Schlagwort-Archive: ideen

schreibpädagogik und zufall

wer schon öfter schreibgruppen geleitet hat, weiß, wie unterschiedlich die gruppen sein können. alle teilnehmerInnen ergeben ein neues ganzes, das mit keiner anderen gruppe vergleichbar ist. darum unterliegen auch die ergebnisse von schreibgruppen von anfang an dem zufall. denn die konstellation einer gruppe hat immer auswirkungen auf das geschriebene. noch auffälliger wird dies bei schriftlichen arbeiten zu mehreren. man kann wenige verallgemeinerungen darüber anstellen, wie schreibgruppen im allgemeinen verlaufen.

man sollte als schreibgruppenleitung immer für die zufälle offen sein. denn wenn die gruppen so unterschiedlich sind, dann sind auch die vorschläge und ideen aus der gruppe heraus, was man mal machen könnte, sehr unterschiedlich. Klammert man sich als leitung in diesen momenten an sein konzept entgehen einem selber eine menge ideen und anregungen, die man wieder in anderen zusammenhängen aufgreifen kann. schafft man es aber, die zufälligen entwicklungen und ideen in die schreibgruppe zu integrieren, wird man jedesmal eine lebhafte gruppe erleben, die garantiert ebenso vielfältige und lebhafte texte verfasst.

eigentliche ist eine schreibgruppenleitung nichts anderes als eine große klammer um ein bündel zufälle. man kann sich noch so gut auf die schreibgruppentreffen vorbereiten, versuchen Weiterlesen

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schnickschnack (118) – tagebücher von keith haring

manchmal gibt es richtig schöne, spannende projekte im netz. man findet sie wirklich nur dadurch, dass man entweder durch zufall darauf stösst, die anderen auf einen selber zufällig stossen oder man es an einem anderen ort gelesen hat. dieses mal habe ich den hinweis in der zeitschrift „art“ gefunden.

in new york (brooklyn) gibt es zur zeit eine ausstellung zu den frühen jahren von keith haring. und parallel dazu werden frühe tagbücher / journale von keith haring veröffentlicht. jeden tag eine seite aus den notizen. sie sind lesbar und zeigen zumindest einen prozess der selbstannäherung und ideenfindung. da die ausstellung nun seit gut einem monat geöffnet hat und bis anfang juli läuft, werden noch etliche seltenheiten im netz zu finden sein.

wenn man sich die seiten durchliest, dann zeigt sich, dass kreativität und kunst schwer von selbstreflexion zu trennen sind. und dass die sammlung von spontanen gedanken und ideen nur schriftlich funktioniert. der gedanke, man könne alles im kopf behalten, ist ein trugschluss. keith haring schreibt am anfang seines tagebuchs, das er mit 20 jahren führte, er habe die jahre vorher zu viele ideen und eindrücke vergessen, die grundlage von weiterführendem waren oder sein könnten. darum werde er beginnen, die eindrücke möglichst schnell zu notieren.

eine feine sache ist es, dass diese gedanken nicht verloren sind, sondern zumindest auschnitthaft allen zugänglich gemacht werden. nach dem motto „lernen von den alten“ – obwohl „alt“ im zusammenhang mit keith haring natürlich der falsche ausdruck ist, bieten persönliche niederschriften oder lebensgeschichten doch viele anregungen und momente, die zur eigenen weiterentwicklung beitragen können. und wer es bis dahin noch nicht gemacht hat, fängt nach der lektüre vielleicht auch an, ein eigenes tage- und ideenbuch zu führen.

zu finden sind die seiten unter http://keithharing.tumblr.com/ .

schreibidee (271)

wissenschaft dient nicht nur der aufschlüsselung unserer umwelt, sie dient auch der erfindung von ganz neuen gegenständen oder techniken. und erfinden benötigt wie das schreiben eine kreative haltung, bei der dinge oder gedanken kombiniert werden, die bis dahin noch nie kombiniert wurden. wenn man sich von großen erfindern die aufzeichnungen ansieht, dann geht es nie ausschließlich um logik, dann geht es auch auch um spielerei. also eine spielerische schreibanregung für „erfindergeschichten„.

als einstieg ein spiel für die schreibgruppenteilnehmerInnen: alle schreiben jeweils auf einen zettel fünf gegenstände oder geräte, die ihnen gerade in den sinn kommen. die zettel werden eingesammelt und gemischt. dann ziehen alle teilnehmerInnen zwei mal zwei zettel. dabei kombinieren sie jeweils zwei zettel miteinander. diese beiden zettel sind die neue erfindung, die sie gemacht haben. auf maximal zwei seiten sollte die erfindung beschrieben werden. welchen zweck erfüllt sie? für wen ist sie geeignet und welches bedürfnis kann mit der erfindung befriedigt werden. die beschreibungen werden in der gruppe vorgetragen.

nun werden noch einmal zwei zettel gezogen. die kombination dieser beiden zettel ist auch eine erfindung. doch dieses mal liegt der schwerpunkt nicht auf der beschreibung der erfindung, sondern auf der geschichte, die dahintersteckt. das bedeutet, wie wurde der neue gegenstand erfunden? was geschah? dazu soll eine etwas längere geschichte geschrieben werden. mit welchen gegenständen oder ideen wurde gespielt, damit die erfindung am schluss herauskam? die geschichten werden in der schreibgruppe vorgetragen und es gibt eine kurze feedbackrunde.

im nächsten schritt werden von allen schreibgruppenteilnehmerInnen die letzten zwei mal zwei zettel gezogen. dazu wird nun eine lebensgeschichte „gebaut“. ein erfinder wird erfunden. dazu kann vorbereitend eine kleine charakterbeschreibung der erfinderInnen notiert werden. anschließend wird eine längere geschichte um die erfinderInnen geschrieben, in der auch die letzten beiden gegenstände erfunden werden. wie kam es zu dem erleuchtenden schritt? mit was wurde gespielt? die geschichten werden in der schreibgruppe vorgelesen und es gibt eine ausführliche feedbackrunde.

zum abschluss wählt die schreibgruppe die beste erfindung des treffens. welcher neue gegenstand ist aus der sicht der gruppe der interessanteste und sollte weiter verfolgt werden. wenn noch zeit ist, dann könnte man noch eine spielerische patentanmeldung formulieren.

schreibidee (206)

kaum hat man einmal angefangen, aufmerksamer auf der suche nach kleinen begebenheiten und geschichten durch die welt zu laufen, fällt einem auch immer mehr auf. man notiert auf kleine zettelchen, in kladden oder auf blöcke. dazwischen schieben sich diverse schreibideen und all dies liegt auf halde. denn man kann gar nicht so viel schreiben, wie man möchte. irgendwann sammeln sich diese notizen wie fallobst in allen winkeln der wohnung an. zeit eine schreibanregung für „fallobst-geschichten“ zu geben.

vor dem treffen der schreibgruppe werden die teilnehmerInnen aufgefordert, all ihre übrig gebliebenen ideen, die sie auch anderen zur verfügung stellen wollen, mitzubringen. als einstieg werden alle aufgefordert den sitznachbarInnen links von ihnen, eine schreibanregung zu überreichen, die sie extra für sie ausgewählt haben. wie die anregung (eben eine begebenheit oder eine schreibidee) dann umgesetzt wird, bleibt den teilnehmerInnen überlassen. sind die texte fertiggestellt, werden sie in der schreibgruppe vorgetragen. beim feedback dürfen die ideenlieferantInnen eine rückmeldung geben, ob sie sich die umsetzung ihrer anregung so vorgestellt haben.

in der zweiten runde werden alle (oder zumindest ein großteil) der mitgebrachten ideen und anregungen auf dem flipchart gesammelt und allen zur verfügung gestellt. alle schreibgruppenteilnehmerInnen können sich die anregung auswählen, die ihnen am besten gefällt, und verfassen dazu eine geschichte. die fallobst-geschichten werden anschließend, nach einer längeren bearbeitungzeit vorgetragen und es findet eine feedbackrunde statt.

am schluss des schreibgruppentreffens sollte überlegt werden, ob man die schreibanregungen aller teilnehmerInnen nicht in einer liste sammelt, notiert, und beim nächsten treffen verteilt. so haben alle einen großen pool an schreibideen, den sie für sich nutzen können, wenn sie lust dazu haben. es kann natürlich auch sein, dass sich ihre fallobst-menge danach einfach nur erhöht hat. aber, man kann ja immer darauf zurückgreifen, wenn einem mal nichts einfällt, worüber man schreiben könnte.

schreibpädagogik und gehirnakrobatik

was möchte schreibpädagogik erreichen? salopp formuliert, dass menschen einen unverkrampfteren und kreativen zugang zum schreiben finden. dass menschen sich locker auf den schreibprozess einlassen. dafür werden techniken vorgestellt, werden feedbacks auf geschriebenes gegeben und wird versucht, die angst vor dem weißen blatt oder bildschirm zu nehmen.

eine der folgen der schreibpädagogik ist ein immer wacher geist. der blickwinkel verändert, ja, er erweitert sich. die menschen laufen mit offeneren augen durch ihre umgebung und schnappen anregungen, erlebnisse oder formulierungen auf, die sie oft schon beim aufschnappen in textform, in ein exposé bringen. „lässt sich mit dem erlebten etwas anfangen?“, ist der nicht sehr bewusste gedanke, der im hintergrund abläuft. es liegt wahrscheinlich am training des schreibens, der den kopf immer öfter akrobatiken vollführen lässt.

man kann sich das ein wenig wie im sport oder beim fahrradfahren vorstellen. erst übt und trainiert man viel. man schaut genauer auf die abläufe, sucht nach anregungen, beginnt, seiner fantasie leichter freien lauf zu lassen. nach einer längeren trainingsphase verselbstständigen sich die wahrnehmungsprozesse und verarbeitungen im gehirn. irgendwann ist man an dem punkt, dass man einmal fahrradfahren gelernt hat und es nie wieder verlernt.

so ähnlich kann man sich das mit der wirkung der schreibpädagogik für das eigene schreiben vorstellen. einmal gelernt, verlernt man das „andere“ schreiben eigentlich nicht mehr. gut, einzig schreibblockaden können einen stoppen. diese form der blockade taucht beim radfahren doch eher selten auf, dafür kann man einen platten bekommen.
faszinierend ist jedenfalls, wie das gehirn im hintergrund fleissig seine tätigkeit aufnimmt. Weiterlesen

200 schreibideen aus diesem blog

das ist vielleicht ein fitzelkram, diese ganzen schreibideen zusammenzusammeln und zu verlinken, dann noch die stichwörter einfügen. aber es ist geschafft. tatatahhh. 200 schreibideen aus diesem blog in einer großen, seitenfüllenden übersicht (und auch noch verlinkt).

die schreibideen sind so konzipiert, dass sie sich auf schreibgruppen anwenden lassen. meist wird sich dem thema durch verschiedene assoziationsübungen oder vorbereitende arbeiten angenähert, damit dann im laufe des gruppentreffens längere texte entstehen können. zum lesen mag dies manchmal ein wenig trist scheinen, ich habe aber versucht, den ablauf eines schreibgruppentreffens zu beschreiben. dass dann sowieso alles anders läuft als man vorhatte, davon gehe ich aus.

die schreibideen sollen nur anregungen sein, vielleicht werden sie dann ja auch umgesetzt. und natürlich kann man die ideen auch ganz allein für sich im kämmerlein umsetzen. nun viel spaß beim ideen-durchschauen-und-vielleicht-kopieren. eine erwähnung des schreibschrift-blogs bei der anwendung der ideen wäre nett 🙂

schreibidee 01: reportagefotos zu geschichten

schreibidee 02: zeit

schreibidee 03: geschlechterrollen

schreibidee 04: biografiespiel

schreibidee 05: frühling und blumen

schreibidee 06: kochrezepte

schreibidee 07: stoff

schreibidee 08: absurdes pamphlet

schreibidee 09: raum der fünf sinne

schreibidee 10: farben

schreibidee 11: tiere schreiben

schreibidee 12: kurzgeschichte zu gedicht

schreibidee 13: musikstücke

schreibidee 14: menschen an orten

schreibidee 15: psychopathologische störungen

schreibidee 16: internet – 10-klick-geschichten

schreibidee 17: jahre und wikipedia

schreibidee 18: irres aus der zeitung

schreibidee 19: intensive gefühle

schreibidee 20: baum

schreibidee 21: kreuzworträtsel

schreibidee 22: geschmacksproben

schreibidee 23: lieblingsbuch

schreibidee 24: träume

schreibidee 25: schreibrallye

schreibidee 26: angstgeschichten

schreibidee 27: sex und erotik

schreibidee 28: der körper

schreibidee 29: zeitrhythmen

schreibidee 30: filmplot

schreibidee 31: politischer kommentar

schreibidee 32: handy-gespräche

schreibidee 33: drogen

schreibidee 34: (fantasie-)reisetagebuch

schreibidee 35: möbelstück

schreibidee 36: überraschungspaket

schreibidee 37: in einem monat eine gemeinsame geschichte

schreibidee 38: minimaldialoge und comics

schreibidee 39: ordinäre sprache

schreibidee 40: naturbeobachtung

schreibidee 41: persönliches wetter

schreibidee 42: hobby

schreibidee 43: lobeshymne

schreibidee 44: katastrophen

schreibidee 45: sprichwörter

schreibidee 46: „ich habe einen traum…“

schreibidee 47: buchtitel

schreibidee 48: kleidungsstück

schreibidee 49: farbige wochentage

schreibidee 50: jubiläum und jubel

schreibidee 51: in taschen

schreibidee 52: gemeinsam ein theaterstück verfassen

schreibidee 53: alltagsgeschichten

schreibidee 54: materialien und eigenschaftszuschreibungen

schreibidee 55: postkartenroman

schreibidee 56: b-geschichte oder b-text

schreibidee 57: stürmische texte

schreibidee 58: stadttexte

schreibidee 59: eine-seite-an-einem-tag-text

schreibidee 60: kombination aus aphorismus und akrostichon

schreibidee 61: utopie aus einem verbot entwickeln

schreibidee 62: wahl der einfachen worte

schreibidee 63: gesellschaft ohne geld

schreibidee 64: über und mit gemüse

schreibidee 65: depressives schreiben

schreibidee 66: kleidung und kontrolliertes deuten

schreibidee 67: rätseltexte

schreibidee 68: plätzchentexte

schreibidee 69: fahrplangeschichte

schreibidee 70: all-geschichten

schreibidee 71: altpapierblues

schreibidee 72: nachttexte

schreibidee 73: wellness-texte

schreibidee 74: glückstexte

schreibidee 75: unsinnpoesie

schreibidee 76: unterkühlte geschichten

schreibidee 77: haushaltstexte

schreibidee 78: bonsai-texte

schreibidee 79: gute-vorsätze-geschichten

schreibidee 80: horoskope

schreibidee 81: gute-nacht-geschichten

schreibidee 82: briefe, die nie abgesendet werden

schreibidee 83: mausefallen-texte

schreibidee 84: geschichten des lichts

schreibidee 85: schockfrost-texte

schreibidee 86: schneckentempotexte

schreibidee 87: akustisches kraulen

schreibidee 88: schimpf-und-schande-text

schreibidee 89: luftnummern

schreibidee 90: überschriften-lotto

schreibidee 91: traurige geschichten

schreibidee 92: gewürzgeschichten

schreibidee 93: vor-20-jahren-geschichten

schreibidee 94: frisch möbliert

schreibidee 95: sanduhr-geschichten

schreibidee 96: todesgeschichten und texte zum tod

schreibidee 97: närrischer text

schreibidee 98: geheimbotschaften

schreibidee 99: neuner-geschichten

schreibidee 100: sinnfreie geschichten

schreibidee 101: pflanzensamentexte

schreibidee 102: geschichten des vortastens

schreibidee 103: leben-im-detail-texte

schreibidee 104: verbales boxen

schreibidee 105: aufpolstern

schreibidee 106: in flammen aufgehen

schreibidee 107: textknospen

schreibidee 108: kommentar-orgie

schreibidee 109: geile geschichten

schreibidee 110: texte vom waldspaziergang

schreibidee 111: haarige geschichten

schreibidee 112: flugtexte

schreibidee 113: glückspillen-geschichten

schreibidee 114: labyrinth-geschichten

schreibidee 115: lochertexte

schreibidee 116: würfelgeschichten

schreibidee 117: hund-katze-maus-geschichten

schreibidee 118: ratgeber-texte

schreibidee 119: schnulze

schreibidee 120: personengeschichten

schreibidee 121: jahresring-geschichten

schreibidee 122: paralyse-texte

schreibidee 123: herzgeschichten

schreibidee 124: geschichten an orten der leidenschaft

schreibidee 125: lust-geschichten

schreibidee 126: eskalationsgeschichten

schreibidee 127: kassenbon-geschichten

schreibidee 128: ländergeschichten

schreibidee 129: leidens- und elendsgeschichten

schreibidee 130: entschuldigungstexte

schreibidee 131: weltformel-geschichten

schreibidee 132: geschichten der stille

schreibidee 133: geschichten der armut

schreibidee 134: bildbesprechungen

schreibidee 135: einsame-insel-oder-sintflut-geschichten

schreibidee 136: geschichten der erschöpfung

schreibidee 137: geschichtenvergleiche

schreibidee 138: freischwimmer-texte

schreibidee 139: geschichtenanfänge

schreibidee 140: moderne märchen

schreibidee 141: geschichten des alterns

schreibidee 142: begegnungsgeschichten

schreibidee 143: beziehungsstreit-geschichten

schreibidee 144: grußkartentexte

schreibidee 145: badezimmer-geschichten

schreibidee 146: tiergeschichten

schreibidee 147: ausdauersport-texte

schreibidee 148: albtraumgeschichten

schreibidee 149: wassergeschichten

schreibidee 150: fantasieblüten-texte

schreibidee 151: zaubergetränkeautomat-geschichten

schreibidee 152: tauwetter-texte

schreibidee 153: kater-geschichten (ernüchternde)

schreibidee 154: blackout-texte

schreibidee 155: zu-langsam-für-diese-welt-geschichten

schreibidee 156: zu-schnell-für-diese-welt-geschichten

schreibidee 157: faltpapier-geschichte

schreibidee 158: bilder-folge-texte

schreibidee 159: schrumpf-geschichten

schreibidee 160: beleidigungs- und beleidigt-texte

schreibidee 161: zitatenschatz-texte

schreibidee 162: was-geschah-vorher-geschichten

schreibidee 163: körperteil-verlust-texte

schreibidee 164: körperteil-plus-texte

schreibidee 165: aufwärtsbewegung (frühling)

schreibidee 166: aufbau-geschichten

schreibidee 167: aufgesaugte geschichten

schreibidee 168: aufbruch-geschichten

schreibidee 169: auflauf-geschichten

schreibidee 170: aufstand-geschichten

schreibidee 171: aufsicht-geschichten

schreibidee 172: mein jahrzehnt

schreibidee 173: mutter- und vatergeschichten

schreibidee 174: menschen, die mich veränderten

schreibidee 175: lebenstraum-geschichten

schreibidee 176: kindheitsgeschichten

schreibidee 177: beschwerdebrief

schreibidee 178: intuitive texte

schreibidee 179: listen-geschichte

schreibidee 180: texte der normierung

schreibidee 181: selbstbefreiung und verantwortungslosigkeit

schreibidee 182: geschichten zum monobloc-stuhl

schreibidee 183: abschiedstexte

schreibidee 184: geschichten zu ebay

schreibidee 185: texte um ein wort

schreibidee 186: unterscheidungstexte

schreibidee 187: 50-100-200-zeichen-geschichten

schreibidee 188: dunkle texte

schreibidee 189: winternacht-geschichten

schreibidee 190: soap-texte

schreibidee 191: bunte texte

schreibidee 192: grüne geschichten

schreibidee 193: gelbe texte

schreibidee 194: blaue geschichten

schreibidee 195: schwarze texte

schreibidee 196: graue geschichten

schreibidee 197: schmutzige texte

schreibidee 198: patriarchale pamphlete

schreibidee 199: feministische finten

schreibidee 200: trotztexte und ich-bin-wie-ich-bin-geschichten

schreibpädagogik und ideenpool

ich habe mir hier viele gedanken über die möglichkeiten der schreibpädagogik, ihre schwierigkeiten und auch ihre umsetzung gemacht. bis jetzt habe ich aber kaum einen blick darauf geworfen, was denn der reiz der schreibpädagogInnen ist, diesen beruf, diese tätigkeit auszuüben. nun, man kann freude empfinden, anderen etwas beizubringen. das ist etwas, was man mit allen pädagogInnen teilt. doch wo liegt der besondere anteil des schreibens?

die schreibpädagogik hat den vorteil, zum einen in deutschland eine recht junge disziplin zu sein. das ermöglicht es, immer wieder neues terrain zu betreten, neue konzepte zu entwerfen und auszuprobieren.
zum anderen spielt eben das schreiben, das kreative, das biografische, das wissenschaftliche schreiben eine große rolle. dies bedeutet, dass man sich in einem mehr oder weniger kreativen feld bewegt. und in diesem zusammenhang kann man ständig neue ideen entwickeln, also kreativ sein in der schaffung von schreibanregungen.

diese form der kreativität kommt dem schreiben selber schon sehr nahe. und jede idee will, bevor sie als anregung weitergegeben wird, selbst ausprobiert sein. man regt sich also nicht nur zur schaffung eines ideenpools an, sondern auch zum eigenen schreiben. wenn man dann auch noch im anschluss die ideen zum beispiel in schreibgruppen oder fortbildungen anwendet, dann kann man selber abermals mitschreiben. immer wieder entstehen neue texte, neue umsetzungen und dadurch meist weitere ideen.

schreibpädagogInnen werden mit großer wahrscheinlichkeit die lehrmittel nie ausgehen. nein, sie schaffen in einem kreativen experimentierfeld stück für stück einen ideenpool, der im laufe der zeit weiter anwächst. natürlich muss eine bewährte anleitung einer schreibgruppe nicht dauernd verändert werden, aber einzelne ideen können, auch je nach gruppenstimmung, ausgetauscht werden. somit schaffen sich schreibpädagogInnen durch einen angelegten ideenpool einen großen freiraum in der umsetzung von schreibanregungen.

einzig die katalogisierung all der hervorsprudelnden ideen könnte im laufe der jahre zum problem werden. Weiterlesen

zwei jahre schreibschrift-blog – woche des jubiläums


jetzt darf ich mich also seit zwei jahren blogger nennen. hätte nie gedacht, das mir diese tätigkeit so sinnvoll erscheint, denn ich bin sehr skeptisch an das ganze vorhaben gegangen. wird ein blog zum thema „internet und schreibpädagogik“ überhaupt gelesen? bekommt man auf das geschriebene reaktionen? fällt einem genug ein?

alle fragen kann ich mit einem klaren „ja!“ beantworten. es zeigt sich, dass interesse an den themen schreibpädagogik, kreatives schreiben, biografisches schreiben, selbst an den kleinen nebenauswüchsen wie wortklaubereien oder selbstbefragungen besteht. der „schreibschrift“-blog wurde in den letzten zwei jahren exakt 59 000 mal besucht. ich habe ungefähr 1300 posts in den blog gestellt, es wird kommentiert, diskutiert und es werden interessante hinweise zum geschriebenen gegeben. das lob überwiegt, auch nicht ganz unwichtig, wenn man sich mit seinen gedanken an die öffentlichkeit wendet, und es wird verlinkt. was will man mehr?

leidiges thema: es dürfte mehr interesse an der veröffentlichung eigener texte zu schreibaufgaben bestehen. da ist die hemmschwelle wohl doch zu groß. es zeigt sich, über diesen weg, veröffentlicht man nicht. gleichzeitig werden die schreibaufgaben fleissig aus dem blog kopiert, das kann man auch sehen, wenn an einem tag all die über 150 schreibideen aufgerufen werden. das ist in ordnung so, auch dafür ist der blog da. schön, wenn er dann auch als quelle angegeben wird.

so rufe ich nun für die nächsten anderthalb wochen die „woche des jubiläums“ aus. und dieses mal gibt es nicht viel neues, sondern ich werde die beliebtesten artikel einfach noch einmal aktualisiert oder kommentiert „nach vorne holen“, also aktuell im blog aufrufen. es gibt da ein paar favoriten, die gern aufgefrischt werden können. na ja, und dann wünsche ich mir weiter eine so rege leserInnenschaft, an ideen soll es nicht mangeln. danke für die aufmerksamkeit.

schreibpädagogik und mut zur fantasie

ob herr der ringe, harry potter oder grimms märchen, all diese geschichten strotzen vor fantasie. da können dinge sprechen, die es bis dahin nicht konnten, da haben gegenstände energien, verursachen wirkungen und folgen, die einem nicht in den sinn kämen und da tauchen wesen auf, die irgendwo eine winzige menschliche komponente haben, aber doch andere wesen sind. würde man einzelne aspekte dieser geschichten herausgreifen und in den alltag einbringen, würden einen die anderen für verrückt erklären: „mein kater hat heute mit mir gesprochen“ (der gestiefelte kater). „ich habe ein bonbon gegessen, dass eiterpickel in meinem gesicht entstehen ließ“ (ein produkt der wesleys).

doch beim mut zu fantasie geht es genau darum. gegen alle widerstände der vernunft und des anstandes etwas denken, das eigentlich nicht gedacht werden sollte. sich gedanklich in welten begeben, die unglaubwürdig sind. bekannt ist zum beispiel das schlaraffenland, das auf der vorstellung der erfüllung beinahe aller wünsche basiert. grundlage ist wahrscheinlich das paradies. und der mensch glaubt immer noch, dass er daraus verstoßen wurde. so hat er sich zu disziplinieren, auch gedanklich, um irgendwann wieder den zutritt zum paradies zu erlangen.

doch das paradies, zumindest in der vorstellung, existiert weiter im menschen. also muss man nur worte für das paradies finden, wesen, die einem schon immer begegnen sollten benennen und vielleicht eine spannende begebenheit neben der wunscherfüllung platzieren. man kann das. die gefahr besteht eigentlich nur darin, dass man das fantasierte mit der realität verwechselt und dann irgendwann wieder auf den harten boden der tatsachen knallt. gedankenflüchtlinge, tagträumerInnen, fantasten sind die bezeichnungen der welt für menschen, die sich in ihrem mut zur fantasie nicht beirren lassen.

die schreibpädagogik bietet eine grundlage, die eigene fantasie wieder aufblühen zu lassen. Weiterlesen

schreibpädagogik und assoziationstechniken

häufig äußern menschen, die bisher selten zum stift gegriffen und eigene geschichten niedergeschrieben haben, dass sie gar nicht wissen worüber sie schreiben sollen. die einfachste variante besteht darin, darüber zu schreiben, was man im laufe des tages erlebt hat. doch manchmal erscheint einem der eigene alltag in der rückschau doch eher durchschnittlich und nicht würdig anderen mitgeteilt zu werden. also sucht man nach weiteren anhaltspunkten.

sollte für einen selber nicht gerade ein wort oder begriff wie „blutwurst“ oder „städtebau“ im raum stehen, den man aufgreifen möchte und zu dem einem eine geschichte einfällt, benötigt es anderer hilfsmittel, um zu einer schreibidee zu gelangen. die schreibpädagogik bündelt eine menge assoziationsmöglichkeiten und -techniken, die die ideenfindung vorantreiben können.

nehmen wir nur einen ganz einfachen begriff, wie zum beispiel „haus“. probieren sie mal in einer gruppe oder für sich selber zu verschiedenen zeiten, zehn worte zu notieren, die ihnen zu dem begriff einfallen. schnell fällt auf, dass es einen unendlichen pool an assoziationen gibt, der in jedem menschen schlummert. und es zeigt sich, dass der pool bei jedem menschen, zu jeder uhrzeit und in jeder stimmung ein anderer ist. selten gleichen sich die assoziationen von zwei menschen. so kann einem zu „haus“ zum beispiel „heizung“, „dach“, „schnecke“, aber auch „explosion“, „blockwart“ oder „lotterie“ einfallen.

die schreibpädagogik macht sich diese vielfalt der gedankenverknüpfungen zu nutze, Weiterlesen

kreatives schreiben und entspannungsmethoden

wie entstehen ideen? wie entstehen schreibideen? schwer zu sagen, wahrscheinlich eine mischung aus assoziationen, zufällen, beobachtungen und erlebnissen, dann noch träume, neuronale verschaltungen und dergleichen mehr. die „produktion“ von schreibideen lässt sich durch formen der entspannung zusätzlich anregen.

entweder werden diese entspannungsübungen in die anleitung einer schreibgruppe eingebaut oder man selber hat sich eine entspannungsmethode angeeignet und setzt sie ein. dies kann in verschiedenen formen geschehen. zum einen setzt man die entspannung ein, um die gedanken im anschluss frei fließen zu lassen ohne zu viele gedanken an geschehnisse aus dem alltag zu verschwenden. oder man setzt die entspannung ein, um seine gedanken auf einen aspekt zu fokussieren.

so wie beim freewriting oder beim fokussierten freewriting der versuch unternommen wird, die assoziationen und gedanken nicht zu unterbrechen, sie nicht zu sehr zu lenken, sondern einen fluss beim schreiben entstehen zu lassen, so ähnlich kann man entspannungsübungen zur unterstützung einschalten. da bietet zum beispiel das autogene training oder auch tai-chi unterstützung, den kopf frei zu bekommen. ebenso wie sport diesen effekt haben kann. aber auch yoga, teilweise dem sport recht nahe ist ein solches mittel.

oder man fokussiert seine gedanken verstärkt auf eine sache. dies kommt dann der meditation nahe. hierfür gibt es viele varianten, sich in einen meditativen zustand zu versetzen. bei allen methoden ist nicht damit zu rechnen, dass sie bessere, geniale texte hervorrufen. sie dienen einzig dazu, neue ideen zu haben, von einer anderen richtung auf die entstehung eines textes zuzusteuern. sollte also einmal das gefühl vorherrschen, dass einem nichts einfalle, lege man eine kurze entspannung dazwischen, und es wird einem schon etwas einfallen. außerdem kann man im entspannten zustand den weg ins schreiben erleichtern.

kreatives schreiben und ideenpool

menschen, die in regelmäßigen abständen techniken des kreativen schreiben anwenden, produzieren in der folge beständig kleinere und größere texte. nach feedbacks oder diskussionen mit anderen über die eigenen texte, wäre es eigentlich an der zeit, die eigenen texte zu überarbeiten. meist bleiben diese aber liegen, da schon wieder andere produziert werden. so entsteht für manche teilnehmerInnen an schreibgruppen oder fortbildungen das gefühl, sich nie ausgiebig genug einem text zu widmen.

dieses gefühl kann umgangen werden, wenn man für sich eine technik findet, die es ermöglicht, einen ideenpool zu schaffen. das bedeutet, man sammelt seine entstandenen texte in einer form, die einem das wiederfinden erleichtert. es sollte möglich sein, eine volltextsuche durchzuführen oder feste kategorien einführen zu können, unter denen die texte gesammelt werden. computer erleichtern diese vorgehensweise enorm. denn viele datenbankprogramme erleichtern es, einen ideenpool anzulegen.

die vorarbeiten und geschriebenen texte können dann, wenn der bedarf besteht, zu einer bestimmten thematik etwas zu verfassen oder zu veröffentlichen, leicht gefunden werden. nun besteht auch die möglichkeit alles weiter zu bearbeiten oder zum beispiel miteinander zu verbinden.

ebenso können charaktere, metaphern, gedichte, schreibspiele oder schreibanregungen gesammelt werden. dieser blog hier ist nichts anderes als ein ideenpool. ich habe für mich aber noch eine andere datenbank-software gefunden, die es mir ermöglicht, auch stichworte oder konkrete schreibaufgaben zu formulieren, ohne sie gleich verwenden zu müssen. dies ist nichts anderes, als ein ideenbüchlein mit sich herumzutragen und spontane einfälle zu notieren. großer vorteil des virtuellen ideenpools ist, dass die suche leichter fällt. ansonsten ist es auszuhalten, dass man meist mehr ideen hat, als sich umsetzen lässt. zur richtigen zeit wird schon die richtige idee anwendung finden.

web 2.0 und das gehirn

die neurophysiologie und gehirnforschung setzen teilweise die geschwindigkeit des hirns in zusammenhang mit einer ständig vorherrschenden grundaktivität, einem „rauschen“, das tag und nacht stattfindet. wir können zum beispiel nicht aufhören zu denken, auch nicht im schlaf (siehe träume) oder bei meditationen. auch dann denke ich, dass ich nichts denke. bei entspannungsübungen wird das denken sicherlich fokussiert auf einen einzelnen gedanken, das rauschen also ein wenig reduziert, aber die gehirnaktivität endet nicht. wie hier schon erwähnt, besitzt der mensch vor allen dingen die fähigkeit, zu selektieren und nicht jedem gedanken zu folgen. viele denkprozesse verlaufen unbewusst, so denke ich nicht jedesmal bewusst darüber nach, dass ich beim gehen den rechten fuss jetzt anheben muss. doch der prozess an sich findet statt, da ich in diesem moment auch stehenbleiben könnte. ich treffe also eine entscheidung.

wozu dieser lange vorlauf? es erscheint mir immer einleuchtender, dass das web 2.0, da von menschen geschaffen, formen eines ausgelagerten gehirns annimmt. es gibt ein beständiges „rauschen“ im netz, es werden gedanken, texte und bilder produziert, die nicht wahrgenommen werden. für beständige abläufe werden netzwerke gegründet, die einen gedanken, eine idee oder eine handlung fokussieren. plötzlich können informationen, die lang verschüttet waren, wieder aufgerufen werden und von interesse sein. fängt jemand damit einmal an, folgen etliche andere. und doch bündeln sich interessen, selektieren, unterstützt von den suchmaschinen. der mensch fasst dies gern in ein ranking, sortiert also vorrangige gedanken gegenüber nebensächlichen aus. was nicht bedeutet, dass dies immer die sinnvollen und vernünftigen gedanken sind. aber auch dies ist im realen leben nicht unbedingt der fall. das eigene hirn kann einem einen haken schlagen, indem es dinge fokussiert, die man gerade gar nicht fokussiert haben will.

wichtig scheint es auch im web, dass eigentlich kein gedanke verloren geht, höchstens jemand löscht seinen eintrag, seine homepage oder seine bilder. es gibt unvollendete gedanken, es gibt chaos, das unüberschaubar scheint. und doch bilden sich immer wieder neue ordnungen heraus, gedanken, überlegungen, die vorausstürmen. ich finde jedenfalls den gedanken immer interessanter, dass der mensch, nicht unbedingt bewusst, mit dem web 2.0 ein abbild etlicher seiner hirnfunktionen geschaffen hat. spannend wird dann die frage, wo die hormone im web 2.0 ihre funktion haben 😉

schreibpädagogik und planung

 

hat man die möglichkeit, eine schreibgruppe für längere zeit zu leiten, dann ist es hilfreich, nicht alles im detail bis zum letzten termin durchzuplanen. sowohl für die leitung als auch für die teilnehmerInnen kann es interessant sein, mindestens einen termin für eine aktuelle themenwahl offen zu lassen.

hier wäre es im vorfeld sinnvoll, zwei termine früher zettel in die schreibgruppe zu geben, auf die alle teilnehmerInnen jeweils drei thematische vorschläge für ein schreibgruppentreffen notieren sollten. die zettel werden eingesammelt und alle vorschläge notiert. dann wird abgestimmt, pro person gibt es drei stimmen, welches thema zum übernächsten termin der schreibgruppe grundlage für schreibanregungen sein soll.

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schreiben und leere

 

das größte hindernis auf dem weg zu einem tollen text ist die schreibblockade. sie hat verschiedene gründe und es gibt manche techniken, um zu versuchen sie zu überwinden. aber es gibt ein weiteres hindernis, das auch ursache einer schreibblockade sein kann. „die leere“.

das heißt, die schreibenden sitzen vor einem leeren blatt, einem weißen bildschirm und es fällt ihnen nichts ein. so gar nichts. sie haben das gefühl nichts im kopf und keine ideen zu haben. natürlich denken sie in diesem moment doch über vieles nach und haben manches im kopf. aber es versteckt sich vor ihnen. selbst wenn eine schreibaufgabe gestellt wurde, haben sie weiterhin das gefühl, dass ihnen nichts dazu einfalle.

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kreatives schreiben und ideensammlung

das büchlein, die zettel, der stift sollten eigentlich immer dabei sein. wer im laufe der zeit das kreative schreiben kennengelernt hat, kann es nicht mehr lassen, ein wenig aufmerksamer durch die welt zu gehen.

man merkt sich plötzlich außergewöhnliche begebenheiten, schräge dialoge oder kleinigkeiten, die einem über den weg laufen und die man früher gar nicht wahrgenommen hätte. denn aus allem könnte einmal eine geschichte werden. leider spielt einem das kurzzeitgedächtnis gern ein schnippchen. bis man zuhause ist oder endlich an einen zettel und einen stift kommt, hat man wieder vergessen, was passiert ist.

darum kann es hilfreich sein und ist es kein zeichen von intellektualität und snobismus, wenn man immer zettel und stift dabei hat. es ist dabei ähnlich wie beim fotografieren. die situation sollte möglichst schnell festgehalten werden, sonst ist das bild weg. und im laufe der zeit sammelt sich ein pool von ideen an. das beste wäre es natürlich, wenn diese ideen schon geordnet und abrufbar entweder auf karteikarten, im computer oder in büchern stünden. doch das gelingt häufig nicht. so haben all die kreativen schreiberInnen meist ein häuflein oder einen berg von ideensammlungen, die sie in einer schublade oder einem schränkchen, in kartons und kisten aufbewahren und auf die sie immer mal wieder einen blick werfen, wenn eine neue geschichte entstehen sollte oder eine schreibaufgabe zu entwerfen ist.

denn auf den zufall zu hoffen, man erlebe etwas in dem moment, in dem etwas zu schreiben ist, das eine geschichte ergeben kann, sollte man nicht vertrauen. es fällt einem auch nicht immer spontan etwas ein, das man verwenden könnte. um sich vor dem leeren blatt zu bewahren, ist so eine ideensammlung etwas wunderbares. ein chaos in der sammlung kann auch ein kreatives chaos sein, wenn das mit dem büchlein nicht so richtig klappt. nur keine angst davor.