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wissenschaftliches schreiben und erfolg

beim wissenschaftlichen schreiben lässt sich der erfolg recht leicht messen: entweder wurde die aufgabe, der abschluss oder die untersuchung erfolgreich abgeschlossen und dementsprechend bewertet oder veröffentlicht. oder es hat alles nicht funktioniert und das geschrieben genügt nicht den erwartungen der anderen. das ist aber meist das minimum, das wissenschaftlerInnen, forschende und studierende erreichen wollen.

in der wissenschaft wird benotet. und wenn es nicht die schulischen noten von 1 bis 6 sind, dann sind es bewertungen wie „summa cum laude“. leider unterscheiden sich heute viele studiengänge nicht mehr groß von der schule (gut der name ist ja auch hoch“schule“ 😉 ). so ist das korsett eines studiums häufig eng geschnürt. entweder stehen von anfang an stundenpläne für die jeweiligen semester fest, es wird eine schnelle, effiziente lehre angeboten und schriftliche tests, klausuren oder hausarbeiten ähneln den prüfungen in der schulzeit.

es ist etwas verloren gegangen, das eigentlich einmal das wissenschaftliche arbeiten ausmachte: eigene gedanken formulieren, verbindungen herstellen, die bis dahin nicht gedacht wurden, sich aus einer auswahl die lehr- und lernangebote auswählen, die einen interessierten. erfolg entstand dadurch, dass man sich im eigenständigen denken und forschen bewährte. heute befindet man sich in der gleichen abhängigkeit von der tagesform der dozentInnen wie früher von den lehrerInnen. das notensystem ist schon immer ein subjektives gewesen, entscheidet aber von anfang an über den abschluss eines studiengangs.

dadurch bekommt das wissenschaftliche schreiben auch eine ganz andere funktion: es muss „funktionieren“. das bedeutet, es wird oft mehr wert auf die standards gelegt als auf das forschungsinteresse. die notengebung zwingt zu einer vergleichbarkeit wissenschaftlicher ergebnisse, die so nie gegeben sein wird. also wird ein ganz bestimmtes schreiben trainiert, das langweilig, Weiterlesen

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biografisches schreiben und entschleunigung

 

nach dem schreibwochenende im letzten post bietet sich jetzt noch die biografie-klausur an. wer sich seiner lebensgeschichte stellen möchte, kommt gar nicht darum herum, dies häppchenweise zu machen. denn hier ist meist recherche vonnöten. muss doch erst einmal geschaut werden, was man noch an zeitzeugnissen finden kann. oder vielleicht noch einmal seine heimat besuchen, um ein gefühl für die vergangenheit zu bekommen.

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