Schlagwort-Archive: korruption

leben neben der berliner feuerwehr (12)

senatsgeförderte ruhestörung durch berliner beamte. 22.30 uhr, gerade eben, die hitze lässt nach, der wind ist erfrischend. alle menschen um die feuerwache herum öffnen fenster und türen, um ihre wohnungen zu lüften, um den frischen wind und den abend zu genießen. eine ruhige wohngegend. der dienst der berliner beamten hat um 18.00 uhr begonnen.

um 22.30 uhr genießt man mit freunden, die zu besuch gekommen sind, gemeinsam kühle getränke auf der feuerwache, man unterhält sich über gott und die welt in einer lautstärke, damit es auch alle nachbarn in ihren wohnzimmern mitbekommen können. und man wäscht einen privat-pkw, wie man eigentlich von morgens bis abends bei schönem wetter einen privat-pkw wäscht. wie man schon seit 20 jahren seinen privat-pkw wäscht. denn man hat nichts zu tun. nichts außer ständigem autotüren schlagen, da der pkw ja auch rundum gereinigt werden muss. ach so, der grill ist auch wieder aufgebaut, die gemütliche sitzecke im hinterhof, alles was ein laubenpieper braucht.

seit 20 jahren schaffen es weder senat, noch bezirk, noch ordnungsamt, noch die feuerwehr selber, dafür zu sorgen, dass sich ihre eigenen beamten an ihre eigenen regeln halten. tja, und da soll , wie heute gehört, jemand festgestellt haben, dass es in berlin wenig korruption gebe 😉 ein schelm, der böses dabei denkt.

das leben neben der berliner feuerwehr demnächst auch auf http://www.kiez-on-the-blog.de .

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liste (100) – korruption

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „korruption“.

meiner ansicht nach die schlimmsten auswüchse der korruption:

meiner ansicht nach die korruptesten menschen:

in diesen situationen habe ich korruption am eigenen leib gespürt:

meiner ansicht nach die wichtigsten strategien gegen korruption:

in diesen momenten wäre ich gern selber korrupt:

selbstbefragung (134) – sumpf

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um den “sumpf“.

  • wann sind sie das letzte mal versumpft? beschreiben sie.
  • in welchem sumpf haben sie einmal gesteckt?
  • wie sind sie wieder herausgekommen?
  • welche sümpfe gibt es ihrer meinung nach bei uns? beschreiben sie.
  • wie sollten wir mit korruption umgehen?
  • für welche summe würden sie alles machen?
  • was kann man tun, um nicht in den sumpf gelockt zu werden?
  • wen würden sie gern nach seiner rechtschaffenheit fragen?
  • wen würden sie gern, auch mit unlauteren mitteln, auf ihre seite ziehen? warum?
  • welchen sumpf würden sie gern trockenlegen?

hier können sie weitere 1000 fragen als pdf-datei runterladen.

selbstbefragung (52) – korruption

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „korruption„.

  • viele menschen sind der meinung, sie seien nicht korrupt, darum die frage an sie: haben sie schon einmal steuern hinterzogen? warum?
  • wie sah es mit werbegeschenken und anderen präsenten an ihrer arbeitsstelle aus?
  • der übergang zwischen netzwerkbildung und korruption ist fließend: wie oft und in welchen momenten haben sie von einem beruflichen netzwerk profitiert?
  • wie ist es möglich, dass ein teil der gesellschaft sich ständig bereichert? notieren sie ihre gedanken dazu.
  • wie oft denken sie, „ich kann da ja sowieso nichts ändern“ im zusammenhang mit korruption? warum?
  • wer ist ihrer ansicht nach am korruptesten in dieser gesellschaft? begründen sie.
  • wie gehen sie mit ohnmächtigen situationen um?
  • was kann man ihrer meinung nach als verbraucherIn machen gegen die preisabsprachen von beinahe-monopolisten?
  • haben sie sich schon einmal aus einer unangenehmen situation rausgeflirtet?
  • was machen sie, wenn jemand „mal ein auge zudrückt“? beschreiben sie.
  • haben sie schon einmal geschenke gemacht, um etwas zu bekommen? warum?

datenschutz und großbetriebe – ein kommentar

 

gestern machte die meldung die runde, dass die bahn ihre mitarbeiter „flächendeckend“ überprüft und überwacht hat. direkt im anschluss zeigten sich die politischen reflexe der empörung und der verurteilung. es war die rede von generalverdacht, der mit dem datenschutz nicht zu vereinbaren sei. der verkehrsausschuss war entsetzt und will die sachlage weiter prüfen.

es kann sein, dass ich da etwas nicht verstanden habe oder zu dumm bin, um die zusammenhänge richtig zu sehen. es echauffieren sich über das verhalten der bahn oder auch der telekom die politiker der parteien, die vor kurzem ihre bürger unter generalverdacht stellten und die größte datenerfassung aller zeiten angeleiert haben, indem verbindungsdaten „flächendeckend“ zwischenspeichern. sie haben jedem bürger eine umfassende steuernummer gegeben, sie haben den datenschutz jahrelang stiefmütterlich behandelt und sie sitzen in den halbstaatlichen betrieben mit im aufsichtsrat, ja üben sogar eine kontrollfunktion aus.

die eine vorgehensweise soll unserer sicherheit dienen, die andere sei der falsche weg im kampf gegen die korruption. nicht dass ich das verhalten der bahn und der von ihr beauftragten firma irgendwie gutheiße, aber hier ist abermals der maßstab verrutscht. vielleicht sollte sich die politik einmal an die eigene nase fassen, und sich fragen, ob sie nicht mit den eigenen entscheidungen der dreistigkeit der großkonzerne vorschub leistet. man kann diese betrachtung auch noch ausweiten. fällt jemandem eigentlich auf, dass es sich bei den skandalen um finanzen, daten und grundrechte meist um betriebe handelte, die von der politik gehätschelt und umworben wurden.

abgesehen davon zeigt das vorgehen der bahn, aber auch die skandale um kreditkarten- und kundenkartendaten, wie leicht an persönliche informationen heranzukommen ist, wie gut diese miteinander abgeglichen werden können und dass die rasterfahndung inzwischen gesellschaftlicher standard ist. Weiterlesen