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die berlin web-week startet heute

sonst ist ja „nüscht“ los in der stadt 😉 eine woche lang kann man sich ausschließlich digitalen fragestellungen widmen, wenn einen die kommunikationstechnische zukunft interessiert. heute startet die „re:publica“, eine konferenz der internet-community und -macherInnen. viele veranstaltungen und diskussionen können per livestream verfolgt werden.

und am ende der woche findet die „next berlin“, eine konferenz der digitalen industrie europas statt. viele informationen zu den aktuellen themen finden sich auf der webseite. dazwischen gibt es diverse sonstige veranstaltungen, die alle auf der zentralen homepage der web-week gebündelt sind. also, abtauchen ins digitale nirvana (vorher kurz luft holen) – und falls man keine zeit dazu hat, kurz mal auf den seiten nachschauen, um dann wieder aufzutauchen und die aktuellen digitalen diskurse ins soziale umfeld tragen. denn eines ist sicher: an der digitalen welt scheiden sich immer noch die geister.

zentrale homepage: http://berlinwebweek.de/

homepage re:publica: http://re-publica.de/12/

homepage next berlin: http://nextberlin.eu/

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schnickschnack (101)

alles digitale ist elektronisch, benötigt strom, damit es in datenpäckchen umgepackt werden kann und gespeichert wird. kein wunder, dass die ausstellung, der kongress oder auch die messe in linz „ars electronica“ heisst und sich in der hauptsache mit den verwendungsmöglichkeiten digitaler verarbeitung auseinandersetzt. dabei liegt ein schwerpunkt sicherlich auf der künstlerischen bearbeitung digitaler möglichkeiten.

aber schaut man sich das programm an, dann geht es noch um viel mehr. es geht zum beispiel um zukunftsperspektiven: wie in zukunft mit all den digitalen errungenschaften umgegangen werden soll. es findet zudem ein wettbewerb statt, der viele und hohe prämierungen vergibt. es lohnt ein blick in die prämierungsliste und man bekommt ein gespür dafür, wofür der digitale lebensbereich nutzbar ist.

es finden sich projekte, perfomances, programme und vieles andere darunter. eins, zwei dinge werde ich hier noch vorstellen. die „ars electronica“ endet heute, aber im internet gibt es zum glück archive. vorbeischauen lohnt sich, wenn man sich für die digitalen lebens- und kunstwelten interessiert. zu finden ist das alles unter http://www.aec.at/news/ .

kongress für grundeinkommen in berlin

unsere gesellschaft ist nicht solidarisch. sie macht probleme, wenn man nicht so arbeiten kann, wie gewünscht. sie entzieht menschen beinahe alle grundlagen ihrer existenz, wenn sie die schwierigkeit haben, einen job zu finden. auf der anderen seite klafft die schere zwischen den armen und den reichen der gesellschaft weiter auseinander. ab einer bestimmten einkommenssumme oder position fallen viele (meist männer) generell die treppe hoch.

andere aber, die das unglück hatten, ihren job zu verlieren, kommen kaum mehr hoch. sie müssen sich teilweise mit jobs, die gerade mal 5 euro die stunde bringen, irgendwie über wasser halten. sollten sie wiederum empfänger von sozialen leistungen sein, haben sie alles miteinander zu verrechnen und erreichen dabei schnell das existenzminimum, das so angelegt ist, dass es kaum etwas über miete und ernährung hinausgehendes ermöglicht.

deshalb gibt es schon seit längerem eine bewegung für ein gesellschaftsübergreifendes grundeinkommen, das den menschen eine gewisse sicherheit garantiert, die von ihnen nicht unterschritten werden kann. denn es ist eine tatsache, die immer wieder ignoriert wird, dass wir inzwischen in einer so technisierten und effizienten welt leben, zumindest wir in deutschland, dass es nie mehr arbeit für alle geben wird. wer heute noch von angestrebter vollbeschäftigung redet, geht davon aus, dass menschen 40-stunden-wochen absolvieren und anschließend mit weniger nettogehalt zu leben haben, als mancher hartz-IV-empfänger erhält. was nicht heißt, dass hartz IV ein angemessenes lebensniveau zulässt.

wir sind eines der reichsten länder der welt, lassen aber weiterhin verelendung einzelner bevölkerungsgruppen zu, ganz abgesehen von der einen milliarde hungernder menschen auf der welt. also muss sich was ändern. ein grundeinkommen würde lohndumping erschweren, aber auch die unsitte, dass manche arbeitgeber, übrigens auch öffentliche, nur noch monatsverträge mit ihren angestellten abschließen. deshalb gibt es den „3ten grundeinkommenskongress“ vom 24ten bis 26ten oktober in berlin an der humboldt-universität. wer sich für den kongress und seine inhalte interessiert findet alle weiteren informationen unter http://www.grundeinkommen2008.org . vielleicht fühlt sich ja auch das schreibende prekariat angesprochen.