüpfungen von vor zwanzig jahren noch einmal revue passieren zu lassen. schreiberInnen der web-2.0-welt denken immer die leserInnen mit, ob private oder öffentliche, je nach voreinstellung der software. beim tagebuch schreiben wird auch gefiltert, aber nicht nach den kriterien der öffentlichkeit, sondern nach subjektiven schwerpunkten. was beschäftigte mich zu dieser zeit am stärksten? was bereitete mir schwierigkeiten oder freude?

es ist ein schutz für den menschen, nicht alle ereignisse und wahrnehmungen für alle zeit im gedächtnis zu behalten. der mensch kann verarbeiten, beiseite schieben, verdrängen, ausblenden, ignorieren und beschönigen. dies alles benötigt er, um sich weiterzuentwickeln und nicht in der vergangheit verhaftet zu sein. wenn aber kaum mehr ausgeblendet werden kann, da alles wieder abrufbar und gespeichert ist, dann bekommt der blick auf das leben beinahe autistische züge. verdrängung, ausblendung und selektion sind nur noch durch das bewusste löschen im netz möglich.

doch das hilfreiche in einer vielfältigen und angefüllten welt ist das unbewusste löschen und verarbeiten. träume oder vergesslichkeiten unterstützen im hintergrund diesen prozess. wird das nun in den vordergrund gezerrt, schwindet die entscheidungsfreiheit, mich nur Weiterlesen

„suchmaschinen“ von david gugerli – ein buchtipp

google-bashing ist ja gerade sehr angesagt. faszinierend, dass dies vor allen dingen aus ecken kommt, die gleichzeitig gegen die geschäftemacherei im internet wettern. spannend auch, dass google vor allen dingen durch die user das wurde, was es heute ist. gäbe es bessere suchmaschinen, würden sie sofort zuhauf genutzt. es gab etliche versuche, aber sie funktionieren nicht mit der gleichen trefferquote. um die trefferquote zu erreichen nutzt google das verhalten der suchenden, nur so kann es sich den suchen annähern. jede ernsthafte suchmaschine wird nicht anders funktionieren können.

denn es gibt eine geschichte der suchmaschinen und vor allen des vorgehens bei der suche. die suche war und ist immer abhängig gewesen von den zur verfügung stehenden daten. diese geschichte und entwicklung macht der autor david gugerli in seinem buch „suchmaschinen. die welt als datenbank.“ an vier klassischen beispielen fest. er zieht dazu bekannte beispiele heran, die auf den ersten blick nicht gleich als suchmaschine zu erkennen sind. den anfang macht die fernsehsendung „was bin ich?“, dann „aktenzeichen xy“, anschließend die rasterfahndung des bka und zum schluss die entwicklung der sql-datenbanken.

man muss nicht mathematiker oder statistiker sein, um das buch zu verstehen. aber man bekommt bei der lektüre einen einblick in die verschiedenen suchbewegungen und die bedeutung von datenbanken. da wird nach dem „normalen“, der devianz, dem muster und der form gesucht. und es wurde gefunden. im vergleich zu heute handelte es sich um wenige daten, die zu verarbeiten waren. dies sieht heute ganz anders aus. und die algorithmen von google leisten dabei erstaunliches. es handelt sich um die konsequente fortführung der suchbewegungen, die in den beispielen des buches schon angelegt sind. dass mit dem finden der gesuchten information auch macht einhergeht, verwundert nach der lektüre überhaupt nicht mehr. bleibt nur die frage, wer die macht in händen halten soll?
das buch ist 2009 im suhrkamp verlag, frankfurt am main, in der edition unseld erschienen. ISBN 978-3-518-26019-7

nabelschau (19)

skurrile suchanfragen. der mensch ist ein suchender. er such den sinn des lebens, seinen platz, er sucht sie oder ihn, er sucht seine ruhe und vor allen dingen sucht der mensch informationen. dafür gibt es suchmaschinen. und suchmaschinen verweisen dann, wenn es entsprechungen auf homepages oder blogs zu den suchbegriffen gibt, auf diese. nur manchmal suchen sich die suchmaschinen zum beispiel in einzelnen artikeln ganz schön was zusammen. wenn der mensch dann auch noch auf das zusammengesuchte klickt, zeigt einem der eigene blog im hintergrund, was gesucht wurde.

so wird nach einem „waschbecken mit schmutzsammler“ gesucht. ich habe aber nie über waschbecken mit schmutzsammler geschrieben. gibt man die suchbegriffe bei google ein finden sich fünf treffer und dieser blog steht an erster stelle, denn in der letzten nabelschau zur körperbe- und -enthaarung tauchten die begriffe „waschbecken“ und „schmutzsammler“ auf, wenn auch in ganz anderen zusammenhängen.

noch absurder wird es bei suchanfrage „heteros abfüllen und benutzen„. abgesehen von der tatsache, dass jemand auf so eine blödsinnige idee kommt und meint, daran gefallen zu finden, habe ich nun wirklich nie, nie, nie dazu geschrieben. aber einzeln kommen alle begriffe der suchanfrage eigentlich im gegenteiligen post vor, nämlich in dem zur diskriminierung homosexueller. jedenfalls wird der suchende mensch erstaunt gewesen sein, als er infos bekam, die er wahrscheinlich nie haben wollte. sie schadeten ihm wahrscheinlich nicht.

und auch im zusammenhang mit dem eigentlichen thema dieses blog, nämlich der schreibpädagogik fand sich eine schöne anfrage: „erkältung beim schreiben„. in diesem moment kann fantasiert werden, wie dies zustande kommt. es wurde draußen in der natur geschrieben und war ein wenig frisch, oder es fragt sich jemand wie man erkältung schreibt, hat dies aber schon richtig gemacht. doch dass man generell während des schreibens eine erkältung bekommen kann, erstaunte mich sehr. es wäre eine untersuchung hilfreich, die schreibende und erkältungsanfälligkeit in relation zueinander setzt.

schnickschnack (47)

menschen, die geschichten schreiben, stellen sich orte vor oder beschreiben eine umwelt, die real existiert. bei längeren erzählungen oder szenen ist es notwendig ein klares bild vom umfeld zu haben. wenn nun ein haus oder eine wohnung erfunden werden, kann es hilfreich sein, ein bild von der eigenen erfindung zu erstellen.

auch hier kann google helfen. schon seit längerer zeit gibt es „google sketchup„, ein 3-D-zeichenprogramm, für lau. inzwischen bietet google zwar auch eine „pro-version“, die so manches kostet. aber mit der freeware lässt sich erst einmal alles mögliche entwerfen, bis zur bepflanzung im garten drumherum.

aus eigener erfahrung ist das programm relativ leicht zu handhaben (auch wenn man eine ganze zeit erst einmal rumprobieren muss), doch man sollte ein ganz gutes räumliches vorstellungsvermögen haben. ist dies nicht der fall, entstehen plötzlich gebäude,  bei denen der boden fehlt oder sich eine wand mitten im raum erhebt, die nicht zu überwinden ist. schön ist es jedoch, dass man sich um die statik keine sorgen machen muss, handelt es sich doch um fantasiegebäude. diese kann man dann auch betreten und sich umschauen, was man da eigentlich gebaut hat. zu finden ist das programm hier: http://sketchup.google.com/intl/de/ .

und ab jetzt spielen alle storys nur noch in edlen villen mit einem überdimensionalen swimming-pool 😀

cloud computing – ein nachtrag

kaum hatte ich hier eine kurze betrachtung des „cloud computing“, wiederum durch die frage einer studentin ausgelöst, veröffentlicht, gab es heute einen ausführlichen artikel dazu in der süddeutschen zeitung.

der artikel „schreibmaschine mit datenleitung“ von helmut martin-jung erschien am 04ten november auf den wissensseiten der sz. dabei werden alle vor- und nachteile des cloud computing angerissen. zu finden ist der artikel leider noch nicht auf der homepage. dafür ein etwas älterer von thorsten riedl unter: http://www.sueddeutsche.de/computer/225/309165/text/ . und dann am besten finger weg davon 🙄

web 2.0 und cloud computing

weiß der geier, weshalb diese form der verwendung von programmen „cloud computing“ heißt, vielleicht weil es so wolkig und hübsch klingt. aber es ist ein trend, der nicht ohne vorsicht zu genießen ist. den anfang hat im größeren stil „google“ gemacht, als es anfing programmpakete anzubieten, die nicht mehr auf der eigenen festplatte installiert werden müssen, sondern die über das internet auf der webseitenoberfläche verwendet werden können.

das bedeutet, dass die eigentlichen arbeits- und rechenvorgänge auf netzwerk-computern, in diesem fall, denen von google, stattfinden. microsoft möchte solche möglichkeiten auch demnächst im größeren stil anbieten. doch der vorgang bedeutet, dass ich nicht mehr nur daten virtuell auf externen festplatten von anbietern im internet ablegen kann, sondern, dass ich meine arbeitsweisen auf deren rechnern ausführe. das erscheint problematisch, da sowohl arbeitsschritte als auch inhalte zwischengespeichert werden können. selbst wenn ich die datei zum schluss auf meinem eigenen computer abspeichern sollte, habe ich doch eine breite spur beim anbieter hinterlassen und kann nicht kontrollieren, was er damit macht. es scheint empfehlenswert sich bei heiklen daten auf keinen fall auf solch eine arbeitsweise zu verlassen. an der eigenen arbeitstelle lässt sich so etwas sicherlich nicht verhindern, erhöht aber auch die kontrollmechanismen durch den arbeitgeber. sozusagen bündelt er die gesamten tätigkeiten seiner mitarbeiter auf einem zentralen computer.

es ist heute kein problem mehr an preiswerte textverarbeitungs-, bildbearbeitungs- oder präsentationsprogramme zu kommen, die, wenn sie open source sind, sogar oft freeware sind und sich leicht auf der festplatte installieren lassen. sie bieten eindeutig eine sinnvolle und kompatible alternative zu dem „cloud computing“. und der datenschutz scheint auf alle fälle mehr gewahrt zu werden.

warnung vor google chrome durch das bundesamt für sicherheit in der informationstechnik – ein kommentar

manche meldungen erscheinen skurril und es ist schwer zu verstehen, weshalb sie von der gesamten presse wiedergegeben werden. schon länger gibt es diskussionen über google und die daraus folgende googlisation des lebens und der daten. so scheint es erst einmal ein positives moment, wenn das bundesamt für sicherheit in der informationstechnik (hier die homepage: http://www.bsi.bund.de/ ) sich zu wort meldet. in der berliner zeitung warnte der sprecher des BSI vor google chrome, dem neuen internetbrowser von google (hier der artikel: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0906/wirtschaft/0024/index.html ). er verweist auf die sicherheitslücken der beta-version des browsers und die datensammelei von google.

leider hat man die gleichen warnungen von dem bundesamt nie zum internet-explorer von windows vernommen. da es bei google chrome auch um die vorherrschaft im internet geht und um einen angriff auf das beinahe-monopol von windows (das bei browsern inzwischen sowieso nicht mehr so gegeben ist).  sich hier als bundesamt zu positionieren hinterlässt das gefühl ein bestimmtes angebot zu bevorzugen. es kann aber auch sein, dass aus vorherigen fehlern gelernt wurde. doch sicher ist das nicht.

denn mit einem ist nicht zu rechnen, dass das bundesamt eine warnung vor der vorratsdatenspeicherung ausspricht oder zum beispiel auf „bundestrojaner“ hinweisen wird. hier wird also die staatliche position genutzt, um in eine veränderung einzugreifen. wer auf die homepage des BSI geht, wünscht sich klarere hilfestellungen beim umgang mit der sicherheit im netz. leider erscheint die seite recht spezialisiert und nicht gerade für den einfachen bürger gedacht. ein katalog von tipps für das richtige verhalten im netz, auch in bezug auf die verschiedenen browser wäre ein wünschenswertes angebot. denn die bürger zweifeln immer mehr an der datensammelwut sowohl privater anbieter, als auch staatlicher stellen.

eine neue suchmaschine?

angeblich soll es eine neue suchmaschine geben, die google konkurrenz machen wird. vollmundig wurde verkündet die suchmaschine „cuil“ („cool“ ausgesprochen) durchsuche mehr seiten als google. das mag ja sein. wenn man aber auf die seite geht: http://www.cuil.com  und sie ausprobiert, stellt sich heraus, die ergebnisse sind ein wenig seltsam. oder anders gesagt, sie werden ergebnisse finden, die nicht sortiert sind. es gibt anscheinend nicht die form von ranking, wie bei google.

dem widerspricht erst einmal nichts. doch leider wiederholen sich manche ergebnisse ständig, wenn man weiterklickt. nicht nur das, sondern es tauchen vor allen dingen kryptische seitenbeschreibungen auf. im gegensatz zu google wird pro seite mehr angezeigt, doch anscheinend auch die daten der metatags oder dergleichen.

aber das können ja anfangsprobleme sein, außerdem widmet sich die suchmaschine erst einmal schwerpunktmäßig englischsprachigen seiten. die suchmaschine soll vom internet lernen und nicht von den benutzerdaten. das könnte ein großer vorteil gegenüber google sein. hoffen wir einmal, dass die seite zur zeit noch lernt. denn wenn man einmal suchbegriffe eingibt, vor allen dingen zu bekannten personen, dann bekommt man einen ausführlichen überblick. und noch vieles andere an informationen wird zur verfügung gestellt. die werbung hat jedenfalls funktioniert auf, „cuil“ wurde an verschiedenen stellen hingewiesen. jetzt muss nur noch was draus werden.

web 2.11 – google buchsuche beta

wie sicherlich bekannt, ist google seit einiger zeit dabei, ganze bibliotheken stück für stück einzuscannen, um sowohl abbildungen alter bücher wiedergeben zu können, als auch die nicht mehr dem copyright unterliegenden bücher vollständig zur verfügung stellen zu können. das kommt dem ansinnen des gutenbergprojekts oder der digitalen bibliothek schon sehr nahe. vor allen dingen stehen google ganz andere mittel zur verfügung um das projekt voranzutreiben.

schon jetzt kann zu vielen büchern weitere information gefunden werden. zum beispiel, wer auf die bücher verweist, wo in wissenschaftlichen büchern auf die anderen bücher verwiesen wird. wie die umschläge aussehen. es kann ein blick in die inhaltsverzeichnisse geworfen werden oder es können leseproben eingesehen werden. manche bücher können auch vollständig gelesen werden. doch die meisten unterliegen noch dem copyright und bieten nur weiterführende informationen. jedoch kann bei der „google buchsuche“ nach autoren, nacht titeln, nach ähnlichen büchern und nach antiquariaten gesucht werden, die die bücher noch anbieten. dadurch ergibt sich schon jetzt eine gigantische virtuelle bibliothek, die auch stichwortsuchen ermöglicht. da die noch unvollständig ist, liegt die google buchsuche auch noch in der betaversion vor. das kann noch länger so bleiben, denn bis alle bücher eingescannt sind, werden noch ein paar jahre vergehen. das ziel von google ist es anscheinend eine weltbibliothek anzulegen.

zu finden ist die vorläufige version unter: http://books.google.de/

youtube, google und die nutzerInnendaten

 

nach dem haftungsurteil für eltern in bezug auf die aktivitäten ihrer kinder im internet in bayern, folgt nun ein verheerendes urteil aus den usa. die vorgeschobene argumentation der klage von viacom gegen google als besitzer von youtube dreht sich um das urheberrecht. es mutet schon skurril an, wenn die besitzer von mtv, das videos gesampelter musikstücke verbreitet, gegen den datenklau von youtube klagen.

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web 2.0 und googlization

die inzwischen beinahe-monopolstellung von google kann einem schon zu denken geben. im internet, bei dem sehr großen angebot, kommt man um suchmaschinen nicht herum. wer einmal die suchmaschinen verglichen hat, wird feststellen, dass google bei vielen fragen ein wenig treffender die dinge findet, die man sucht. doch gleichzeitig geht bei den gigantischen trefferzahlen auch etliches unter. man hat sich also bei seiner suche, den vorgaben der suchmaschine anzupassen, um die notwendigen treffer zu finden.

es wird zwar an der entwicklung der intelligenteren suchmaschine gearbeitet, die fähig sein soll, menschen, orte, adressen und dergleichen mehr bei den suchbegriffen zu erkennen und die passenden daten zusammenzutragen. wer aber zum beispiel auf seiner homepage kaum metatags eingetragen hat, wird auch in zukunft kaum gefunden. so bestimmen suchmaschinen unseren erfolg oder misserfolg. sie vermarkten das wissen und versuchen, wie google zur zeit, ganze bibliotheken zu erfassen. das kann vorteile aber auch gehörige nachteile haben. im blog „googlizationofeverything“ parallel zu einem buch, widmet sich siva vaidhyanathan ausführlich den nachteilen der stellung von google. man findet etliche hinweise, wieweit google inzwischen unser leben bestimmt und welche einflüsse noch zu erwarten sind. der blog ist zu finden unter: http://www.googlizationofeverything.com/