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vier jahre schreibschrift-blog – zeit zu protzen

ein paar zahlen:

118 900 aufrufe

5453 schlagwörter

4587 spam-kommentare

2360 artikel – posts

427 kommentare

47 followers

nein, weltbewegend sind die zahlen nicht, wäre auch kaum bei dem thema des blogs zu erwarten. darum bereitet es doch weiterhin freude, gelesen zu werden, abseits all der daten-autobahnen. und es sammeln sich nebeneinander info und nicht-info an. begonnen hatte alles damit: https://schreibschrift.wordpress.com/2008/03/18/hallo-beim-blog-zur-schreibpadagogik/ .

experiment gelungen und weiter geht´s.

christof zirkel

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wer reagiert eigentlich noch auf die spam-kommentare?

manchmal fragt man sich, ob sich bestimmte spam-mails überhaupt lohnen und was ihr ziel ist. da gibt es fantasie-mailadressen mit seltsamen homepage-angaben und immer wieder ähnlichen äußerungen. der text sei interessant und beleuchte einen neuen blickwinkel. der facebook-button würde vermisst (obwohl er da ist). man würde bei den spannenden texten im blog bestimmt wieder vorbeischauen. auf dem handy würde der blog seltsam dargestellt. der like-it-button würde fehlen …

wer kommt auf solche schwachsinnigen ideen? und wer wird begeistert sein, wenn er diesen quatsch doch ernst nehmen sollte und beim klicken des homepagelinks auf einer fürchterlichen seite landet? hiermit kann man ja weder werbung platzieren, noch server lahmlegen noch irgendeinen anderen effekt erzielen. nur die spam-software schaufelt die teile in den spam-ordner, den man dann täglich löscht.

wahrscheinlich handelt es sich bei diesen nachrichten um eine digitale arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die sich eigentlich beinahe ausschließlich im virtuellen raum bewegt. aber es bleibt die frage, wer solch eine beschäftigung schätzt? wahrscheinlich kleine roboter-programme, die nichts besseres zu tun haben, während sie im netz hin und her wuschen. so muss man sich wahrscheinlich das „nichts“ vorstellen, als nichtige spamnachricht, die nichts sagt, nichts bewirkt und nichts ist. da lobe ich mir doch die postwurfsendung oder diese kleinen in klarsichtfolie eingeschweissten (auch irgendwie sinnlosen und belästigenden) werbeprospekthäufchen der deutschen post. pfhh, die welt ist verrückt 😉 . es fehlt definitiv der „zurück-an-absender-button“ (die werbepäckchen der post kann man einfach wieder in den briefkasten werfen).

zwei jahre schreibschrift-blog – woche des jubiläums


jetzt darf ich mich also seit zwei jahren blogger nennen. hätte nie gedacht, das mir diese tätigkeit so sinnvoll erscheint, denn ich bin sehr skeptisch an das ganze vorhaben gegangen. wird ein blog zum thema „internet und schreibpädagogik“ überhaupt gelesen? bekommt man auf das geschriebene reaktionen? fällt einem genug ein?

alle fragen kann ich mit einem klaren „ja!“ beantworten. es zeigt sich, dass interesse an den themen schreibpädagogik, kreatives schreiben, biografisches schreiben, selbst an den kleinen nebenauswüchsen wie wortklaubereien oder selbstbefragungen besteht. der „schreibschrift“-blog wurde in den letzten zwei jahren exakt 59 000 mal besucht. ich habe ungefähr 1300 posts in den blog gestellt, es wird kommentiert, diskutiert und es werden interessante hinweise zum geschriebenen gegeben. das lob überwiegt, auch nicht ganz unwichtig, wenn man sich mit seinen gedanken an die öffentlichkeit wendet, und es wird verlinkt. was will man mehr?

leidiges thema: es dürfte mehr interesse an der veröffentlichung eigener texte zu schreibaufgaben bestehen. da ist die hemmschwelle wohl doch zu groß. es zeigt sich, über diesen weg, veröffentlicht man nicht. gleichzeitig werden die schreibaufgaben fleissig aus dem blog kopiert, das kann man auch sehen, wenn an einem tag all die über 150 schreibideen aufgerufen werden. das ist in ordnung so, auch dafür ist der blog da. schön, wenn er dann auch als quelle angegeben wird.

so rufe ich nun für die nächsten anderthalb wochen die „woche des jubiläums“ aus. und dieses mal gibt es nicht viel neues, sondern ich werde die beliebtesten artikel einfach noch einmal aktualisiert oder kommentiert „nach vorne holen“, also aktuell im blog aufrufen. es gibt da ein paar favoriten, die gern aufgefrischt werden können. na ja, und dann wünsche ich mir weiter eine so rege leserInnenschaft, an ideen soll es nicht mangeln. danke für die aufmerksamkeit.

500 nutzlose spam-kommentare sind zu entschlüsseln

es gibt jubiläen, die einen nachdenklich stimmen. „akismet“ hat mir vor einem tag gemeldet, dass inzwischen der 500te spam-kommentar abgewehrt wurde. selten ist dem filter einer durchgerutscht, das ist der schöne aspekt dieser meldung. der unangenehme besteht darin, dass es technik gibt, die keine andere aufgabe hat, als schrott zu versenden. meist wird noch nicht einmal für potenzmittel oder armbanduhren geworben. es handelt sich nur um sinnlose buchstaben- und zeichenfolgen.

aus der landwirtschaft kennt man es, dass auch eine ganze menge scheiße produziert wird. doch die kommt auf den misthaufen und kann dann zu dünger verarbeitet werden. spam-kommentare sind nutzlos. es gibt wenig dinge, die ausschließlich nutzlos sind. denn spam-kommentare legen nur noch selten netzwerke lahm oder werden gelesen. sie werden rausgefiltert und entsorgt. weshalb werden sie dann produziert? es muss doch extra rechner für die produktion geben, die jemand installiert und auf denen programme installiert werden, die sinnlose zeichenfolgen produzieren. doch was will uns jemand damit sagen?

postwurfsendungen sind ähnlich lästig, aber sie haben zumindest den zweck, dass jemand doch einmal einen blick hineinwirft und dann auf die heizdecken-ein-tages-busfahrt geht, um den schweinebraten und den ausblick auf die landschaft mitzunehmen. inzwischen hat es dieses werbe-penetranz auch schwer, da auf vielen briefkasten steht, dass man nichts dergleichen darin finden möchte. die zahl des papiermülls reduziert sich also.

doch die spam-kommentare nehmen nicht ab, zumindest nicht bei diesem blog. das verleitet mich zu der spekulation, dass sie doch einen sinn haben, der sich mir noch nicht erschlossen hat. und dann fährt es mir wie ein blitz durch die denkschale, die buchstaben- und zeichenfolgen sind gar nicht sinnlos. ich verstehe die sprache nur nicht. wir alle verstehen die sprache nicht. es sind nachrichten der außerirdischen an uns, so wie wir bespielte cds und dvds ins weltall ballern, so senden sie von ihrem server botschaften an uns. und wir stoppen die interstellare kommunikation durch filter. schickt mir bitte noch mehr spam, vielleicht entschlüssel ich irgendwann den code!!! sudoku ist ein dreck dagegen 😆

20 000 besuche in einem dreiviertel jahr

genau auf diesen tag, gibt es den blog „schreibschrift“ nun ein dreiviertel jahr lang. und beinahe genau auf diesen tag fand der 20 000te besuch dieses blogs statt. das freut und spornt an. es gibt ein interesse an dem thema, das zwar geringer ist, im vergleich zu blogs, die an einem tag soviele besuche haben. aber ich finde es weiterhin angenehm eine kleine aber feine leserInnenschaft gefunden zu haben.

abgesehen davon fasziniert mich das thema, schreibpädagogik und weblogs selber immer stärker und es ist nicht abzusehen, wann die ideen ausgehen sollten. auf wunsch habe ich die zahl der beiträge etwas reduziert, in den letzten tagen aber vor allen dingen einzig erkältungsbedingt. natürlich wird es mit gedanken und verweisen weitergehen. und natürlich schreiben immer mehr menschen immer interessantere dinge im netz, die hier nur kurz angerissen werden können. doch der blog will auch nichts anderes, als anregungen geben und kleinere diskussionen führen.

der wunsch für die zukunft: wegen mir dürfen die diskurse noch ausführlicher sein, dürfen noch länger und intensiver geführt werden, auch wenn nicht garantiert ist, dass sie gelesen werden. jede kritik und jedes argument bringt einen auf neue, vielleicht noch interessantere gedanken. dank erst einmal für die aufmerksamkeit und erholsame jahresendzeitfeierlichkeiten wünsche ich.

schreibpädagogik und virtuelle textkritik

das internet hat einen vorteil: über weite distanzen kann man sich über geschichten und texte austauschen. sollten sich also im näheren umfeld erst einmal keine menschen finden, die sowohl selbst gern schreiben, als auch sich gern über geschriebene texte auseinandersetzen, bieten mail, chat und web viele möglichkeiten. auch das übliche textverarbeitungsprogramm kann dabei eine große hilfe sein.

so lassen sich in den geschriebenen texten, einzelne abschnitte markieren, mit kommentaren versehen, textänderungen und -vorschläge einfügen. wiederum software für das web 2.0 bietet die chance eines beinahe direkten austausches. so kann blogger-software dafür verwendet werden, auf einer verschlüsselten seite, sich gemeinsam über einen oder mehrere dort veröffentlichte texte auszutauschen. oder es besteht die möglichkeit, wenn mehrere teilnehmerInnen die autorInnenrechte haben, sich überhaupt die texte gegenseitig auszutauschen. es ist dabei immer zu beachten, nur die menschen teilhaben zu lassen, die man teilhaben lassen will. zu beachten ist dabei, dass sich schriftlich kritik häufiger direkter, ja schmerzhafter formulieren lässt als mündlich. hier sind alle angehalten, sich selbst dabei zu beobachten, ob sie jetzt etwas formulieren, das sie so nicht sagen würden oder ob sie aus lauter angst etwas falsch machen zu können, nur nette kritiken schreiben. auch in diesem zusammenhang geht es um die überwindung des inneren zensors. und sollte sich einmal ein konflikt bei der gegenseitigen virtuellen textkritik ergeben, dann kann immer noch überlegt werden zum telefonhörer zu greifen und sich darüber in einem ausführelichen gespräch auszutauschen.

aber es ist nicht zu leugnen, das internet bietet die chance in hoher geschwindigkeit, gemeinsam an texten zu arbeiten. eine sache, die sich früher eher mühsam gestaltete, bis die texte per post ankamen und in der folge entweder abgeschrieben, kopiert oder handschriftlich verändert werden mussten. wichtig bei den heutigen virtuellen möglichkeiten ist die abspeicherung der zwischenschritte, um sich den verlauf noch einmal vergegnwärtigen zu können.