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schreibidee (43)

es wird viel zu wenig gelobt. mensch ergeht sich gern in kritik und selbstkritik, vor allen dingen in arbeitsverhältnissen. und sollte einmal gelobt werden, dann spielen die gelobten dies gern herunter. also ist es an der zeit ein unausweichliches lob zu formulieren.

die teilnehmerInnen von schreibgruppen sollten, eventuell per cluster oder anderen assoziationsübungen, für sich einen gegenstand, eine person oder einen text auswählen, die sie loben wollen. ist dies erfolgt, ist es an der zeit eine lobeshymne zu verfassen. hier kann variiert werden zwischen einer sich reimenden hymne oder einer oscar-verdächtigen laudatio. wichtig ist nur, es darf übertrieben werden, sollte sich aber gleichzeitig am lobesobjekt orientieren.

wenn nach ungefähr einer halben stunde die texte verfasst sind, ist es an der zeit, sie angemessen vorzutragen. ideal wäre in diesem zusammenhang ein stehpult auf einer bühne. sollte dergleichen nicht zur verfügung stehen, bieten sich ein stehtisch für empfänge in einer zimmerecke an. auch der vortrag der lobeshymne sollte vom tonfall und von der melodie her, einem weihevollen moment nahekommen.

abgewandelt besteht auch die möglichkeit, eine lobeshymne auf einen eigenen text schreiben zu lassen. denn eigenlob stinkt nicht, wird es doch viel zu selten angewendet.

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