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die süddeutsche zeitung von morgen – ein medienpädagogischer lesetipp

alle menschen, die sich mit den folgen des internet, der social-software und vor allen dingen mit jugendarbeit, pädagogik und ähnlichem beschäftigen, könnte eventuell die morgige (samstag 11ter august) ausgabe der süddeutschen zeitung interessieren. denn die wochendbeilage ist eine spezial-ausgabe über das erwachsenwerden im netz. laut ankündigung soll es um formen von „sucht“ im internet, um die motivation von jungen bloggerInnen und vieles mehr gehen.

wie interessant die beiträge wirklich werden, kann ich nicht sagen, doch es klingt nach medienpädagogischen betrachtungen und reportagen. zumindest kann die ausgabe wahrscheinlich zur diskussion anregen. in den nächsten tagen vielleicht mehr darüber.

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mein computer und ich – eine umgangslehre (25)

entwicklungen und schluss

seit oktober 2011 habe ich hier eine nabelschau der digitalen art betrieben. ich habe versucht, unterschiedliche aspekte der nutzung von computer und internet zu thematisieren. denn die digitale welt hat unser arbeiten und unser leben in den letzten jahren stark verändert, selbst wenn wir uns standhaft weigern, einen computer zu nutzen. wie findet man den eigenen angemessen umgang mit den anforderungen der virtuellen und elektronischen welt? diese gedanken sind erst einmal ausgeschöpft und heute endet diese serie.

zum abschluss möchte ich noch einmal einen blick in die zukunft werfen. am auffälligsten ist dabei die entwicklung des handys zum smartphone, also inzwischen zum kleinen taschencomputer, der mit sich herumgetragen wird. und so ist die abhängigkeit von den funktionen dieses kleinen digitalen gerätes bei vielen menschen enorm. man betrachte nur die immer öfter auftauchende gebeugte haltung im alltagsbild, die den fussgänger, die autofahrerin oder die nutzerInnen des nahverkehrs als besitzerInnen eines smartphones ausweist.

diese entwicklung wird sicherlich noch eine zeitlang eine weitere steigerung erfahren. aber man stellt inzwischen fest, dass manche menschen wieder die abkehr vom zwang der geräte erproben. nachdem sie irgendwann selber feststellten, dass sie alle fünf sekunden auf das display blicken, da es sein könnte, dass sich jemand gemeldet hat oder neueste nachrichten eingetroffen sind.

doch menschen merken, dass ihre persönliche und authentische kommunikation unter den aufmerksamkeitsunterbrechungen leiden. und manch einer fängt selber an zu leiden: es gibt keine ruhe, keine pausen mehr. es ist kaum auszuhalten, wenn das smartphone nicht mehr zur verfügung steht. dies wird kein dauerzustand bis in die zukunft bleiben. die suche nach dem stressabbau wird sich in den nächsten jahren verstärken und die digitalen geräte werden bestimmt selbstbewusster eingesetzt werden.

schwer aufzuholen bleibt der vorsprung jüngerer generationen bei der nutzung neuester technik im gegensatz zur älteren generationen. immer noch sind viel zu viele menschen nicht darauf vorbereitet, die technik effektiv für sich nutzen. immer noch sitzen zu viele menschen zu frustriert vor dem computer. aber auch hierbei wird das internet seine kraft entfalten. denn die user werden kritischer. sie formulieren es immer öfter und klarer, dass manche technische neuerung unter einer schlechten usability leidet.

die kritische haltung ist vor allen dingen im zusammenhang mit dem datenschutz schon jetzt zu verpüren. die menschen werden sensibler, wenn es um ihre privatspäre im netz geht und sie setzen sich zur wehr. darum werden mit großer wahrscheinlichkeit viele horrorszenarien doch nicht eintreten, da sie von mündigen usern verhindert werden. auch die teilweise erpresserische haltung Weiterlesen

schnickschnack (42)

wie manche leserInnen feststellen konnten, habe ich ein faible für grafikdesign. und so ist es nicht verwunderlich, dass eine seite, in der studentInnen des studiengangs „design – medien design“ der fachhochschule in mainz ihre diplomarbeiten vorstellen, meine zustimmung findet. besonders angenehm an der homepage ist die tatsache, dass bei vielen abschlussarbeiten der versuch unternommen wurde „praegnanz“ zu zeigen.

dabei handelt es sich in vielen fällen darum, die botschaften auf die wichtigsten aspekte zu reduzieren und keinen überquellenden tand zu präsentieren. so findet man bei der „diplomschau“ sehr unterschiedliche aber nicht weniger interessante abschlussarbeiten des studiengangs. sie können nur eine anregung sein, meist sind sie nur ausschnitthaft zu betrachten, sich bei eigenen entwürfen oder ideen auf das wesentliche zu konzentrieren. doch durch die vielfalt kann der besuch der seite zu einer kleinen entdeckungstour werden und zu eigenem schaffen anregen. zu finden ist die seite unter: http://diplomschau.praegnanz.de/ .

first monday – ein zeitschriftentipp

first monday“ ist keine normale zeitschrift, sie ist eine internet-zeitschrift. eine zeitschrift, die ausschließlich im web erscheint und sich ausschließlich mit dem web beschäftigt. im gegensatz zum vorherigen post diesmal nicht unter dem politischen blickwinkel, sondern eher unter dem wissenschaftlichen.

die einzelnen ausgaben der zeitschrift enthalten veröffentlichungen aus den verschiedensten forschungsrichtungen. angefangen bei den medienpädagogischen, den kommunikationstheoretischen, den medienphilosophischen bis zur mathematik und informatik. alle artikel können in einer kurzen zusammenfassung oder in voller länge gelesen werden. alles auf englisch, doch darum nicht weniger interessant. nur beinahe zu viel, man braucht zeit, um sich durch die jahrgänge und beiträge zu klicken.

„first monday“ wird ihrem themengebiet gerecht und stellt sich nur online dar. eine gedruckte version gibt es nicht. und alle artikel werden einfach so zur verfügung gestellt. schöne neue welt, wenn sie doch nur immer so wäre, wie hier: http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/

das adolf grimme institut und grimme online-award

das adolf grimme institut ist bekannt für medienwissenschaften und vor allen dingen für die „grimme-preise“. dabei werden preise vergeben für herausragende leistungen im tv. in verschiedenen rubriken wie „information“ oder „kultur“ wählt eine jury aus eingereichten arbeiten und vorschlägen die besten leistungen des jahres.

in den letzten jahren ist ein weiterer preis dazu gekommen der „grimme online-award„. es ist eigentlich nicht nur ein preis, sondern es sind mehrere auszeichnungen, die wiederum in verschiedenen rubriken vergeben werden. zu jeder preisverleihung gibt es eine ausführliche begründung der jury. das macht die grimme-preise so anerkannt. die meisten verleihungen zeugen von einer jury, die sich viele gedanken gemacht hat und einen hohen anspruch an die eigenen auswahlkriterien hat.

im bereich des internet liegt der schwerpunkt auf anspruchsvolle formen der kommunikation aber auch der präsentation. so wurde dieses jahr (am 11ten juni) die homepage „literaturport“ für berlin-brandenburg ausgezeichnet (siehe links auf der rechten seite dieses blogs). aber auch noch viele andere seiten. einzelne werde ich im laufe der zeit hier noch einmal vorstellen.

informationen über das adolf grimme institut, die verschiedenen preise und die begründungen der jury sind hier zu finden: http://www.grimme-institut.de/html/

medienpädagogik im internet

schon der buchdruck war eine gesellschaftlich umstrittene angelegenheit. es wurde zu zeiten unserer urväter darauf geachtet, dass die jugend nicht durch lektüre verwerflicher oder aufrührerischer texte verdorben würde. später stellte angeblich das fernsehen eine bedrohung des familienkonzeptes dar. bis die samstagabend-show aufkam, die die ganze familie vor dem fernseher versammelte 😉

es stellt sich jedenfalls immer wieder die frage, muss kindern und jugendlichen vermittelt werden, wie sie den richtigen, angemessenen umgang mit neuen medien finden? zum einen handelt es sich dabei um eine grundsätzliche diskussion der pädagogik, also wie weit sollten erziehungswissenschaften gehen? zum anderen hatten oft kinder und jugendlichen einen viel unverkrampfteren zugang zu neuen medien, als eltern oder erziehungswissenschaftlerInnen. so eigneten sich die jungen generationen eher die vorteile eines mediums an.

die medienpädagogik versucht auf manche dieser fragen eine antwort zu finden. sie versucht erst einmal zu ergründen, kann denn ein problem aus der nutzung der medien, und heute natürlich, aus der nutzung des internet erwachsen. und wenn ja, wie kann ein angemessener umgang mit medien gefunden werden.

wer mehr zu den überlegungen der medienpädagogik erfahren möchte, findet viele verschiedene informationen auf diesen seiten und datenbanken des informationssystems medienpädagogik unter: http://www.ism-info.de/

medienpädagogik

neben der schreibpädagogik, die wie unschwer zu erkennen ist, das hauptgebiet dieses blogs ist, spielt bei der auseinandersetzung mit dem internet und im speziellen der blogs, die medienpädagogik sicherlich keine geringe rolle. obwohl darunter noch sehr viel mehr zu fassen ist, als für sich einen geeigneten umgang mit den „neuen“ medien zu finden. die medienpädagogik setzt sich auch weiterhin mit den „alten“ medien auseinander.doch hier sei eine seite empfohlen, die aus dem „ländle“ viele verschiedenen informationen rund um medienpädagogik und  medienkultur bereit hält. so können texte oder unterrichtsmodule als pdf-datei runtergeladen werden, filme angeschaut werden und links gefunden werden. interessant bleibt, welche anstrengungen unternommen werden, medien zu vermitteln. manchmal fragt man sich, weshalb so wenig darauf vertraut wird, dass kinder und jugendliche schon ihren umgang mit den medien finden. interessanter erscheint mir, dass vor allen dingen eltern erst einmal eine schulung benötigen, um mit ihren kindern überhaupt über die medien kommunizieren zu können. und wenn vati nicht weiß, wie die download-funktion am handy seines sprösslings abgeschaltet werden kann und mutti keine ahnung hat, wie sie manche homepage sperren kann, dann erst können ihre kids machen, was sie wollen, ohne dass jemand einmal nachfragt.die seite mediaculture-online (für ländlesbewohner: mädiakalldschr-ohnlain) findet man unter: http://www.mediaculture-online.de/index.php