Schlagwort-Archive: künstler

gegenwartskunst aus afrika – ein surftipp

man kann kunst in ausstellungskatalogen betrachten. da findet sich meist der titel des kunstwerks und noch ganz viel umfassender text zur ausstellung an sich. doch meist nicht mehr viel über das ausgestellt kunstwerk. man kann auch das internet und das lexikon zuhause über die kunstwerke befragen. die afrikanische kunst ist dort eher nicht vertreten. hier wieder das übliche problem: betreibt ein künstler nicht seine eigene homepage, kann er nicht auf eine umfassende darstellung seiner kunstwerke hoffen.

die „sammlung michael drechsler“ von afrikanischer gegenwartskunst wird ein wenig anders dargestellt (http://www.kunst-transit-berlin.de). oder wie es auf der homepage heisst: Da Kunst aus Afrika in der westlichen Welt bis heute oft unterschätzt wird, sieht Kunst Transit Berlin seine Aufgabe darin, das Interesse für das vielfältige Kunstschaffen und die Themen dieses Kontinents zu wecken.

dazu wird jeden monat ein einzelnes kunstwerk vorgestellt. umrandet von expertInnen-meinungen oder von texten, die in einem kreativen schreibprozess entstanden sind kann man sich digital dem kunstwerk annähern. dazu gibt es zu jedem künstler, zu jeder künstlerin informationen über ihren künstlerischen werdegang. dass man es mit einer webseite von kennern der afrikanischen kunstszene zu tun hat, sieht man an den vielfältigen links und informationen auf der homepage.

wird zeit, dass auch dieser kontinent mehr ernsthafte beachtung erfährt, die ein ähnlich umfassendes interesse an der aktuellen kunst wie an der kunst anderer kontinente zeigt. es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig beachtung und wertschätzung afrika im gegensatz zu allen anderen weltregionen erfährt. auch wenn die homepage recht neu ist, sie verspricht interessant zu werden.

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liste (114) – kunst

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „kunst“.

die 3 wichtigsten bestandteile meiner lebenskunst:

meine liebsten kunstrichtungen:

in meinen augen die tollsten künstlerInnen:

kunst, die mir gestohlen werden kann:

die „kunst“ will ich können:

schreibberatung und kunst

alle schreibenden würden wahrscheinlich gern große künstlerInnen werden. und das schöne an kunst ist auch, dass alle schreibenden mit glück große künstlerInnen werden können. halt rufen hier die mahner hoher kunst: da muss schon arbeit reingesteckt werden, das muss man lernen! stimmt, hinter großer schreibkunst steckt nicht selten viel arbeit. doch neben der vielen arbeit steckt oft auch viel glück dahinter: zur richtigen zeit, die richtigen leute getroffen zu haben und hilfreiche unterstützung bekommen zu haben.

kunst kann man machen, große künstlerInnen werden kann man erhoffen. das steckt den rahmen ab, den schreibberatung leisten kann auf dem weg zum erfolg. schreibberatung kann nicht mehr, als anregungen geben, wie man seinen eigenen ausdruck findet. schreibberatung kann eventuell hilfestellungen zu einem flüssigeren text geben. wiederum lektorInnen können beim gesamtkonzept und bei der struktur, können das werk rund machen helfen. alle übrigen entscheidungen liegen bei den schreibenden und bei den konsumentInnen.

was kann nun schreibberatung im detail leisten? schreibberatung kann dazu anregen, der eigenen kreativität raum zu geben, sich gegen beschränkungen von außen zu behaupten, einen weg zu finden, der sich gut für einen selber anfühlt, und verschiedene formen des schreibens auszuprobieren. schreibberatung kann den schreibfluss fördern, kann schreibtechniken vermitteln, die das entwickeln von ideen und assoziationen erleichtern. schreibberatung kann dabei helfen, eine schreibdisziplin zu entwickeln, einen zeitplan aufzustellen, ausweichhandlungen zu reduzieren und die lust am schreiben wieder zu entdecken.

was schreibberaterInnen aber nie machen werden: beurteilen, ob es sich bei dem geschriebenen um kunst oder nicht handelt. es gibt keine klare definition von kunst, die so viel gewissheit entstehen ließe, dass man ein urteil abgeben könnte. auf einem ganz anderen blatt steht aber, dass in der schreibberatung natürlich ein feedback Weiterlesen

schnickschnack (120) – ausstellungskataloge

wenige veröffentlichungen in buchform sind so zeitgebunden, wie der klassische ausstellungskatalog. das ist schade, da vergriffene auflagen normalerweise nicht mehr zu bekommen sind, kein neudruck vorgesehen ist und der katalog ein für alle mal in der versenkung verschwunden ist. natürlich lassen sich manche kataloge später bei ebay oder in antiquariaten wiederfinden. aber seltener als andere literatur.

denn einen ausstellungskatalog kaufen sich die meisten, um später noch einmal die exponate zu betrachten, zusätzliche informationen zur ausstellung oder über die künstlerInnen zu lesen. bei berühmten ausstellungen kann dies auch jahrzehnt danach noch von interesse sein. nun sollte man meinen, dass in der heutigen zeit die digitalisierung die möglichkeit bietet, solche informationen gebündelt zur verfügung zu stellen. doch leider ist dies nicht der fall. (kaufen kann man die noch vorhandenen exemplare natürlich weiterhin, z.b. bei art-servicehttp://art-service.de/ ).

die kunsthalle wien ( http://www.kunsthallewien.at/ )bietet auf ihrer homepage den tollen service, dass kataloge früherer ausstellungen, die vergriffen sind, als pdf-datei heruntergeladen werden können. solch ein angebot sucht man sonst vergebens. zusätzlich gibt es noch interessante veröffentlichungen zum thema „kunst“. darunter befinden sich zwei bände voller interviews, geführt mit künstlerInnen zu ihren kunstwerken. band 1: http://www.kunsthallewien.at/downloads/mediazone/Publikationen/Theorie/2007_Interviews1_deutsch.pdf – band 2: http://www.kunsthallewien.at/downloads/mediazone/Publikationen/Theorie/2008_Interviews2_deutsch.pdf .

ja, so kann kunst, kultur, urheberrecht und internet auch funtkionieren. mal sehen, ob andere auch diesen schritt wagen.

kreatives schreiben und kunst

eigentlich ist alles kunst – die lebenskunst, die kunst der entspannung, das künstliche und künstlerische, das wissen und das nichtwissen (die kunst der ignoranz). und wie es dann auch schon viele künstlerInnen formuliert haben, sind wir alle künstlerInnen, auch wenn es die meisten nicht sein wollen. sagen sie einem mensch, er möge doch einmal kunst schaffen, wird er ihnen antworten, er könne so etwas nicht. fragen sie den menschen, was er den zuletzt gebaut, gebastelt oder gedacht habe, dann stellen sie fest, auch er hat dinge oder gedanken erschaffen, die abbilder der realität sind.

da wir es aber notwendig fanden, für die kunst einen markt zu haben, brauchten wir auch händler und experten, die kunst bewerten und einordnen. und so entstanden aus moden kunst, aus abbildern kunstwerke. jede, absolut jede zeit hat ihre kunst. woher sollten wir wissen, ob nicht in dreihundert jahren die plastiknachbildungen griechischer skulpturen und säulen für den reihenhausgarten der hohen kunst der postmoderne zugerechnet werden? und doch fühlt sich mancher berufen, zwischen kunst und kitsch oder zwischen kunst und krempel zu unterscheiden.

wahrscheinlich geht es nur um die bedeutung des erschaffenen, des abbildes. so kann auch kreativ geschriebenes in den augen der schöpferInnen oder leserInnen kunst sein. doch in den augen der literaturwelt werden die ergebnisse der kreativen schreibprozesse gern belächelt. irgendwo verläuft für sie die grenze zwischen kunst und hobby. betrachtet man aber die schreibprozesse großer künstlerInnen, stellt man fest, dass sie die gleichen zweifel und fragen plagte, wie die teilnehmerInnen von schreibgruppen.

und da ist sie wieder, die bedeutung des geschaffenen. ganz gleich, welcher produktionsprozess im vorfeld beschritten wurde, eigentlich sollte nur das ergebnis zählen, sich die bewertung von kunst also nicht an der person, sondern am text orientieren. es wäre einmal interessant, texte und werke ohne namen der autorInnen und deren biografie zu veröffentlichen. ich bin mir sicher, die urteile über das geschriebene würden anders ausfallen. doch, und dies scheint inzwischen in allen künsten der fall zu sein, der markt könnte zusammenbrechen. die verwertung von kunst ist inzwischen ein großes geschäft, das niemand aufs spiel setzen will.

doch noch einmal zurück zum kreativen schreiben: seien sie sich gewiss – vieles von dem, das in schreibgruppen, mit schreibübungen oder durch die verwendung von schreibtechniken entsteht, vieles davon ist kunst, auch wenn es nie einen verlag finden und gedruckt wird. denn das eigentlich intensive und letztendliche wohltuende ist der schaffensprozess – alles danach ist theater, markt und posse. man mag auch den zweiten schritt schätzen, keine frage, und man möchte, dass andere die eigenen abbildungen interessieren, man möchte damit sogar sein geld verdienen, aber es wird nie an den eigentlich kreativen moment heranreichen.

kreatives schreiben und kunst bedeutet nichts anderes, als einen schriftlichen ausdruck für sich selbst zu finden. na dann, lasst uns kunst machen!

selbstbefragung (167) – kunst

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „kunst“.

  • welche kunstrichtung gefällt ihnen am besten? beschreiben sie.
  • wenn sie künstlerIn wären, was würden sie dann schaffen?
  • wie viel ist ihnen kunst wert? warum?
  • wann scheint ihnen kunst leer und hohl? begründen sie.
  • wessen kunst gefällt ihnen am besten?
  • wie politisch darf kunst sein?
  • was ist für sie kitsch? beschreiben sie.
  • wer in ihrem umfeld ist lebenskünstlerIn?
  • wer definiert für sie, was kunst ist?
  • wie würde ihr künstlername lauten?

die letzten 150 selbstbefragungen sind als links hier gebündelt: https://schreibschrift.wordpress.com/2012/01/05/1500-fragen-zur-selbstbefragung-aus-diesem-blog/

schnickschnack (118) – tagebücher von keith haring

manchmal gibt es richtig schöne, spannende projekte im netz. man findet sie wirklich nur dadurch, dass man entweder durch zufall darauf stösst, die anderen auf einen selber zufällig stossen oder man es an einem anderen ort gelesen hat. dieses mal habe ich den hinweis in der zeitschrift „art“ gefunden.

in new york (brooklyn) gibt es zur zeit eine ausstellung zu den frühen jahren von keith haring. und parallel dazu werden frühe tagbücher / journale von keith haring veröffentlicht. jeden tag eine seite aus den notizen. sie sind lesbar und zeigen zumindest einen prozess der selbstannäherung und ideenfindung. da die ausstellung nun seit gut einem monat geöffnet hat und bis anfang juli läuft, werden noch etliche seltenheiten im netz zu finden sein.

wenn man sich die seiten durchliest, dann zeigt sich, dass kreativität und kunst schwer von selbstreflexion zu trennen sind. und dass die sammlung von spontanen gedanken und ideen nur schriftlich funktioniert. der gedanke, man könne alles im kopf behalten, ist ein trugschluss. keith haring schreibt am anfang seines tagebuchs, das er mit 20 jahren führte, er habe die jahre vorher zu viele ideen und eindrücke vergessen, die grundlage von weiterführendem waren oder sein könnten. darum werde er beginnen, die eindrücke möglichst schnell zu notieren.

eine feine sache ist es, dass diese gedanken nicht verloren sind, sondern zumindest auschnitthaft allen zugänglich gemacht werden. nach dem motto „lernen von den alten“ – obwohl „alt“ im zusammenhang mit keith haring natürlich der falsche ausdruck ist, bieten persönliche niederschriften oder lebensgeschichten doch viele anregungen und momente, die zur eigenen weiterentwicklung beitragen können. und wer es bis dahin noch nicht gemacht hat, fängt nach der lektüre vielleicht auch an, ein eigenes tage- und ideenbuch zu führen.

zu finden sind die seiten unter http://keithharing.tumblr.com/ .

schnickschnack (93) – anthology-of-art.net

bei der durchsicht diverser unterlagen und beim surfen können einem dinge begegnen, die zwar alt, aber nicht abgenutzt sind. nein, sie können auch 10 jahre später noch interessant und spannend sein. da stellte jemand eine frage und ließ diverse künstlerInnen darauf antworten. hier wurde jochen gerz schon mit seinem projekt 2-3-straßen vorgestellt (https://schreibschrift.wordpress.com/2011/04/22/web-2-56-2-3-strasen/).

schon etliches älter, anfang dieses jahrtausends durchgeführt, ist sein projekt „anthology of art„, das aber weiterhin im internet besucht werden kann. künstlerInnen wurde die frage gestellt: „In the context of contemporary art, what is your vision of a yet unknown art?“ oder übersetzt: „was könnte angesichts der kunst heute noch eine unbekannte kunst sein?“ und sie haben geantwortet, die kunstschaffenden verschiedener ausrichtung. so entstand eine homepage mit 156 bildern und 156 texten. ein archiv, das auch zehn jahre später nichts verloren hat und zum glück noch nicht gelöscht wurde.

die „anthology of art“ kann ein künstlerisches gedächtnis werden. in der zeit des digitalen löschens von altem im netz ist dies ein erfreuliches angebot. denn das erstaunliche ist, dass man private daten ganz schwer wieder aus dem netz bekommt, andere interessante dinge gern schnell wieder verschwinden. und so sollte man, so lang es die anthologie noch gibt, unter http://www.anthology-of-art.net vorbeischauen. vielleicht findet man für sich ein paar antworten zur zukünftigen kunst und vielleicht haben sich manche der antworten auch schon erübrigt.

was ist eine muse und was hat sie mit liebe zu tun?

musen sind mysterien, die schwer zu beschreiben sind und sehr subjektiv ihre wirkung entfalten. musen sind menschen, die künstlerisch tätige menschen in ihrem schaffensprozess animieren. doch wodurch sie die künstlerInnen zu ideen anregen, das ist beinahe unmöglich zu beschreiben. die verbindung zwischen künstlerInnen und ihren musen geht weiter als eine freundschaft.

in einer guten freundschaft tauscht man seine erlebnisse und stimmungen aus, man unterstützt sich gegenseitig und man gestaltet die freizeit gemeinsam. im laufe der zeit lernt man sich sehr gut kennen, weiß wie der oder die andere denkt und fühlt. mit einer muse muss einen keine freundschaft verbinden. es genügt eine schwingen auf der kreativen ebene. die muse muss anscheinend gar nicht viel tun, muss sich nicht mit der lebenssituation der kreativen auseinandersetzen. sie muss nur da sein und so sein, wie sie ist.

eine muse hat anscheinend eine ausstrahlung, die einen auf ideen bringt. natürlich transportiert sich die ausstrahlung auch über die kommunikation zwischen künstlerInnen und musen. man muss sich das vielleicht wie zwei menschen vorstellen, die einen gedanklichen faden ständig weiterspinnen, sich in den weiten der fantasie verlaufen und zum schluss an einem punkt rauskommen, den sie nicht für möglich gehalten hätten. die künstlerInnen setzen dieses erlebnis in ein werk um, die musen haben diese ambition meist nicht.

doch auch diese verallgemeinerung trifft das verhältnis zwischen musen und den künstlerInnen nicht vollständig. manchmal mag es nur der körperliche ausdruck einer person sein, der einen zu ideen anregen kann, manchmal ist es der stimmfall oder auch nur der augenaufschlag. das besondere an einer muse ist, Weiterlesen

schnickschnack (87)

er ist bekannt, er ist schon länger als künstler unterwegs, doch mir erst letzte nacht auf arte über den weg gelaufen. da gab es eine ausgabe dieser wunderbaren sendung, in der zwei künstlerInnen in ein auto gesetzt werden und gemeinsam durch die nacht ziehen. er war dabei, es war in paris. und dann habe ich ihn gegoogelt, fand gleich seine homepage.

es sind einfach wunderbare sachen dabei. wenige striche, alle wirken etwas unbeholfen, kindlich. ein paar beschriftungen und schon sind wunderbare, humorvolle cartoons dabei. ich schreibe von david shrigley aus schottland (glasgow). irgendwie handelt es sich um britisch-schottischen humor, denn selbst die werbung verwendet: http://jiminewport.carbonmade.com/projects/2583041 . aber seine eigentliche seite bietet einen reichen fundus an auszügen aus seinen büchern, kleinen filmen und vor allen dingen, sehr anregenden links.

die seite findet sich unter: http://www.davidshrigley.com/index.html . ich kann nur das klicken durch die linkliste empfehlen. sehr hübsch zum beispiel der „dream generator“ und der „outernet explorer“ vom künstler gregor wright. aber auch noch viel mehr. viel wochenendspaß damit.

schreibpädagogik und kreativitätsforschung

 

woraus entsteht denn nun kreativität? eine frage, die vor allen dingen neurologen und psychologen keine ruhe lässt. gleichzeitig antworten, die oft ideologisch überfrachtet sind. ähnlich den ergebnissen der „glücksforschung“. denn beiden forschungszweigen steht eines voran: die frage danach was denn „kreativität“ oder „glück“ sei.

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kreatives schreiben und kreativität

die ganze zeit wird hier von kreativem schreiben geschrieben und es wurde noch gar nicht danach gefragt, was kreativität eigentlich ist. wahrscheinlich irgendetwas zwischen ideen, deren umsetzung, lösungen und geistesblitzen, seltsamen kombinationen, freiheiten und viel spiel.

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wege zum ruhm – ein buchtipp

allen besucherInnen dieses blogs sind wahrscheinlich die gedichte und texte von robert gernhardt bekannt. weniger bekannt ist vielen, dass er nicht nur amüsantes schrieb, sondern auch eine menge ernsthaftes. und dass er sich schon immer theoretisch mit dem schreiben und dem schriftstellerdasein beschäftigte.

da ist es ein wahrer genuss, wenn robert gernhardt seine witzige schreibe mit ernsten überlegungen zu der frage „wie werde ich ein berühmter schriftsteller?“ verbindet. dabei heraus kam das buch „wege zum ruhm – 13 hilfestellungen für junge künstler und eine warnung„.

das buch basiert auf briefen, die robert gernhardt seinem patensohn horst schreibt. der hatte seinen patenonkel angeschrieben, dass er auch berühmter „künstler“ werden wolle und nun etwas hilfe brauche. so beginnt der erste brief mit der suche nach dem passenden künstlernamen. so wird aus horst streugöbel erst horst hacker, dann igor incasso oder dergleichen.

und doch schimmern an vielen stellen, vor allen dingen auch bei der einen warnung, brauchbare tipps für den versuch, schriftsteller oder schriftstellerin zu werden, durch. ein sehr empfehlenswertes buch für alle, die nicht nur dem ernst des lebens im künstlerischen ausdruck verleihen wollen. das buch ist erschienen im fischer taschenbuch verlag, frankfurt am main (ich weiß nicht, wann die letzte auflage erschien). ISBN 3-596-13400-5