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biografisches schreiben und sport

manchmal kann man die menschheit in schlichte zwei gruppen einteilen (natürlich ist das statistisch betrachtet nicht korrekt, aber es vereinfacht die lebenssicht enorm 😉 ). beim sport ist das möglich. schaut man zurück in seine kindheit, kann man sicherlich sagen, ob man beim sportunterricht oder in der freizeit eher zu der gruppe gehörte, die im verein war, trainierte und sich auf den unterricht freute, oder zu der gruppe gehörte, die etwas ungelenk war, keine lust auf sport hatte und den unterricht fürchterlich fand.

und wie das so mit jugendlichen erfahrungen ist, sie bleiben haften und tragen sich manchmal bis ins hohe alter weiter. betrachten sie doch mal ihre sportbiografie. welche bewegungen haben ihnen spaß gemacht, welche überhaupt nicht? natürlich gibt es auch viele menschen, bei denen die erfahrungen aus der schulzeit nicht so tiefgehend sind, dass sie später nicht doch noch viel gefallen an bestimmten sportarten finden. und manch einer ist wirklich ungelenk, hat einfach keine lust zu viele bewegungen zu machen.

man kann beim betrachten der eigenen sportlichen lebensgeschichte auch einmal schauen, wie weit man sich von den gesellschaftlichen vorstellungen eines trainierten und topfiten menschen unter druck gesetzt fühlt oder nicht. denn seitdem die verantwortung für das gesundheitliche wohlbefinden zum problem des und der einzelnen gemacht wurde, seitdem verkörpert sich die anforderung in jedem einzelnen. die zahl der sportstudios stieg exponentiell an und viele sind bemüht zu beweisen, dass sie sich bemühen, gesund zu leben.

„gesundes“ leben wird inzwischen verhaltenstherapeutisch honoriert (in den frühen phasen der verhaltenstherapie gab es so genannte „tokens“ für eine verhaltensänderung), indem für beliebig ausgewählte sportliche ertüchtigungen rabatte bei krankenkassen gewährt werden. auch hier kann die sportbiografie einhaken und einen blick auf die persönliche definition von „gesundheit“ Weiterlesen

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