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biografisches schreiben und diskriminierung (1)

gesellschaften, auch so genannte „demokratische“ (hoch lebe das grundgesetz) sind oft alles andere als tolerant. das bedeutet, dass es aufgabe von grundgesetzen und verfassungsgerichten ist, minderheiten zur seite zu springen und sie zu schützen, gerade wenn es darum geht, dass erst einmal alle menschen gleichberechtigt behandelt werden. man muss zugestehen, dass deutschland in diesem zusammenhang, auch als folge der 68er, manche verbesserung erfahren hat.

doch etliche bewohner dieses landes haben im laufe ihrer biografie oder lebensgeschichte, erfahren, was es bedeutet zu einer minderheit zu gehören. sie sind im laufe ihres lebens oft genug diskriminiert worden, soll heißen, sie wurden beschimpft, verleumdet, ungerecht behandelt und vieles mehr bis zu tätlichen übergriffen. die betrifft und betraf so genannte „gastarbeiter“, migrantInnen, frauen (die gar keine minderheit darstellen), behinderte, schwule, lesben, alte menschen (die bald auch keine minderheit mehr darstellen) und teilweise kinder und jugendliche.

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schreibpädagogik und migrationshintergrund

 

kinder und jugendliche sind laut verschiedener untersuchungen die verlierer in unserem bildungssystem. anstatt ihre grundsituation zu verbessern wird häufig über die angemessene migration diskutiert. da viele menschen mit migrationshintergrund der deutschen sprache nicht vollständig mächtig sind, schließen sie sich gern selbst von angeboten, die mit schreiben zu tun haben, aus.

das ist schade, da sie mit großer wahrscheinlichkeit vieles aus einem anderen blickwinkel be“schreiben“ könnten. es gab schon einmal den versuch in berlin, eine schreibwerkstatt mit jugendlichen aus einem wohngebiet, in dem hauptsächlich menschen mit migrationshintergrund leben, durchzuführen. diese veranstaltung war sehr erfolgreich. denn es spielt beim kreativen schreiben erst einmal keine rolle, ob die grammatik eingehalten wurde oder ob die rechtschreibung korrekt ist. erst einmal geht es um den ausdruck der eigenen kreativität. und da können neologismen von migrantInnen eher eine auflockernde und umschreibende wirkung haben.

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