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flarf des siebten tages

fasching und kälte und rosenbeet

Mein Grüner Daumen
aus grünem Vlies
kämpfe ich gegen Vogelmiere vorne im Rosenbeet
in einem Pflanzring

Fasching Helau Helau Helau!
Ruft der Regen zum Morgentau
der frierende Zucker gestern
ein totaler Faschingsverachter

Kartoffeln schälen, waschen und
als Beetfüller in reduzierter Form
Moos auf den Steinen
Drei Rosen aus Papier

Ärgere Dich nicht, dass der Rosenstrauch Dornen hat
lieber etwas Kälte als dieses grauenhafte Schmuddelwetter!
Die alte Katze liegt jetzt unter dem Rosenbeet
Wunder des Lebens zwischen Komposthaufen

die Magnolien im April
Bald kommt der Kältekick
Eine Raupe
der letzte Tag vor der Fastenzeit

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schreibidee (97)

es gibt eine figur in allen zeiten, die den menschen auf die nerven geht aber gleichzeitig einen spiegel vorhält. eine figur, die sich nicht um die bewertungen der anderen schert. dadurch ist sie zum einen befremdlich, zum anderen bewundern viele ihren mut. es handelt sich dabei um den „narr„. in der schreibidee soll dieses mal ein „närrischer text“ geschrieben werden.

dafür wird in der schreibgruppe erst einmal dazu angeregt, alle dinge zu notieren, zu denen man den menschen um einen herum gern den spiegel vorhalten möchte. dabei kann es sich um aktuelle moden, die nerven, verhaltensweisen bestimmter menschengruppen, die einem unverständlich erscheinen oder auch gegenstände, deren sinn sich einem noch nicht erschlossen hat.

haben alle teilnehmerInnen eine kleine liste erstellt, wählen sie das stichwort aus, das ihnen im moment am interessantesten erscheint. nun werden zu diesem punkt alle negativen gedanken aufgelistet. was nervt einen denn so daran? warum ist das der fall? wie kann man diesen punkt lächerlich machen? nachdem diese stichworte notiert sind, wird damit begonnen, eine kleine glosse, satire oder einen kommentar zu verfassen. die formulierungen sollen möglichst bösartig und witzig gewählt werden. dabei ist der innere zensor streng in zaum zu halten.

anschließend werden die närrischen texte vorgelesen. um nicht persönlich dafür haftbar gemacht zu werden, werden die texte möglichst ohne namen den leiterInnen übergeben und diese verteilen sie wieder an die schreibgruppenteilnehmerInnen zum vorlesen per zufallsprinzip. anschließend wird nach dem vorlesen bewertet, ob der text einem hofnarren gerecht wird.