Schlagwort-Archive: lebensgeschichte

web 2.94 – autismus und bloggen

autismus tritt sehr unterschiedlich in erscheinung, der grad der beeinträchtigungen bei der gestaltung des alltags ist ebenso verschieden. das asperger-syndrom ist die etwas abgeschwächtere form des autismus. bis heute sind sich die psychologen und mediziner bei ihrer diagnostik nicht einig. doch dies spielt eigentlich keinen rolle, wenn ein mensch sich in seinen handlungsmöglichkeiten beeinträchtigt fühlt.

den gedanken und dem empfinden von menschen mit autistischen störungen wurde lang keine aufmerksamkeit geschenkt. erst in den letzten jahrzehnten (teilweise einhergehend mit der entwicklung des internets) wurde dem erleben des autismus mehr aufmerksamkeit geschenkt. und es entwickelte sich ein digitales medium, das von menschen, die schwierigkeiten mit sozialen interaktionen und der kommunikation haben, teilweise gut gehandhabt werden kann. das medium internet bietet eine plattform, auch mit autistischen störungen am gesellschaftlichen austausch teilzuhaben.

selbst wenn die störung autismus nicht hinreichend diagnostiziert und erklärt werden kann, so kann doch inzwischen von den betroffenen auskunft über ihr erleben gegeben werden. und das bloggen ist dafür eine gute möglichkeit. darum möchte ich hier ein paar blogs von menschen über ihr leben (mit der störung) verlinken. ich will sie gar nicht einzeln vorstellen, sondern alle dazu einladen, sich lesend ein eigenes bild zu machen und vielleicht in austausch zu treten:

http://nach21.wordpress.com/

http://autzeit.wordpress.com/

http://realitaetsfilter.wordpress.com/

http://herzlichchaotisch.wordpress.com/

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biografisches schreiben und engel

die überschrift mag ein wenig befremdlich für menschen klingen, die nicht an engel glauben. es handelt sich dabei auch eher um ein gedankenspiel, denn um eine glaubenseinstellung. mit engeln verbindet man gewisse eigenschaften: dass einem gutes durch sie widerfährt, dass sie hilfreich sind, dass sie einen beschützen, betreuen, hegen und pflegen, dass sie selbstlos sind und keine gegenleistung erwarten und vieles mehr.

beim biografischen schreiben kann man einmal schauen, ob es mitmenschen im laufe des eigenen lebens gibt, die diese eigenschaften widerspiegeln. oder hat man selber die rolle eines engels für andere menschen übernommen? werfen sie einen blick auf ihre sozialen interaktionen. nutzen sie das konstrukt des engels, um unterschiede zwischen den verhaltensweisen ihrer mitmenschen festzustellen und fragen sie sich, wie sie damit umgehen. gibt es zum beispiel menschen, denen sie noch einmal dafür danken möchten? gibt es menschen, von denen sie sich distanzieren möchten, da sie weder engel noch angenehmer mitmensch sind oder waren?

die vorstellung von engeln ist eine brücke, sich der beziehung zu anderen menschen ein wenig bewusster zu werden. man kann natürlich noch einen schritt weiter gehen und sich fragen, wann man in seinem leben einen schutzengel hatte. es gibt eigentlich im leben jedes menschen situationen, die auf die eine oder andere weise brenzlig waren und man das glück hatte, dass einem nichts geschah, dass alles gut ausging. wie ist man im nachhinein mit solchen Weiterlesen

selbstbefragung (173) – engel

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „engel“.

  • welcher mensch erscheint ihnen engelsgleich? warum?
  • wenn sie ein engel wären, was für fähigkeiten würden sie besitzen?
  • wenn sie ein engel wären, was würden sie als erstes tun?
  • glauben sie an engel? warum?
  • wann war ihr persönlicher schutzengel das letzte mal aktiv?
  • für wen würden sie einen schutzengel buchen? warum?
  • wie stellen sie sich den himmel vor?
  • erzengel sollen ja nicht nur nett sein – was würden erzengel in ihrer vorstellung machen?
  • welche geschichten mit engeln gefallen ihnen am besten?
  • welche fantasiefiguren sind ihnen lieber als engel?

die letzten 150 selbstbefragungen sind als links hier gebündelt: https://schreibschrift.wordpress.com/2012/01/05/1500-fragen-zur-selbstbefragung-aus-diesem-blog/

schreibidee (376)

schreibgruppen sind von der altersstruktur her oft sehr gemischt. das ermöglicht eine spannenden austausch zwischen verschiedenen generationen. dabei geht es nicht nur um die jeweiligen biografien oder erlebnisse, sondern es geht auch um das konzept von alter und altern. darum eine schreibanregung zu „alterungstexten“.

die schreibgruppenteilnehmerInnen werden angeregt, darüber zu schreiben, wie sie sich ihr leben im alter von 70 jahren vorstellen (sollten 70-jährige oder ältere teilnehmerInnen in der gruppe sein, können sie einen realistischen text, wie ihr leben mit 70 jahren ist / war, schreiben). der text sollte maximal zwei seiten umfassen. die texte werden gegenseitig vorgestellt und es findet statt einer feedbackrunde eine kleine diskussion zu den vor- und nachteilen des alterns statt.

anschließend erstellen alle teilnehmerInnen ein cluster zum „altern“. hierbei gibt es keine vorgaben, weshalb sich die assoziationen nicht ausschließlich um persönliche einstellungen zum altern drehen müssen. anschließend wird eine kurze geschichte des alterns geschrieben. die geschichten werden in der schreibgruppe vorgetragen. es findet eine kurze feedbackrunde statt.

als letzte vorarbeit für einen längeren text wird eine ausblick in jahrzehnten notiert. dazu schreiben die schreibgruppenteilnehmerInnen maximal 10 zeilen zu der frage „wie sieht die welt in 10 (20, 30, 40, 50) jahren aus?“. anschließend wird eine längere geschichte geschrieben, in der die jahrzehnte durchschritten werden sollen. wie dies umgesetzt wird, ob biografische gedanken oder eine begebenheit, die sich über 50 jahre erstreckt, verfolg wird, bleibt den schreibgruppenteilnehmerInnen überlassen. man kann auch über fiktive tagebucheinträge eine geschichte entstehen lassen oder anhand der mode die jahrzehnte durchschreiten, man kann jemand einen rückblick anstellen lassen oder den weltuntergang herbeischreiben.

zum abschluss werden die geschichten vorgetragen und es findet eine ausführliche feedbackrunde dazu statt, wie der prozess der alterung dargestellt wurde. und wenn lust besteht, dann kann zum endgültigen abschluss noch kurz eine liste mit fünf punkten erstellt werden, was man, wenn man wieder jung wäre, anders gemacht hätte.

liste (119) – wohnen

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um das „wohnen“.

die liebsten gegenstände in meiner wohnung:

hier möchte ich einmal eine zeitlang wohnen:

die wohnungen gefallen mir am besten:

das ist mir beim wohnen am wichtigsten:

mit diesen menschen könnte ich sehr gut zusammen wohnen:

biografisches schreiben und wohnen

wenn man sich den zeitschriftenmarkt und die ladenzeilen anschaut, dann sieht man schon, welche bedeutung wohnen bei uns hat. wenn man sich dann noch den werbespruch eines schwedischen möbelhauses ins gedächtnis ruft (wohnst du noch oder lebst du schon?), dann zeigt sich die enorme bedeutung des wohnens bei uns. und wenn man es dann mit anderen regionen auf dieser welt vergleicht, dann leben wir im luxus.

es ist nicht neu für unsere gesellschaft, dass wohnen eine große rolle spielt. selbst vor hundert jahren gab es moden für möbel und schnickschnack in wohnungen. doch damals waren die gedanken über die wohnungseinrichtung den wohlhabenden menschen vorbehalten. heute ist wohnung-einrichten ein zweig der privatsender. und je stärker das „nesting“ voranschreitet, also der zwischenzeitliche rückzug ins private, ins eigene nest, desto größer die bedeutung der eigenen vier wände.

beim biografischen schreiben kann man seine eigenen wohnkonzepte aufgreifen. es geht nicht nur darum, welche möbel einem gefallen haben, welches der erste größere wohnraum war, den man selbst einrichtete, sondern es geht auch darum, in welchem wohnumfeld man lebte oder leben wollte. ist man, nachdem man das zuhause verlassen hat, in eine wg, eine eigene wohnung oder schon ins selbstgebaute haus gezogen? wohnte man am rand einer stadt, mitten in der stadt oder doch lieber auf dem land? warum das alles? was waren die eigenen beweggründe für die gewählte wohnsituation?

natürlich kann man sich auch gedanken darüber machen, wie viel zeit man darauf verwendet, das eigene wohnen nach den eigenen vorstellungen zu gestalten. wie hoch sind die ansprüche? und vor allen dingen, welche bedeutung hat das wohnen für einen selber? was ist meine wohnung für mich? rückzugsort, treffpunkt, schlafplatz, familienlebensraum, arbeitsplatz, Weiterlesen

web 2.93 – memoryloops.net

so kann man biografische erinnerungen auch aufarbeiten: man kann sie aufnehmen, verorten (auf einen stadtplan projizieren) und allen für das handy oder den computer zur verfügung stellen. so können menschen, die die orte besuchen die erinnerungen von menschen, die früher dort lebten abrufen und sich anhören. teilweise sind erinnerungen miteinander verknüpft, andere stehen für sich allein. und wer die biografischen erinnerungen öfter hören möchte, der kann sie auch als mp3-datei herunterladen.

diese sammlung von lebensgeschichten auf dem münchner stadtplan sind wider das vergessen des dritten reiches und des nationalsozialismus. geschichten von zeitzeugen mit lokalem bezug bietet „memoryloops.net„. hier in berlin gibt es in schöneberg an etlichen orten schilder, die auf die ereignisse während des dritten reiches vor ort hinweisen. doch das web 2.0 bietet mehr nähe zum ort und zum geschehen. und es macht den abruf der informationen mit dem smartphone vor ort möglich.

anders formuliert: man mache sich ein hörbares bild von der vergangenheit vor ort. dafür bekam das angebot im internet die grimme online award vor ein paar tagen. berechtigterweise. und man wünscht sich solche erinnerungen und zeitzeugenberichte für viele städte in deutschland. damit die erinnerungen nicht verloren gehen und so weit weg scheinen. zu finden ist das angebot unter: http://www.memoryloops.net .

und in der folge sind sich solche verknüpfungen von biografischen erinnerungen mit orten noch zu anderen ereignissen vorstellbar.

selbstbefragung (172) – wohnen

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um das „wohnen“.

  • wie wohnen sie zur zeit? beschreiben sie.
  • wie wichtig ist ihnen „wohnen“ in ihrem leben? warum?
  • was fehlt ihnen noch zum „perfekten“ wohnen?
  • wann wir wohnen für sie zur last?
  • welcher einrichtungsgegenstand ist ihnen am wichtigsten beim wohnen?
  • welche nachbarschaft bevorzugen sie beim wohnen? beschreiben sie.
  • wo haben sie überall schon gewohnt?
  • wo möchten sie noch wohnen?
  • wenn sie eine zweitwohnung haben könnten, wo sollte die sein? warum?
  • was halten sie von freiem wohnraum für alle obdachlose?

die letzten 150 selbstbefragungen sind als links hier gebündelt: https://schreibschrift.wordpress.com/2012/01/05/1500-fragen-zur-selbstbefragung-aus-diesem-blog/

schreibpädagogik und alter

das alter spielt in schreibgruppen erst einmal keine rolle. ganz gleich welchen alters jemand ist, kann man schreiben und vorlesen, kann man auch mitmachen. das ist eigentlich das schöne an schreibgruppen, dass sie altersungebunden und generationsübergreifend tätig sein können. und doch wäre es ein trugschluss zu glauben, dass das alter keine rolle spielt. so wie in anderen sozialen zusammenhängen kann man auch weiterhin (heute etwas versteckter als früher) unterschiede in den generationen ausmachen.

es wird auch in schreibgruppen die ungeduld der jugend gegenüber dem alter geben. und es wird ebenso die belehrende weisheit des alters gegenüber den jungen menschen geben. darum ist die leitung einer schreibgruppe dazu aufgerufen, zwischen den verschiedenen untergruppen in einer schreibgruppe (es kann auch ganz andere zusammenschlüsse geben) zu vermitteln. aber die große chance dabei ist, überhaupt einen austausch zwischen den generationen zu ermöglichen und mag es auf der kreativen ebene sein.

denn altersgruppen können sich auch gegenseitig in erstaunen versetzen. so können jüngere menschen feststellen, dass die älteren neben ihnen in ihrer jugend auch rebellisch, ungegduldig und unerbittlich waren. die älteren der gruppe werden feststellen, dass die anliegen der jüngeren berechtigt und längst nicht so oberflächlich sind, wie sie immer annahmen. letztendlich geht es in gemischten schreibgruppen um nichts anderes, als gegenseitige vorurteile abzubauen. warum diese bei uns immer noch so vertreten sind? weil sowohl jüngere als auch ältere in unserer gesellschaft nicht ernst genommen werden und sich somit auch kaum gehör verschaffen können. beide gruppen werden nicht wahrgenommen und bleiben somit unbekannt.

vielleicht kann eine schreibgruppe von jüngeren und älteren menschen genau diese ungerechtigkeit zum thema machen. auf der einen seite wird erklärt, dass jungen menschen mehr verantwortung und mitsprache ermöglicht werden soll, aber gleichzeitig werden sie verwaltet und verwahrt, wie lange nicht mehr. sie werden eingeengt und bevormundet. auf der anderen seite wird älteren menschen die teilhabe am arbeitsleben und am lebenslangen lernen schmackhaft gemacht, doch wenn es darauf ankommt, dann werden auch sie verwahrt und bevormundet.

warum also nicht texte gegen bevormundung und verwahrung verfassen und zur lesung die generation der 30- bis 60-jährigen einladen? oder es ergibt sich gleich von anfang an, dass auch die gruppe der mittelalten in der Weiterlesen

liste (118) – alter

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um das „alter“.

die größten vorteile des alters aus meiner sicht:

die unangenehmsten nachteile des alters aus meiner sicht:

ältere menschen, die große vorbilder für mich waren:

die narrenfreiheit der senilität würde ich gern für folgendes nutzen:

die wichtigsten aspekte meines jetzigen alters:

web 2.0 und alter

die zeiten sind vorbei, in denen nur die junge generation ahnung von den neuesten digitalen techniken hatte. laut regelmäßiger befragungen (siehe http://www.initiatived21.de/portfolio/nonliner-atlas ) holt die 50+-Generation bei der nutzung des netzes fleissig auf. es ist damit zu rechnen, dass dies in den nächsten jahren noch so weitergeht. zu vermuten ist, dass die nutzung des netzes im alter mehr oder weniger freiwillig geschieht.

zum einen bietet das internet auch älteren menschen eine menge abwechslung. doch das soziale umfeld agiert oft eher über andere kommunikationswege. gleichzeitig gibt es aber auch für ältere menschen das problem, dass die gesellschafltiche teilhabe immer enger an das internet gekoppelt ist, sie also in manchen zusammenhängen beinahe gezwungen sind, sich ins netz zu begeben. das fängt bei den zug- und nahverkehrsinformationen an, geht über die steuererklärung, die auch von rentnerInnen noch abgegeben werden müssen, und reicht bis zur suche nach neuen kontakten und beziehungen, wenn man keine lust auf muffige rentner-treffpunkte hat.

außerdem bietet die digitale welt nicht nur jüngeren menschen viele zusätzliche kreative möglichkeiten an. geht es dabei um fotografie, die erstellung einer datenbank von eigenen sammlungen, das verfassen der eigenen biografie oder auch nur die zusammenstellung der lieblingsmusik, ältere generationen haben keine sehr unterschiedlichen bedürfnisse als jüngere generationen, auch wenn dies gern immer so vermittelt wird.

und so gibt es natürlich auch im web 2.0 vermehrt auftritte von älteren menschen. einzig manche technischen details können mehr schwierigkeiten bereiten und verlangen auch eine barrierefreiheit für ältere menschen. zum beispiel verschlechtern sich die sehfähigkeiten bei vielen älteren, sehr klein geschriebenes kann da zum problem werden. oder die hohe empfindlichkeiten von tastaturen und mäusen kann Weiterlesen

biografisches schreiben und alter

als jugendlicher schreibt man nicht unbedingt eine autobiografie (obwohl es auch beinahe jugendliche (er)lebensberichte gibt). die meisten menschen kommen erst nach dem ausscheiden aus dem beruflichen leben auf die Idee, ihr eigenes leben aufzuschreiben. oder bekannte und verwandte bitten sie darum, doch einmal die spannende lebensgeschichte zu notieren. immer wieder entbrennt danach bei biografien der streit, ob das beschriebene denn wirklich so gewesen sei oder ob nicht manche darstellungen geschönt und auslassungen gemacht wurden.

doch die form des umgangs mit der eigenen lebensgeschichte ist auch in jungen jahren kein anderer. ganz gleich welches alter man hat, biografisches schreiben geschieht immer beeinflusst von der aktuellen lebenssituation. in jüngeren jahren blendet man eventuell andere dinge aus, als in älteren jahren. dafür blickt man im alter mit mehr erkenntnissen und erfahrungen auf das eigene leben zurück und kann es vielleicht in einen größeren zusammenhang stellen. eine objektive (auto)biografie gibt es nicht. selbst bei der aneinanderreihung von puren daten ist schon die auswahl der daten eine subjektive.

also kann man nur empfehlen, sich erst gar nicht außergewöhnlich zu bemühen, bei den beschreibungen immer objektiv zu sein. vielmehr sollte man zeit und energie auf ein paar (schreib)techniken verwenden, die einem das erinnern erleichtern und die „verschüttetes“ wieder zu tage befördern. denn meist erinnert man sich im laufe der zeit an mehr, als man vorher annahm. einmal angefangen mit der erinnerungsarbeit fallen einem stück für stück weitere details ein. und sollte dies nicht der fall sein, tut es einer biografie keinen abbruch, wenn man schreibt, dass man sich an manche details nicht mehr erinnern könne.

spannender scheint mir beim biografischen schreiben der blick darauf, was das alter mit einem macht. hat man das gefühl, dass sich in bezug auf die eigenen einstellungen und vorstellungen etwas verändert hat? hat man im laufe der jahre eine neues lebenskonzept für sich entwickelt? wie geht man mit dem prozess des alterns um? was sind die vorteile des alters, wo liegen Weiterlesen

selbstbefragung (171) – alter

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um das „alter“.

  • wie alt möchten sie werden? warum?
  • wie sieht ihr ideales leben im alter aus?
  • wovor haben sie angst, wenn sie ans älter-werden denken?
  • worauf freuen sie sich, wenn sie ans älter-werden denken?
  • haben sie schon einmal einen menschen gepflegt? warum?
  • wie möchten sie sterben?
  • was möchten sie alles machen, wenn sie in rente sind?
  • welcher alte mensch ist für sie ein vorbild?
  • haben sie eine patientenverfügung erstellt? warum?
  • ab wann ist man in ihren augen alt? warum?

die letzten 150 selbstbefragungen sind als links hier gebündelt: https://schreibschrift.wordpress.com/2012/01/05/1500-fragen-zur-selbstbefragung-aus-diesem-blog/

liste (117) – unsicherheit

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „unsicherheit“.

meine größten unsicherheiten:

meine sympathischsten unsicherheiten:

meine besten rezepte gegen unsicherheiten:

diese unsicherheiten mag ich an anderen menschen:

diese unsicheren momente haben mein ganzes leben verändert:

biografisches schreiben und unsicherheit

schon als jugendlicher ahnte man, dass die erwachsenen längst nicht so selbstsicher sind, wie sie einem glauben machen wollten. nach außen stellten sich viele als menschen mit klaren vorstellungen, prinzipien und werten dar. doch kratzte man ein wenig an der fassade, dann offenbarten sich unsicherheit, angst und zweifel. nun braucht jeder erwachsene mensch nur sich selbst anzuschauen, sich selbst zu befragen und schnell findet man die momente, in denen man sich überhaupt nicht sicher ist oder war.

wie wäre es, einmal einen blick hinter die eigene fassade zu werfen? wie weit klaffen bei ihnen die außendarstellung und die innere verfassung auseinander? ist es nicht ein seltsames gesellschaftliches phänomen, dass die inszenierung des selbst vor allen dingen die unsicherheiten überdecken soll? warum nur? es ist doch etwas sehr menschliches, dass man nicht jede entscheidung, die man trifft, hundertprozentig für richtig hält. es gibt so viele überraschungen, zufälle und nicht absehbare folgen, dass man gar nicht sicher sein kann, dass die entscheidung richtig war.

doch es schwirrt ein kodex bei uns herum, der von uns in der außendarstellung verlangt, stete sicherheit auszustrahlen. und so halten wir daran fest, dass der flughafen rechtzeitig eröffnet wird. jeder, der uns nach zweifeln fragt bekommt eine klare antwort – der zeitplan wird eingehalten. die renten sind sicher – die banken sind stabil – der klimawandel kann gestoppt werden – … skurril, da wir damit erst schwierigkeiten verursachen, die uns noch unsicherer werden lassen. klar, wir müssen wieder und wieder entscheidungen treffen und wir sollten uns relativ sicher dabei sein. aber was wäre so schlimm, wenn man seine unsicherheit durchschimmern lassen würde?

und hier sind wir alle an der reihe beim biografischen schreiben: wie viele schwierigkeiten haben wir uns dadurch bereitet, dass wir unsere unsicherheit verborgen haben? das fängt bei beziehungen an und endet im berufsleben. wie oft verlangten menschen von uns eine klarheit, die wir gar nicht ins uns tragen? wie oft wurde uns übel genommen, dass wir unsere meinung noch einmal änderten? und wie haben wir darauf reagiert? vielleicht waren die selbstsicheren momente in unserem leben die, in denen wir Weiterlesen

selbstbefragung (170) – unsicherheit

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „unsicherheit“.

  • woran merken sie, dass sie sich unsicher fühlen? beschreiben sie.
  • wann fühlten sie sich das letzte mal sehr unsicher? warum?
  • wie überwinden sie am leichtesten ihre unsicherheit?
  • wann brachte sie ihre unsicherheit einmal in schwierigkeiten?
  • wann waren sie zu selbstsicher und bemerkten es erst im nachhinein?
  • in welcher lebenssituation erstaunte sie ihr eigener mut? beschreiben sie.
  • welcher mensch macht sie immer unsicher? warum?
  • welchen menschen machen sie immer unsicher? was glauben sie warum?
  • was schätzen sie an unsicheren momenten?
  • wie kontrolliert wären sie gern? beschreiben sie.

die letzten 150 selbstbefragungen sind als links hier gebündelt: https://schreibschrift.wordpress.com/2012/01/05/1500-fragen-zur-selbstbefragung-aus-diesem-blog/

liste (116) – zufall

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um den „zufall“.

positive zufälle, die mein leben am meisten veränderten:

negative zufälle, die mein leben am meisten veränderten:

zufällige bekanntschaften, die mich veränderten:

das möchte ich in zukunft gern zufällig erleben:

was ich am häufigsten mache, um die richtung meines lebens zu beeinflussen:

biografisches schreiben und zufall

man mag es zufall oder schicksal nennen (obwohl schicksal meist mit negativen erlebnissen in verbindung gebracht wird), unser leben verläuft meist nicht ganz so kontrolliert, wie wir das gern annehmen. bewusst wird uns dies in sehr außergewöhnlichen oder gar dramatischen momenten. wenn man zum beispiel einer katastrophe entgangen ist, weil man in einen anderen zug, ein anderes flugzeug oder dergleichen mehr gestiegen ist. manch einer mag da zwar ausrufen „ein zeichen, ein zeichen!“, doch auch die zeichen sind von uns nicht beeinflussbar.

spannend wird die diskussion über die zufälle in unserem leben durch manche behauptungen aus der genetik, der hirnforschung und der zwillingsforschung. hier wird in vielen zusammenhängen der „freie wille“ in frage gestellt. doch die diskussion scheint müßig, da viele erkenntnisse zwar darauf hinweisen, dass mehr unbewusstes unsere entscheidungen beeinflusst als bisher angenommen, aber es nicht die fähigkeit, entscheidungen aufgrund der uns zur verfügung stehenden informationen in frage stellt.

so wandeln wir zwischen selbstüberschätzung und ohmacht durch unsere alltag. im biografischen schreiben können wir zumindest einen blick darauf werfen, welche ereignisse unseres lebens uns zufällig schienen und wie weit sie unsere zukunft beeinflusst haben. sicherlich erinnert man sich nur an die „großen“ zufälle, die wirklich eine bedeutung hatten. aber dies sind auch oft die momente, die unser leben spannend machen. wie weit waren wir bereit, entwicklungen in unserer lebensgeschichte dem zufall zu überlassen? wo haben wir uns besonders angestrengt, die richtung unserer entwicklung zu steuern, und wie fruchtbar oder unfruchtbar war dies? haben unsere erfahrungen mit zufall und Weiterlesen

selbstbefragung (169) – zufall

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um den „zufall“.

  • glauben sie an den zufall in ihrem leben?
  • wie war der grösste zufall ihres lebens? beschreiben sie.
  • welchen zufall würden sie gern herbeiführen können (obwohl es dann gar kein zufall mehr wäre)?
  • glauben sie bei der enstehung unserer welt an einen zufall oder an den determinismus? warum?
  • wie weit ist ihr verhalten zufällig?
  • haben sie schon einmal bei einer lotterie oder anderem gewonnen?
  • wie weit halten sie statistiken für zufällig?
  • wen haben sie zuletzt zufällig getroffen?
  • wen würden sie zufällig wieder treffen?
  • wie viel beachtung schenken sie ihren zufälligen gedanken? warum?

die letzten 150 selbstbefragungen sind als links hier gebündelt: https://schreibschrift.wordpress.com/2012/01/05/1500-fragen-zur-selbstbefragung-aus-diesem-blog/

liste (115) – verlust

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um den „verlust“.

meine größten verluste:

menschen, die ich nie wieder sehen werde, aber so gern würde:

verluste, die ich wieder wett machen konnte:

verluste, die keine für mich waren:

was ich bei großen verlusten dafür gewonnen habe: