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schreibidee (213)

unser körper ist nicht nur ein gut funktionierender kosmos, er muss auch viel verarbeiten. besonders die eindrücke von außen schlagen sich heutzutage in unserem körper nieder. stress ist der große begriff. um vor allen dingen den negativen stress abzuschütteln, gibt es heutzutage eine menge entspannungstechniken. ein teil der techniken arbeitet mit worten, mit der sprache, mit autosuggestion. darum dient diese schreibanregung dem verfassen von „entspannungstexten„.

doch was ist entspannung? die schreibgruppenteilnehmerInnen werden aufgefordert eine seite darüber zu schreiben, was sie entspannt. dies kann in stichworten geschehen, aber auch in einem zusammenhängenden text. anschließend werden in der schreibgruppe die möglichkeiten zur entspannung am flipchart oder an einer tafel zusammengetragen.

nun suchen sich alle teilnehmerInnen jeweils eine entspannungshilfe aus und beschreiben sie auf maximal zwei seiten ausführlich. was geschieht in diesen momenten, was entspannt daran so? wie muss vorgegangen werden, braucht man utensilien, um die entspannung herbeizuführen? die verschiedenen entspannungsarten werden in der schreibgruppe vorgetragen. sie können auch im anschluss an das schreibgruppentreffen zusammengeführt und zu einem kleinen entspannungsratgeber layoutet werden.

im anschluss wird geschaut, welche sprache und welche worte eine entspannende wirkung haben können. da gibt es beim autogenen training die „reise durch den körper“, da gibt es die fantasiereisen oder eben auch die beschreibung von „schönen“ und „harmonischen“ landschaften, die untermalt zum beispiel mit musik oder illustriert mit bildern, beruhigend wirken können. es gibt die idee, die anspannenden momente noch einmal ins gedächtnis zu rufen, eventuell aufzuschreiben, und dann zu beseitigen. entweder mental in den müll zu werfen, die notierten gedanken zu verbrennen oder ähnliches.

jedenfalls soll ein längerer entspannender text von den schreibgruppenteilnehmerInnen verfasst werden. ein text ohne große ereignisse, ohne spannungsbogen, ein text, der seine beruhigende wirkung im laufe der zeit entfaltet. die entstandenen texte werden anschließend in der schreibgruppe vorgetragen. dazu wird von der leitung ein ambiente geschaffen, das beruhigend und unaufgeregt wirkt. beim vortragen sollten sich alle teilnehmerInnen bemühen, eine ruhige und gelassen vortragsstimme zu entwickeln. im anschließenden feedback wird auch zurückgemeldet, wie entspannend die geschichte gewirkt hat. und sollten alle schreibgruppenteilnehmerInnen noch nicht eingeschlafen sein, könnte man überlegen, wie diese texte veröffenlicht werden können.

selbstbefragung (14) – harmonie

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich ab nun ein wenig unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „harmonie„.

  • wann hatten sie ihren letzten großen streit? warum?
  • können sie sich nach einem streit wieder versöhnen?
  • gehört zur versöhnung in ihrer partnerschaft, wenn sie in einer leben, immer sex und erotik? warum oder warum nicht?
  • was ist für sie harmonie? notieren sie stichworte?
  • sind sie harmoniesüchtig? was kann, auch wenn sie es nicht sind, süchtig daran machen?
  • versuchen sie, von vielen menschen gemocht zu werden? warum?
  • was tun sie dafür, damit harmonie entsteht?
  • welche farben harmonieren für sie am besten und wo finden sie diese farbkombination?
  • welcher mensch in ihrem leben harmoniert oder harmonierte mit ihnen am besten? nennen sie gründe.
  • können sie mit dishamonien in kunst und leben etwas anfangen? warum?

schreibidee (119)

frühlingsgefühle öffnen die herzen und lassen die hormone sprudeln wie sonst kaum. da schadet es auch nicht, dass man zu liebesromanen greift und mit den protagonistInnen leidet, weint und schluchzt. nach dem motto, „was andere schreiben können, kann ich auch“, wird als schreibanregung dieses mal die „schnulze“ gefördert.

einstieg in die schreibidee ist das sammeln von klassischen satzkonstruktionen, die immer wieder in schnulzen auftauchen. dazu kann man entweder der schreibgruppe so genannte groschenheftchen mitbringen, die dann durchgearbeitet werden. mehr spaß macht aber das eigene formulieren klassischer „schnulzensätze“. alle teilnehmerInnen sollen je zehn sätze formulieren wie zum beispiel „sie bebte leicht als er ihr aus versehen zart über den arm strich“. diese sätze werden anschließend gesammelt und entweder auf einem flipchart oder an einer tafel notiert. sie stehen nun allen teilnehmerInnen zur verfügung. außerdem wurden von den leiterInnen große emotionen auf kleine zettel geschrieben. alle teilnehmerInnen der schreibgruppe ziehen einen zettel, also eine emotion, die die basis ihrer geschichte darstellen soll. es kann sich dabei zum beispiel um „furcht“, „angst“, „liebe“, „sehnsucht“ oder andere handeln. aus den ganzen zutaten werden nun jeweils schnulzige texte verfasst.

anschließend werden die texte vorgelesen und von den anderen schreibgruppenteilnehmerInnen „schmalzpunkte“ vergeben, um am schluss festzustellen, welche geschichte am schmalzigsten ist. diese geschichte wird zur grundlage der nächsten schreibanregung. denn nun soll aus dem gewinnertext ein romantisches gedicht verfasst werden. dabei kann verdichtet werden, der inhalt aufgegriffen werden und ein neues gedicht verfasst werden oder ein satz aus dem text als überschrift gewählt werden. die gedichte werden zum abschluss vorgetragen, anschließend gibt es schmalzbrote oder frühlingsquark für alle teilnehmerInnen zu essen.