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web 2.48 – mundraub.org

auch wenn es kaum schneit, wir befinden uns im tiefen winter. die beste zeit, um planungen für den gartenbau und die ernte vorzubereiten. es gibt abseits der eigenen scholle orte in deutschland, an die mal jemand obstpflanzen setzte, aber dort nicht mehr erntet. doch niemand fällte oder kaufte diese kleinen fruchtlieferanten. also kann sich jeder, der lustig ist, in verträglichen maßen daran bedienen.

gebündelt werden informationen über pflück- und ernteorte auf der homepage http://www.mundraub.org . mundraub versteht sich als von der pflanze in den mund, also einzig für den eigenen bedarf. beim öffnen der seite wird die zustimmung der leserInnen für die geschäftsbedingungen verlangt. das erscheint sinnvoll, da es menschen gibt, die gern gleich die ganze ernte einfahren, wenn es etwas für lau gibt. darum abermals auch hier der hinweis: es geht um pflücken für den eigenbedarf.

doch dann kann man in den süssesten früchten schwelgen: beeren, äpfel, birnen, mirabellen, pflaumen und dergleichen mehr. ortsbeschreibungen und hinweise auf die qualität der früchte liegen vor. in manchen regionen finden sich viele möglichkeiten in anderen beinahe nichts. ich schätze, das hängt weniger mit dem angebot zusammen, denn mit der freundlichkeit, dies auch ins netz zu stellen.

also, man kann sich „mundraub.org“ in den kalten monaten darauf vorbereiten, was nach den heißen monaten ernten möchte. woran man sich laben will und wie weit man sich dafür auf den weg machen muss. zumindest verspricht der klimawandel eine gehörige süße. und sollte man eine leckere quelle kennen, kann man dies bei mundraub.org melden, um andere am genuss teilhaben zu lassen.

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schreibidee (144)

diese schreibidee ist nicht meine, sondern wurde mir von johannes g., einem doch recht regelmäßigen leser dieses blogs, vorgeschlagen. gruß!
man gerät immer wieder in die situation, einladungen für festivitäten zu erhalten, die mit einem zu machenden geschenk verbunden sind. freundlicherweise legen viele menschen diesen geschenken grußkarten bei. doch was auf die karten schreiben? deshalb soll dieses mal die schreibanregung zu „grußkartentexten“ führen.

als einstieg werden in der schreibgruppe anlässe für grußkarten gesammelt. wann muss man eigentlich etwas auf eine karte schreiben? aus den am flipchart notierten situationen, wählt man sich die aus, die zur zeit für einen am aktuellsten ist. dann überlegen die teilnehmerInnen der schreibgruppe, an wen sich diese grußkarte richtet.

als erstes wird eine einseitige beschreibung der person, für die die karte bestimmt ist, verfasst. dabei sollen eigenschaften, gemeinsame erlebnisse und die ursache des feierlichen anlasses berücksichtigt werden. anschließend wird in kurzen stichworten notiert, was man dieser person denn wünscht. bei den wünschen zeigen sich schnell die unterschiede, wie nahe einem die person steht. die teilnehmerInnen sollen anschließend noch notieren, was sie sich mit dieser person wünschen, also sich selbst als bezugsperson einbeziehen. auch diese wünsche werden als stichworte verfasst.

im nächsten schritt wird ein brief an die zu grüßende person verfasst. dabei thematisieren die teilnehmerInnen der schreibgruppe, was sie mit der person erlebt haben, wie wichtig sie ihnen ist, was sie ihr für die zukünftige zeit wünschen und was sie gemeinsam erleben wollen. die briefe werden gegenseitig in der schreibgruppe vorgelesen. und im nächsten schritt auf postkarten- oder grußkartenformat zusammengestrichen oder verdichtet. dieser text wird auf einer karte (es stehen verschiedene zur auswahl) notiert.

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schreibidee (55)

diese schreibidee lässt sich nur mit guten freundInnen oder einer länger arbeitenden schreibgruppe umsetzen. denn die grundlage ist aufwendig und von längerer zeitdauer. es soll ein „postkartenroman“ entstehen. also ein fortsetzungsroman auf postkartenbasis.

wird die idee zu zweit umgesetzt, besteht die möglichkeit, dass an zwei geschichten gleichzeitig geschrieben wird. so ist gewährleistet das jede person der beiden eine geschichte starten darf. der anfang der karte wird auf eine postkarte geschrieben und an die andere person geschickt. diese schreibt die fortsetzung auf eine andere postkarte und schickt sie zurück. so geht es lang hin und her, bis die geschichte zu einem ende findet. gleiches findet in der gegenrichtung statt. das schöne an der schreibidee besteht darin, regelmäßig post zu erhalten und je nach tagesstimmung eine fortsetzung zu formulieren.

ähnliches lässt sich auch in einer schreibgruppe umsetzen. hierbei wird das ergebnis noch zufälliger ausfallen, denn die teilnehmerInnen erhalten nur die letzte postkarte zum weiterschreiben und wissen nicht, was vorher geschrieben wurde. wenn man den ablauf strukturierter haben möchte lässt sich so eine fortsetzungsgeschichte auch per mail in der schreibgruppe verfassen. hier ist es natürlich gar kein problem zu lesen, was andere vorher geschrieben haben. bis so eine geschichte zu einem „roman“ wird, geht jedenfalls eine ganze menge zeit ins land. also nur etwas für längerfristige gruppen oder freundschaften.