Schlagwort-Archive: gute-nacht-geschichte

schreibidee (81)

die längste nacht des jahres ist schon vorüber, nun verkürzt sich die dunkelheit wieder. nach dem vorstress der feiertage herrscht eine zeit des ausruhens und erholens. ruhe bedeutet schlaf. und schlaf wird durch „gute-nacht-geschichten“ gefördert. deshalb dieses mal die idee, in der schreibgruppe „gute-nacht-geschichten“ zu verfassen.

meist werden geschichten zum einschlafen kindern erzählt. dies soll auch die erste schreibanregung für die schreibgruppe sein. alle teilnehmerInnen sollten sich daran erinnern, ob ihnen früher gute-nacht-geschichten erzählt wurden oder nicht. und wenn ja, an welche geschichten oder vorgelesenen bücher sie sich noch erinnern können. anschließend ist eine zweiseitige kurze geschichte für kinder selber zu schreiben. diese geschichte wird in der schreibgruppe vorgetragen. dabei liegt dieses mal das augenmerk nicht nur auf der geschichte, sondern auch auf den vortragsstil. ins feedback sollte einfließen, ob die schreibgruppenteilnehmerInnen das gefühl haben, dass der tonfall der vortragenden sie schläfrig machen würde.

doch nicht nur kinder schätzen es mit einer guten geschichte einzuschlafen. auch erwachsene, die zwar bücher selber lesen können, mögen es häufig, sich von jemand anderem vorlesen zu lassen und dabei in den  schlaf zu sinken. nun ist eine geschichte zu schreiben, die erwachsenen es erlaubt, nicht gelangweilt zu werden aber gleichzeitig schläfrig zu machen. für diese schreibanregung gibt es keine weiteren vorgaben. ob mit cluster oder anderen assoziationstechniken, es ist allen teilnehmerInnen überlassen, wie sie ihre schlafanregung formulieren.

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schreibidee (72)

je früher es dunkel wird, und zur zeit wird es schon wieder sehr früh dunkel, desto leichter lässt sich ein zustand simulieren, der eine andere interessante welt zu tage fördert. die nacht. die idee besteht darin, dass eine schreibgruppe die eingefahrenen zeitschemata verlässt und sich spät am tage zum schreiben von „nachttexten“ trifft. gerade großstädte, wie zum beispiel berlin bieten sich an, ein leben zu erkunden, dass tagsüber nicht existiert. zum beispiel eine fahrt mit einem nachtbus bietet in einer halben stunde so viele schreibanregungen zu den fahrgästen, wie sonst nicht. allein die mischung und unterschiedlichkeit der personen wird meist tagsüber nicht erreicht.

besonders interessant erscheinen auch die unterschiedlichen stimmungen, die bei menschen in der nacht hervorgerufen werden. es hat sicherlich etwas damit zu tun, dass man „privater“ sein darf und viele nicht den regeln des arbeitslebens unterworfen sind. so bietet sich als erstes eine exkursion mit der schreibgruppe an, um dann an den üblichen schreibort zurückzukehren und die gesammelten eindrücke zu papier zu bringen. findet eine schreibgruppe nicht in einer größeren stadt statt, kann alternativ ein nachtspaziergang in der natur unternommen werden. auch die landschaften zeigen in der dunkelheit ein sehr verändertes gesicht mit ungewohnten geräuschen.

sind die nachtgeschichten verfasst und wurden sie gegenseitig vorgetragen, ein feedback gegeben, werden viele teilnehmerInnen inzwischen eine gehörige bettschwere erreicht haben. zum abschluss können in der schreibgruppe von den teilnehmerInnen in einer halben stunde noch „gute-nacht-geschichten“ verfasst werden. diese werden zum abschluss noch vorgelesen, bevor die schreibgruppe auseinandergeht, um endlich zu schlafen 😐