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schreibpädagogik und fliegen

selbstorganisierte gruppenreisen haben bei fluggesellschaften heute ein problem: sie müssen viele hürden nehmen, damit sie überhaupt gemeinsam in einen flieger steigen dürfen – wegen der möglichkeit eines anschlags. darum bietet sich nicht unbedingt die möglichkeit, wie in anderen reise- und fortbewegungsmitteln, gemeinsam auf langstreckenflügen mit seiner schreibgruppe zu schreiben.

aber man kann natürlich für sich selber oder im auftrag einer fluggesellschaft (wenn sie es denn wünschen würden wie manche kreuzfahrtorganisationen) den längeren flug für das schreiben nutzen. vielleicht möchte man nicht stetig filme schauen, bücher lesen oder mit nachbarn ins gespräch kommen. also zückt man stift und papier und fängt mit kleinen schreibspielen oder schreibübungen an.

wie wäre es mit knick- und falttexten mit allen mitfliegerInnen, die lust dazu haben. oder gedanken „über den wolken“ notiert. oder noch einen schritt weiter: man nutzt das schreiben, um die eigene flugangst zu bewältigen. man kann seine ängste und gedanken niederschreiben, um sie zum einen loszuwerden und sich später noch einmal ins gedächtnis zu rufen.

generell ist das fliegen der wahrscheinlich unbequemste ort für das schreiben (zumindest wenn man nicht in den teuren klassen sitzt), denn der raum ist sehr beengt. da muss eventuell ein kleines büchlein und ein kleiner stift genügen. ob nun flugpersonal oder fluggast – man kann zumindest assoziationsketten formulieren, anagramme erstellen, gedichte schreiben, aphorismen notieren …

laptop und diktiergerät können schnell an die grenzen der anderen stoßen. die kunst sich auf das wesentliche zu beschränken ist für vielflieger in bezug auf das schreiben gut zu üben. und sollte ihnen so gar nichts einfallen, dann Weiterlesen

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schreibidee (269)

wenn wir dann gerade schon einmal bei den urlaubszeiten sind, dann gibt es natürlich auch die geschichten: „wenn einer einmal eine reise tut…“. damit ist nun nicht der eigentlich urlaub gemeint, sondern vor allen dingen die gemeinsame benutzung der verkehrsmittel. besonders spannend gestalten sich dabei meist kreuzfahrten, bustouren oder wander- und klettergruppen. denn plötzlich werden dabei sich unbekannte charaktere zusammengewürfelt, die einen umgang miteinander finden müssen. darum als schreibanregung der weg zu „gruppenreise-geschichten„.

alle schreibgruppenteilnehmer erfinden zehn verschiedene charaktere, die sich gemeinsam bei einer gruppenreise treffen. die personen werden in fünf zeilen, stichwortartig ein wenig umschrieben. sie können natürlich teilweise miteinander verwandt sein, sollten sich aber nicht alle kennen. die kleinen charakteristiken werden nicht in der schreibgruppe vorgetragen. denn anschließend werden noch drei kurze beschreibungen (maximal eine halbe seite) der verschiedenen gruppenreisemöglichkeiten geschrieben (gestern kam zum beispiel eine doku über eine wandergruppe auf den kilimandscharo).

nun wählt man erst die form der gruppenreise aus, die einen am spannendsten erscheint. dann besteht die schwierigkeit darin, eine geschichte, gespräche oder ein szenario zu schaffen, in denen alle charaktere in der einen oder anderen weise aufeinandertreffen und miteinander verknüpft werden. für diese schreibphase ist relativ viel zeit zu veranschlagen, da sich alle personen nicht nur begrüßen sollen. und natürlich sollen die eigenheiten der einzelnen charaktere bei dieser geschichte zum tragen kommen. die entstandenen texte werden anschließend in der schreibgruppe vorgetragen und in der feedbackrunde wird unter anderem rückgemeldet, wie gut die atmosphäre einer gruppenreise getroffen wurde.

sollte noch zeit für einen abschluss bestehen, dann sollte noch ein kurzer text über eine einsame reise eines menschen verfasst werden (gestern tauchte in einer doku zum beispiel ein einsamer wanderer in den gerölligen tadschikischen bergen auf). diese texte werden kurz vorgelesen.