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wissenschaftliches schreiben und selbstreflexion

das wissenschaftliche schreiben bietet in den vorstellungen vieler erst einmal keinen anlass zur selbstreflexion. man hat ein vorgegebenes oder gewähltes thema, man hat seine untersuchungs- und forschungsergebnisse und man verfasst den dazu notwendigen text. doch viele schreibende geraten exakt in diesem moment des schreibens in einen strudel aus unsicherheit, zweifeln und aufschiebende verhaltensweisen.

gründe für dieses verhalten wurden hier schon öfter thematisiert und im zusammenhang mit dem thema „schreibberatung“ angesprochen. wichtig erscheint es mir, noch einmal gesondert auf die chancen selbstreflexiver schreibanregungen einzugehen. denn in dem moment, in dem das schreiben eines wissenschaftlichen textes nicht mehr so flüssig vonstatten geht, wie man sich das wünscht, in diesem moment werfen einen gedanken und gefühle gern auf eine selbstkritische struktur zurück.

erst einmal spricht nichts gegen eine selbstkritische haltung. doch sie kann so ausgeprägt zu tage treten, dass sie weiteres schreiben verhindert und erschwert. die menschen lassen in diesen momenten kein gute haar mehr an sich. sie entwickeln eine gedankenschleife, die oft in den resümee enden, dass man alles noch besser machen könne und damit das eigene versagen schon vorprogrammiert wäre. dies ist auch eine form der selbstreflexion, die aber teile der realität aus den augen verloren hat.

ja, man kann jeden text, jede wissenschaftliche arbeit noch besser machen. aber gleichzeitig kommt man nicht drumherum festzustellen, dass die zeit für die erstellung der texte beschränkt ist und dass man sich auf sein arbeitsaufgabe beschränken muss. das gefühl der unzulänglichkeit bei der erfüllung einer wissenschaftlichen aufgabe, lässt sich durch selbstreflexive schreibanregungen teilweise wieder Weiterlesen

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