Schlagwort-Archive: kunstgeschichte

schreibidee (134)

in der schulzeit bestand der kunstunterricht oft darin, dass berühmte gemälde kunstgeschichtlich eingeordnet und analysiert wurden. was wollte der maler, die malerin damit ausdrücken und mit welchen mittel ist ihnen das gelungen? ohne kunstgeschichtlichen hintergrund, sind manche betrachtungen reine deutungen. wissenschaftlich betrachtet ist dies natürlich fragwürdig, aber als schreibanregung für kreatives schreiben eine unerschöpfliche quelle für geschichten. somit dienen als schreibanregungen dieses mal „bildbesprechungen„.

entweder man bringt fotografien und nachdrucke von gemälden mit in die schreibgruppe oder man ermöglicht allen teilnehmerInnen den zugang zum internet. jedenfalls sollten alle die möglichkeit haben für sich ein gemälde auszuwählen, das ihnen sehr zusagt. dabei darf die auswahl quer durch die kunstgeschichte von klassik bis moderne gehen.

nun werden die bilder betrachtet und erste eindrücke in stichworten notiert. anschließend ist ein text zu verfassen, der das bild erst einmal genau vom aufbau her beschreibt. dabei werden noch keine wertungen und interpretationen angeboten, sondern nur das gemälde widergespiegelt. diese beschreibung sollte nicht länger als zwei seiten sein. in der folge wird eine interpretation des bildes, das man ausgewählt hat, geschrieben. nun kann bei einer bildbesprechung frei gedeutet werden, ohne kunstgeschichtlichen hintergründen zu folgen. nur die eigenen ideen fließen in diesen längeren text ein, um daraufhin eine geschichte zu dem bild zu schreiben. im anschluss werden die gemälde gezeigt und die entstandene geschichte vorgelesen.

zum abschluss besteht die möglichkeit, ein ausgewähltes bild für alle teilnehmerInnen der schreibgruppe als vorlage zu bestimmen. alle sollen zu diesem gemälde eine geschichte schreiben. anschließend werden die entstandenen geschichten vorgelesen und es kann verglichen werden, welche verschiedenen eindrücke ein und dasselbe bild hinterlässt, welche ideen es verursacht.

verlag (10) – prestel verlag

mal wieder was fürs auge. einer der verlage, der fast ausschließlich bildbände und kunst- und kulturbücher verlegt ist der „prestel verlag„. er gehört zwar inzwischen seit diesem jahr zu „random house“, erscheint aber das eigene profil beizubehalten.

die homepage ist kurz und knapp gehalten, man würde sich ein wenig mehr ansichtsmöglichkeiten aus den bildbänden wünschen, zumindest auszugsweise, da man sich bei manchen werken den inhalt schwer vorstellen kann. ansonsten umfasst das angebot vor allen dingen bildbände zu künstlern und kunstrichtungen, aber auch zu kunstgeschichte und zum thema design. die bandbreite ist groß und die bücher sind es auch.

ein besonderes angebot findet sich in einem künstlerlexikon, das online für eine schnelle recherche zur verfügung steht. der band: „prestel lexikon – kunst und künstler im 20. jahrhundert“ wird nicht mehr verlegt, kann aber vollständig online eingesehen werden. ein schönes angebot, das mit vielen verschiedenen kurzinformationen aufwartet, vor allen dingen auch zu den verschiedenen kunstrichtungen.

zu finden ist die seite unter: http://www.prestel.de .