Schlagwort-Archive: haustier

schreibidee (274)

es gibt kaum einen vierbeinigen freund, der den menschen so beschäftigt, wie der hund (außer natürlich für manche die pferde, deren rücken irgendwie das glück der erde sind). aber auch bei pferden sind meist hunde ein zierendes beiwerk, wie bilder von jagdgesellschaften aus früheren zeiten zeigen. und die katze ist doch ein eher widerspenstiges wesen, wohingegen der hund regelmäßig zu lebenspartnerInnen- oder kinder-ersatz umfunktioniert wird. bei dieser großen bedeutung wird es zeit eine schreibanregung für „hunde-texte“ zu geben.

die haltung zu hunden ist zwiespältig, nicht wenige menschen fürchten sie, im gegensatz zu den hundenarren. und mancher hund wurde von ihren besitzerInnen in eine waffe verwandelt. darum soll zum einstieg, das persönliche verhältnis zum hund von den schreibgruppenteilnehmerInnen geklärt werden. alle schreiben einen zweiseitigen brief an einen hund mit der anrede „hallo hund, was ich dir immer schon einmal schreiben wollte …“. die briefe werden in der schreibgruppe vorgetragen.

im anschluss werden auszüge aus „die aufzeichnungen des pudels ali“ (autor wolfdietrich schnurre) von der schreibgruppenleitung vorgetragen und als kopie verteilt. nun sind alle teilnehmerInnen aufgefordert, die aufzeichnungen ein wenig fortzuführen. wie sieht die welt und das zusammenleben mit den menschen, aus der sicht eines hundes aus? manche hundebesitzer schwören ja darauf, dass ihr vierbeiner sie versteht. ist das wirklich so? auch diese texte werden anschließend in der gruppe vorgetragen und es gibt eine feedbackrunde, die raum für eine diskussion über das wesen der hunde gibt.

zum abschluss ist noch eine hundegeschichte zu schreiben. einzige vorgabe für diese geschichte ist es, dass ein hund der hauptprotagonist ist. wie das umgesetzt wird, bleibt den schreibgruppenteilnehmerInnen überlassen. der hund muss nicht positiv oder vermenschlicht dargestellt werden, er soll nur eine rolle spielen. die geschichten werden vorgelesen und es findet eine feedbackrunde statt.

nabelschau (45)

hundekekse selber backen. mal wieder am buchladen vorbeigekommen. es lohnt sich immer ein kurzer blick auf die grabbeltische, manchmal sind ganz interessante sachen dabei. außerdem könnte man für die einladung noch ein kleines schnäppchen finden, so zum mitbringen. ach schau, da die kochbücher. die werden heutzutage auch hochglanz-billig-verscherbelt. eine ganze ladeninsel voller preiswerter kochbücher. und mittendrin „hund-kekse selber backen“ mit ausstechförmchen.

die förmchen in possierlicher knochenform und verschiedenen knochengrößen. hier zeigt sich wieder, dass das haustier immer mehr zu einem echten familienmitglied wird. morgens noch den apfelkuchen gebacken und am nachmittag schon die hundekekse. den vierbeiner freut es. die backrezepte unterscheiden sich wahrscheinlich ein wenig. aber seitdem katzenfutter portioniert mit einem sträusschen petersilie serviert wird (laut werbung) und der kratzbaum das wohnzimmer vollständig ausfüllt, seitdem bekommen hunde eigene betten, kleine jäckchen um und inzwischen eben auch selbstgebackene kekse.

da ist es nur logisch, dass das backbuch unter den kochbüchern für unseren zweibeinigen freund, dem menschen, zu finden ist. demnächst dann „leberterrinen für kleine hunde“ oder „fischpastete für unseren haustiger“. ja, es gibt ja jetzt auch das gebissreinigende kauprodukt gegen zahnstein beim hund. früher bekam er einfach einen fetten knochen. neben den modedesigner-halsbändern für vier- und zweibeiner entsteht neben dem partnerInnen-look auch noch eine mahlzeiten-allianz.

irgendwann werden sich die tiere mit an den tisch setzen, an der konversation teilnehmen und eigene geburtstags- und weihnachtsfeiern bekommen sie sowieso schon ausgerichtet. wer in diesem moment an dekadenz denkt, sollte sich was schämen. es ist ja ein „haus“tier und lebensgefährte.

schreibidee (246)

berlin ist nicht nur die hauptstadt des landes, berlin ist auch die stadt der haustiere, vor allen dingen der hunde. in ländlicheren regionen würde man nicht unbedingt von haustieren sprechen, sondern von nutztieren, die gehalten werden, doch das sind feinheiten. darum werden nutztiere einfach dazugezählt, wenn es in dieser schreibanregung darum geht, „haustier-geschichten“ zu schreiben.

doch beim einstieg kann man nicht davon ausgehen, dass jeder mensch einmal mit einem haustier (nutztier) gelebt hat. darum werden die schreibgruppenteilnehmerInnen aufgefordert, falls sie nie ein haustier hatten, eines ihrer wahl zu erfinden. denn zu beginn sollen alle teilnehmerInnen auf jeweils einer seite maximal drei haustiere, die sie hatten oder erlebten in einem psychogramm beschreiben. was waren die eigenheiten des tieres (hier darf auch das eigene reitpferd oder der wellensittich der oma beachtung finden).

die kurzen haustier-psychogramme werden in der schreibgruppe vorgelesen. anschließend wählt man eines der tiere aus. es darf auch das tier anderer teilnehmerInnen sein. es soll eine geschichte geschrieben werden, die zwei vorgaben hat: zum einen spielt das tier die hauptrolle, zum anderen tauchen die gedanken des tiers in der geschichte auf. die geschichten werden anschließend in der schreibgruppe vorgetragen und beim feedback wird betrachtet, wie gut die „tierischen“ gedanken erfasst wurden.

anschließend sollte die menschliche seite der haustierhaltung beleuchtet werden. dieses mal wir eine geschichte aus sicht der haustierhalterInnen geschrieben. dazu gibt es auch eine vorgabe: die halterInnen müssen in ihr haustier (nutztier) vernarrt sein und es das verhalten des tieres vermenschlichen. auch diese geschichte wird anschließend in der schreibgruppe vorgetragen, um im feedback den fokus auf die darstellung der vermenschlichung zu legen.

zum abschluss können dann noch sehr versöhnliche texte geschrieben werden. denn nun geht es um kurze geschichten, wie ein haustier das leben eines menschen zum positiven verändert. zum beispiel wird durch das tier die einsamkeit überwunden, das herrchen wird gerettet oder das pferd baut zum autistischen kind eine beziehung auf. es gibt viele möglichkeiten für schöne erlebnisse mit tieren.
generell wäre zu überlegen, ob die schreibgruppenteilnehmerInnen ihre tiere nicht mitbringen können, wenn sie lust haben.

liste (31) – tiere

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um „tiere„.

meine fünf lieblingstiere:

die fünf tiere, die ich besonders ekelhaft finde:

tier-kosenamen mit denen ich meinen partner, meine partnerin ansprechen würde (z.b. regenwürmchen 😉 ):

das mag ich an tieren besonders:

meine fünf liebsten selbst erfundenen tiere:

selbstbefragung (89) – tiere

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „tiere„.

  • haben sie haustiere? warum?
  • was glauben sie, warum tierschutz einen so hohen stellenwert im gegensatz zu sozialer unterstützung von menschen hat?
  • wie stellen sie sich das „denken“ eines hundes vor? beschreiben sie.
  • was halten sie von tierversuchen? warum?
  • welche tiere flößen ihnen angst ein? zählen sie auf.
  • warum vermenschlichen wir tiere und machen den menschen tierisch?
  • welchem tier fühlen sie sich verwandt?
  • essen sie fleisch?
  • mit welchen tieren sind sie aufgewachsen?
  • wie würden sie ihr verhältnis zu tieren bezeichnen?

wortklauberei (30)

„zwei leben. eine liebe. sheba“

früher stürzte sich die werbebranche noch auf nackte tatsachen und erotische anspielungen, da sie dem motto „sex sells“ folgten. heute hat sich dies gewandelt, die gesellschaft kehrt zu den alten werten zurück. „liebe“ steht hoch im kurs, denn liebe hüllt einen in einen kokon aus zuversicht und vertrauen ein. und steht kein liebender mensch zur verfügung, dann muss eben das haustier herhalten. in der wortklauberei fand schon einmal die liebe zu hunden aus der „cesar“-werbung platz. auch sie argumentierte für das produkt mit liebe.

ein weiteres sehr beliebtes haustier sind katze oder kater. so verwundert es nicht, dass auch „sheba“ mit der großen liebe des lebens wirbt. „zwei leben. eine liebe.“ kann man nun auch missverstehen. denn katzen sind, wie allgemein bekannt sein dürfte, nicht ganz so unterwürfig wie der hund. sie bestimmen selbstständig wann sie zuwendung wollen und wann nicht. so kann der werbespruch eben auch bedeuten, da gibt es zwei wesen, aber die liebe ist einseitig, nämlich mensch liebt katze. katze ist da pragmatischer und holt sich ihr futter ab.

das wäre natürlich enttäuschend für den menschen. Weiterlesen