Schlagwort-Archive: kommunikationstheorien

hat sich der pc überlebt?

das ist wieder so eine frage, die vor allen dingen von den technikfolgern gestellt wird. dabei verändert sich die technik, die im hintergrund alle neuentwicklungen steuert, nicht groß. es basiert alles weiterhin auf einem binären system, das aufgesetzt viele neue betriebsysteme und programmiersprachen erhält, eingeschlossen in immer kleinere geräte, vernetzter und verknüpfter mit vielen menschen und servern, schneller durch leistungsstärkere chips und geräte. aber die grundstuktur basiert weiterhin auf der codierung von daten mit hilfe der „1“ und der „0“.

hier lassen sich parallelen zum buchdruck erkennen. das grundprinzip des druckes ist über jahrhunderte das gleiche geblieben, die aufgesetzten techniken sind nur ausgefeilter, schneller und irgendwann digitalisiert worden. es kamen die taschenbücher auf, die zeitungen und inzwischen die flyer und der laserdruck. aber weiterhin wird das meiste in form von buchstaben auf papier gedruckt und die produkte sind vielen menschen zugänglich. das war die große veränderung des buchdruckes. der zugang vieler zu informationen, zu einem preis, der beinahe jedem erschwinglich ist. damit einher ging die verbreitung des lesens. immer mehr menschen können lesen. und damit einher ging die auseinandersetzung um gesellschaftliche teilhabe an den entwicklungen, da immer mehr menschen die meinungen anderer lesen und wahrnehmen können.

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schreibidee (32)

nach den gedanken gegen die handy-kommunikation kann man die grenzen überschreitenden gespräche wunderbar in schreibgruppen nutzen. jeder mensch kennt die situation, sich irgendwo zu befinden und ein anderer mensch telefoniert neben ihm mit einem handy. dieses einseitige mithören wird bei der idee aufgegriffen. die schreibgruppenteilnehmerInnen müssen bei der schreibaufgabe zu zweit arbeiten. zuerst schreibt eine(r) ein handy-gespräch auf, das mitgehört wurde. also nur die antworten oder beiträge von der einen seite der kabellosen verbindung. sachen, wie „ja, ja, der krebs ist nach der chemo zurück gegangen.“ (gehört vor ein paar wochen in der u-bahn). es sollten 10 bis 20 beiträge der einen seite sein. da man ja nie hören kann, was die andere verbindungsseite sagt ist es nun an den anderen schreibgruppenteilnehmerInnen, die lücken zu füllen. hier sind der fantasie keine grenzen gesetzt. die anderen der zweiergruppen sind nun dran, zwischen die notierten aussagen des handy-gesprächs, die reaktionen der gegenseite einzufügen. die schreibidee kann sowohl gegenseitig ausgeführt, also beide schreiben gehörtes auf und beide notieren die dazwischenliegende kommunikation. oder es wird nur einseitig geschrieben. und kann man sich an kein handy-gespräch erinnern, dann bestimmt an nachbarInnen, die zum telefonieren gern auf den balkon treten, damit das ganze haus, das wichtige gespräch vernimmt. 😛

kreatives schreiben und vorträge

eine rede, eine rede! gern erfolgt die aufforderung, wissen mündlich vorzutragen, am besten noch mit präsentation und ein wenig entertainment. also setzen sich die angefragten hin, arbeiten eine beinahe perfekte präsentation aus und stellen sich vors publikum. doch wenn sie dann ihren vortrag halten, erfasst schnell ein gähnen das publikum. denn entweder lesen sie nur ihre präsentation vor oder sie geraten bei der umschreibung dessen, was sie auf virtuelle folien gepackt haben, ins stocken.

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schnickschnack (22)

„weniger ist mehr“ wird aus diversen richtungen des lebens bestätigt. ob es sich dabei um objekte des designs handelt, das bauhaus oder auch das blumengesteck auf dem tisch für „das perfekte dinner“. dezent gesetzte akzente verstärken die wirkung. beim grafikdesign und beim layout von homepages oder blogs werden zudem die aussagen vereinfacht und verständlicher.

ähnliches wünscht man sich von präsentationen, ob nun mit powerpoint oder keynote. auch wenn es viel spass macht buchstaben rotieren oder explodieren zu lassen, ich teile diese freude, wird dies von den zuschauerInnen und zuhörerInnen meist nicht sehr geschätzt, da in dem ganzen schnickschnack die aussagen verloren gehen können. in ahnlehnung an den zen-buddhismus, der die konzentration auf das wesentliche bevorzugt, gibt es inzwischen einen blog zu verschlankung und verdichtung von präsentationen.

garr reynolds präsentiert auf seiner seite „presentation-zen“ gut und schlechte beispiele von präsentationen. er gibt tipps, worauf zu achten ist, setzt sich mit programmen und veränderungen in bezug auf präsentationen auseinander und kommentiert. dies als zusätzliche information zu seinem buch, das er geschrieben hat. buch und blog sind englischsprachig. aber ein blick lohnt, wenn man des öfteren vorträge halten muss oder schulungen abhält. zu finden ist die seite unter: http://www.presentationzen.com/