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biografisches schreiben und farben

in welchen farben ist ihre wohnung gehalten? was sagt das über sie aus? allein diese zwei fragen, geben einen anhaltspunkt über einen selber. man wählt sich sein umfeld nicht ohne grund. beim betrachten der eigenen biografie lohnt ein blick auf das eigene farbempfinden, um sich seiner selbst bewusster zu werden oder auch nur eine beschreibung für sich zu finden. man werfe einmal einen blick um sich herum, wenn man am schreibtisch sitzt: was sticht einem ins auge? welche farbe hat dieser gegenstand, dieser blickfang?

aber man kann noch einen schritt weiter gehen. welche farben verbindet man mit den einzelnen, wichtigen lebensabschnitten? diese überlegungen liefern vielleicht eine gute möglichkeit, worte für das erlebte, für die situation zu finden. umschreiben sie die kapitel ihrer existenz mit farbpaletten und fragen sie sich, was sie damit assoziieren. oder überlegen sie sich, an welche farben sie sich intensiv erinnern. welche farbe hatte ihr lieblingsspielzeug? in welcher farbe war ihr elternhaus gehalten? hatten sie eine bunte oma oder passte sich ihre kleidung der grauen haarfarbe an?

abgesehen davon gibt es menschen, die zum beispiel farben schmecken oder riechen können. das sind zwar sehr spezielle fähigkeiten, aber sie bieten als grundlage noch einmal eine ganz andere betrachtungsweise der eigenen lebensgeschichte. welchen geschmack, welchen geruch verbinde ich mit bestimmten farben? und in der folge, warum ist das eventuell so? habe ich bestimmte erinnerungen in diesem zusammenhang? diese überlegungen können einen an verschüttete erinnerungen heranführen. wichtig dabei ist nur, dass man sich nicht unter druck setzt, etwas assoziieren zu wollen. es kann auch sein, dass es einfach keine eindeutigen bilder gibt. und man sollte sich frei von gesellschaftlichen vorstellungen machen. grau kann zum beispiel eine sehr schöne farbe sein. man stelle einmal verschiedene grautöne nebeneinander und schon befindet man sich in einer bunten welt, ein anderes bunt.

eine weitere aufschlüsselungsmethode wäre es zum beispiel, seine lebenskurve nicht nur mit höhen und tiefen darzustellen, sondern gleichzeitig mit farben. dazu müsste man jeder farbe eine bedeutung geben. auch ein genogramm kann mit farben gestaltet werden. die verbindungen zu ihrem umfeld werden in farben ausgedrückt. die charaktere der einzelnen menschen, die sie kennen und kannten, fassen sie in farben. Weiterlesen

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biografisches schreiben und gewinn / verlust

 

selten verläuft ein leben gradlinig, wie es sich manche menschen wünschen. denn es gibt eine menge faktoren, die weder vorhersehbar, noch berechenbar sind. die meisten menschen erklären im nachhinein, dass die momente, die sie am meisten wachsen ließen, die überraschenden waren. also die momente, in denen das so genannte „schicksal“ zuschlug. um sich seiner lebensgeschichte anzunähern, also die selbstreflexion zu intensivieren, ist eine stimmungskurve oft hilfreich. dabei soll es dieses mal um die subjektive einschätzung diverser ereignisse im nachhinein gehen, also aus zeitlicher distanz.

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