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Jackson Pollock by Miltos Manetas – noch eine spielerei

wahrscheinlich liegt es am regnerischen wetter, dass einem seltsame spielereien am computer und im internet über den weg laufen 😉 malen wie jackson pollock, ganz leicht gemacht, auf diesen nenner kann man die schon ältere webseite von miltos manetas bringen.

wenn man auf „enter jacksonpollock.org“ klickt, öffnet sich eine weiße seite. dann mit der maus drüber fahren, klicken, mehr braucht es nicht. nur mit speichern oder ausdruck ist es nicht so einfach, aber das lässt sich sonst auch anders lösen.

nur so kurz was fürs auge: Jackson Pollock by Miltos Manetas.

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schreibidee (316)

wenn man sich die malerei anschaut, dann gibt es viele künstlerInnen, die sich irgendwann selbst gemalt haben. sie tauchen als kleine protagonisten in menschenansammlungen auf, sie haben sich mit gegenständen auf bildern arrangiert oder sie haben sich einfach spiegelbildlich in ihrem aktuellen zustand abgebildet. warum nicht auch mal schriftlich ein selbstporträt abseits des lebenslaufs und der eigenen vita erstellen. eine schreibanregung zu „selbstporträt-texten„.

da es sich bei diesen texten um einen (idealisierten) subjektiven eindruck handelt, ist der einstieg ein recht persönlicher. drei kurze texte werden verfasst (maximal eineinhalb seiten). die aufgabe besteht darin, sich selber als pflanzen, als tier und als gegenstand zu beschreiben. wenn man also ein tier wäre, was für ein tier wäre man dann und welche eigenschaften würde man besitzen? die schreibgruppenteilnehmerInnen stellen anschließen in der gruppe ihre drei kurzen selbstporträts vor. es gibt keine feedbackrunde.

der nächste schritt bezieht die malerei ein. dieses mal soll eine bildbesprechung von dem bild, das man von sich selber malen würde, geschrieben werden (maximal 3 seiten). wie will man sich abbilden? welche farben, welche darstellung und welche umgebung würde man bei einem gemalten porträt verwenden? die teilnehmerInnen besprechen ihr eigene fantasiegemälde (wenn sich nicht schon einmal in ihrem ein selbstporträt von sich gemalt haben oder eine malen ließen). auch der text wird kurz vorgetragen.

zum abschluss wird nun ein längerer text über sich selber verfasst. die bildbeschreibung wird in ein literarisches selbstbild übertragen. man kann sich in die weltliteratur einschleichen, kann sein selbst in dialoge packen, kann sein selbst in eine metaphernwolke packen, man kann eine steckbrief erstellen, kann als protagonist in einer story erkennbar werden, kann sich über sein umfeld „be-schreiben“ und vieles mehr. es gibt keine weiteren anforderungen, als eine literarische form der selbstdarstellung zu finden.

anschließend werden die texte in der schreibgruppe vorgetragen und es findet eine feedbackgruppe statt. dabei geht es nicht darum, wie zutreffend die selbstdarstellung ist, sondern darum, welchen eindruck die umsetzung der aufgabenstellung hinterlässt. wenn die schreibgruppe lust hat, sich der öffentlichkeit bei einer lesung oder ähnlichem zu präsentieren, dann könnten die schriftlichen selbstdarstellungen zum beispiel mit einem foto oder einem gemalten selbstporträt zusätzlich veröffentlicht werden.

schnickschnack (92)

das internet ist inzwischen auch ein hort der modernen kunst und ästhetik geworden. noch nie ließen sich so schnell kreative ergebnis in der ganzen welt verbreiten. es muss sich nur jemand die mühe machen, künstlerische ergebnisse und ausdrücke zu sammeln und zu bündeln. schön, dass auch dies immer öfter stattfindet.

eine sehr ausführliche und ansehnliche webseite ist „iGNANT„. hier werden alle möglichkeiten der präsentation und berichterstattung über fotografie, design, malerei, werbung und andere künstlerische ausdrücke genutzt. die palette an dargebotenem ist riesig. garniert wird das ganze von interviews, filmen und bildern ohne ende. dazu noch ein paar blicke hinter die kulissen der kunst- und kulturschaffenden, aber auch von bloggerInnen.

die homepage kommt schlicht daher, doch einen klick weiter und man befindet sich in einer galerie, wenn nicht sogar in einem museum. das schlichte erscheinungsbild lenkt die aufmerksamkeit auf die vorgestellten künstlerInnen und ihre digitalen exponate. und wie immer bei solchen vielfältigen webseiten, sind sie auch eine schöne anregung für jeden schreibenden menschen, so er sich visuell anregen lassen möchte. ganz abgesehen von dem genuss.

zu finden ist die seite unter http://www.ignant.de .

schreibidee (134)

in der schulzeit bestand der kunstunterricht oft darin, dass berühmte gemälde kunstgeschichtlich eingeordnet und analysiert wurden. was wollte der maler, die malerin damit ausdrücken und mit welchen mittel ist ihnen das gelungen? ohne kunstgeschichtlichen hintergrund, sind manche betrachtungen reine deutungen. wissenschaftlich betrachtet ist dies natürlich fragwürdig, aber als schreibanregung für kreatives schreiben eine unerschöpfliche quelle für geschichten. somit dienen als schreibanregungen dieses mal „bildbesprechungen„.

entweder man bringt fotografien und nachdrucke von gemälden mit in die schreibgruppe oder man ermöglicht allen teilnehmerInnen den zugang zum internet. jedenfalls sollten alle die möglichkeit haben für sich ein gemälde auszuwählen, das ihnen sehr zusagt. dabei darf die auswahl quer durch die kunstgeschichte von klassik bis moderne gehen.

nun werden die bilder betrachtet und erste eindrücke in stichworten notiert. anschließend ist ein text zu verfassen, der das bild erst einmal genau vom aufbau her beschreibt. dabei werden noch keine wertungen und interpretationen angeboten, sondern nur das gemälde widergespiegelt. diese beschreibung sollte nicht länger als zwei seiten sein. in der folge wird eine interpretation des bildes, das man ausgewählt hat, geschrieben. nun kann bei einer bildbesprechung frei gedeutet werden, ohne kunstgeschichtlichen hintergründen zu folgen. nur die eigenen ideen fließen in diesen längeren text ein, um daraufhin eine geschichte zu dem bild zu schreiben. im anschluss werden die gemälde gezeigt und die entstandene geschichte vorgelesen.

zum abschluss besteht die möglichkeit, ein ausgewähltes bild für alle teilnehmerInnen der schreibgruppe als vorlage zu bestimmen. alle sollen zu diesem gemälde eine geschichte schreiben. anschließend werden die entstandenen geschichten vorgelesen und es kann verglichen werden, welche verschiedenen eindrücke ein und dasselbe bild hinterlässt, welche ideen es verursacht.

schnickschnack (44)

kunst wird diesen herbst in berlin groß geschrieben. ausstellungen aller orten. und dann eigentlich eine veranstaltung, die schon seit jahren regelmäßig stattfindet, sich aber immer mehr zu einer schau der aktuellen modernen kunst mauserte. und vor allen dingen zu einer galerienschau der hauptstadt. das art-forum berlin.

vom 31ten oktober bis 3ten november findet auf dem messegelände in drei hallen das forum platz. dabei besteht sowohl die möglichkeit (wenn das nötige kleingeld vorhanden ist), kunst zu kaufen, aber auch die verkaufsausstellung als museum zu betrachten und kunst zu konsumieren. angegliedert sind sowohl eine ausstellung als auch ausstellungsfläche für junge galerien. daneben gibt es diskussionen zur entwicklung der kunst und des kunstmarktes und ein pavillon mit verlagen und cafe. wer also schon alle ausstellungen in berlin durch hat, der kann sich die kunstmesse reinziehen. und wer einfach nur aktuelles sehen möchte, dem sei dieses forum ans herz gelegt. mehr infos gibt es auf der homepage hier: http://www1.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/art-forum-berlin/index_d.html .

kreatives schreiben und fotografie

hier wurden schon häufiger seiten im netz mit diversen fotografien vorgestellt. die fotografien können der förderung von assoziationen dienen. doch die vorgehensweise lässt sich auch umkehren. zuerst wird ein text mit hilfe der schreibtechniken des kreativen schreibens verfasst. ist er fertiggestellt wird der text mit passenden fotografien gestaltet.

zur untermalung der texte gibt es verschiedene möglichkeiten. zum einen kann man zeitschriften, zeitungen und das internet nach abbildungen durchsuchen, die zum eigenen text passen. dabei ist auf das copyright zu achten oder ein bildnachweis zu vermerken. sollen die bilder am computer eingefügt werden ist der aufwand recht groß, da etliche eingescannt werden müssten.

die leichtere variante besteht, falls vorhanden, eine digital-kamera zu verwenden, mit der man bilder macht, die zum text passen könnten. hier erledigt sich das problem mit dem copyright und dem bildnachweis. schwieriger kann es werden die passenden motive zu finden. wenn zum beispiel eine rittergeschichte aus dem mittelalter verfasst wurde, stellt sich die frage, welche fotografie den text untermalen könnte.

deshalb bietet sich als letzte variante neben dem kreativen schreiben auch noch das kreative malen an. dies hat zwar nichts mehr mit fotografien zu tun, bietet aber die freiheit ein bild zu schaffen, dass die geschichte illustriert. selbstgestaltete illustrationen lassen kreative geschichten zu gesamtkunstwerken werden. doch diese vorgehensweise ist meist sehr zeitaufwendig. außerdem ergibt sich auch hier das problem, dass entweder unikate produziert werden müssen, die dem gedruckten oder handgeschriebenen text hinzugefügt werden. oder auch in diesem moment muss wieder eingescannt werden.

aber die mühe lohnt sich, da illustrierte texte den gesamtausdruck der geschichte verstärken und die möglichkeit geben, text mit bild kooperieren zu lassen. oder man druckt seine texte ohne jede fotografie aus, um sie dann zu gegebenem anlass vorzutragen. hier ist die betonung aber nicht das bild wichtig.

kult des künstlers – ein multi-ausstellungstipp

berlin hat immer mal wieder große ausstellungen, die es lohnt zu besuchen. doch diesen herbst, und das wurde bei dem vielen eigenen potential an museen auch zeit, gibt es den versuch ein feuerwerk an interessanten ausstellungen abzubrennen. unter dem motto „kult des künstlers“.

einbezogen in des projekt sind die alten nationalgalerie, die neue nationalgalerie, der hamburger bahnhof – museum für gegenwart, das alte museum und das kulturforum potsdamer platz. im laufe dieses monats und des nächsten monats werden zeitversetzt diverse ausstellungen eröffnet. schon geöffnet sind die ausstellungen zu „hans von marées„, zu „künstlermythen. das 19. jahrhundert„, zu „karl friedrich schinkel und clemens brentano“ (alles alte nationalgalerie). außerdem können werke von „andy warhol“ und „joseph beuys“ und zum thema „ich kann mir nicht jeden tag ein ohr abschneiden – dekonstruktionen des künstlermythos“ im hamburger bahnhof angesehen werden. dazu kommen noch ausstellungen mit werken von „jeff koons“ und „paul klee“ (neue nationalgalerie) und eine zum verhältnis von „alberto giacometti“ zur altägyptischen kunst. und die alles zusammenfassende ausstellung zum „kult des künstlers“ wird im kulturforum gezeigt.

schön an dem ganzen vorhaben scheint mir, dass berlin das meiste gezeigte entweder in den eigenen archiven hat oder über sammlungen zur verfügung gestellt bekommt. die stadt zeigt endlich einmal, was sie hat. und dann noch zu dem spannenden thema, welche rolle der künstler in gesellschaften hat und hatte. leider fehlen die künstlerinnen. ist zu wünschen, dass sie nächstes jahr bedacht werden. auch die homepage kann sich sehen lassen, schon das intro macht viel freude. es können podcast zu verschiedenen themengebieten des ausstellungsmarathons kostenlos abonniert werden. und das design der homepage ist ein frisches. zu finden ist die seite unter http://www.kultdeskuenstlers.de .

 

p.s.: wem das bei einem kulturbesuch in der stadt noch nicht genügt, der kann immer noch in die „tropen„-ausstellung im martin-gropius-bau mitnehmen (darauf wurde hier schon hingewiesen) und im gleichen bau eine ausstellung des fotografen „richard avedon“ (ab 19.10). ende des monats und im november gibt es die nächsten knüller, dazu ein andermal mehr.

 

p.p.s.: und wenn dann alle ausstellungen besucht sind, weiß niemand mehr, welche schreibanregung aus der bildenden kunst denn nun als erstes für einen text verwendet werden soll. aber dafür gibt es dann kataloge 😀

schnickschnack (35)

teile des internet und web 2.0 entwickeln sich zu einem großen feuilleton. sie bündeln alles, was mit „kultur“ zu tun haben könnte, teil mit kritik oder beschreibungen zu den einzelnen events oder darstellungen. sind die seiten einmal gefunden und in regelmäßigen abständen besucht, erhält man zumindest die modernen künste betreffend und die popkultur fortführend einen guten überblick.

sehr schlicht kommt in diesem zusammenhang der blog von „lumina live!“ daher. kurze beschreibungen, interessante links zu allem, was man als modern oder postmodern verstehen könnte. auch hier, wie immer in der „schnickschnack“-rubrik, kann man sich anregungen holen und überraschen lassen. zu finden ist die seite unter: http://news.luminalive.sg/ .

verlag (10) – prestel verlag

mal wieder was fürs auge. einer der verlage, der fast ausschließlich bildbände und kunst- und kulturbücher verlegt ist der „prestel verlag„. er gehört zwar inzwischen seit diesem jahr zu „random house“, erscheint aber das eigene profil beizubehalten.

die homepage ist kurz und knapp gehalten, man würde sich ein wenig mehr ansichtsmöglichkeiten aus den bildbänden wünschen, zumindest auszugsweise, da man sich bei manchen werken den inhalt schwer vorstellen kann. ansonsten umfasst das angebot vor allen dingen bildbände zu künstlern und kunstrichtungen, aber auch zu kunstgeschichte und zum thema design. die bandbreite ist groß und die bücher sind es auch.

ein besonderes angebot findet sich in einem künstlerlexikon, das online für eine schnelle recherche zur verfügung steht. der band: „prestel lexikon – kunst und künstler im 20. jahrhundert“ wird nicht mehr verlegt, kann aber vollständig online eingesehen werden. ein schönes angebot, das mit vielen verschiedenen kurzinformationen aufwartet, vor allen dingen auch zu den verschiedenen kunstrichtungen.

zu finden ist die seite unter: http://www.prestel.de .

schnickschnack (30)

da ich weiterhin der meinung bin, dass kunst, also malerei, architektur, design, film und dergleichen wunderbare schreibanregungen sein können, hier zwei kunstorientierte hinweise.

zum einen der klassiker der deutschen kunstzeitschriften „art„. die zeitung hat vor einer weile ihre homepage überarbeitet, jetzt letztendlich in ein blogformat gebracht und bietet etliche infos abseits der gedruckten ausgabe. vor allen dingen interviews mit diversen künstlern und kunstinteressierten finden sich auf der seite. aber auch rubriken wie „lieblinks“ (mit hinweisen auf interessante homepages“, „gib mir fünf“ (fünf tipps der woche), bildstrecken und dossiers. daneben gibt es aktuelle news aus der kunstszene und vom kunstmarkt. zu finden ist die seite unter http://www.art-magazin.de .

unter den „lieblinks“ war vor allen dingen ein sehr ansprechender blog, von dem der titel schon viel verspricht: „we-make-money-not-art„. in dem blog wird versucht die szene der modernen kunst zu bündeln und vor allen dingen einen überblick über aktuelle ausstellungen und aktionen zu geben. dabei kommt ganz schön was zusammen, auch unterfüttert mit interviews, und in praktischen kategorien gebündelt. so lassen sich für einzelne städte die aktuellen ausstellungsberichte abrufen. zu finden ist die seite unter: http://www.we-make-money-not-art.com/

schnickschnack (20)

nicht nur beim gutenberg-projekt (siehe in den links) gibt es weltliteratur für lau. inzwischen ist der versuch gestartet worden, eine online-bibliothek ins leben zu rufen. dabei wird versucht das wissen des internets miteinander zu verknüpfen. so werden bücher der digitalen bibliothek zur verfügung gestellt, malerei aus früheren jahrhunderten, das online-lexikon wikipedia, manche andere datenbank und viele weitere informationen.

der versuch diese bibliothek aufzubauen steht am anfang. es soll weiter verändert und hinzugefügt werden, immer unter beteiligung der nutzerInnen. da das projekt erst im jahr 2007 gestartet wurde und verbesserungsvorschläge gerne entgegengenommen und wenn es geht, umgesetzt werden, ist in der nächsten zeit mit einer weiterentwicklung zu rechnen.

ein regelmäßiger blick in die bibliothek lohnt sich, um wissen zu nutzen und zu erweitern. zu finden ist die seite von zeno unter: http://www.zeno.org/ . und danach auch unter den links auf der rechten seite.