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kiez on the blog – ein online-projekt

der begriff „kiez“ ist laut der brüder grimm „ein merkwürdiges altes wort des nordöstlichen deutschlands“. er umreisst meist ein wohngebiet, eine strasse, einen platz. die berlinerInnen (auch die hinzugezogenen) schwören irgendwann auf ihren kiez. die wahl des wohnortes bekommt eine große bedeutung, obwohl der nahverkehr einen an jeden ort bringen kann. und wie es für eine metropole üblich ist, unterscheiden sich die wohngebiete teils stark.

man kann in berlin, aber auch in potsdam mit dem nahverkehr vom villenviertel in trabantenstädte reisen und sich ein andermal plötzlich auf einem dorfplatz mit der kirche in der mitte wiederfinden. man kann beinahe alle sprachen der welt hören und sich kulinarisch in beinahe jede region des planeten entführen. man kann tag und nacht orte aufsuchen, an denen sich menschen treffen. man hat eigentlich nie alle winkel der städte gesehen. immer entsteht etwas neues, passiert etwas oder erlebt man skurriles.

darüber soll in dem neuen blog „kiez on the blog“ geschrieben werden. der blog der hoffbauer berufsakademie in potsdam greift die geschichten des kiezes auf. studierende teilen etwas über ihren kiez mit und alle leserInnen sind eingeladen, sich daran zu beteiligen. das projekt will das eigene lebensumfeld ein wenig näher bringen. es will den blick für das nahe und nächste schärfen. und es bietet eine plattform, sich darüber auszutauschen. und das vorhaben bietet den studierenden die möglichkeit, sich dem kreativen schreiben auf einem anderen weg anzunähern.

das projekt startet dieser tage und verspricht einen spannenden blick auf berlin und potsdam zu offenbaren. die webseite findet man unter http://www.kiez-on-the-blog.de . wer lust hat, kann bilder, texte, musik oder filme auf die seite stellen. auf dass der blick auf das nächste auch die vielfalt der städte widerspiegelt.

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„52 Wochen über Erotik schreiben“ – Ein Schreibexperiment von Ines Witka

Mitmachen – Mitschreiben – Ausprobieren – Sich einlassen.

„Nach 52 Wochen wisst ihr, dass Erotik ein Versprechen ist, das die Sexualität umspielt. Die seelischen Empfindungen, Überraschungen, Metaphern, Irritationen spielen bei der Erotik die Hauptrolle. Darüber lässt sich viel schreiben und es ist spannender als Sex. Ihr entwickelt eine eigene Sprache für euer erotisches Empfinden und erhaltet nebenbei viele Tipps für anregende Unternehmungen.“
So formuliert die Autorin Ines Witka die Einladung, bei ihrem Webblog auf den Seiten des Gatzanis Verlags, mitzuschreiben:

http://www.gatzanis.de/blog/cat/erotik.html

Witka, die in ihrem Buch Die Nacht der Masken den Leser auf die exklusivste Erotikparty der Welt entführt und in „Stell dir vor, ich bin deine heimliche Geliebte“ Frauen und Männer zu einer besonders anspruchsvollen Form der käuflichen Erotik, dem Escort-Service, interviewt hat, erklärt ihre Idee zum Blogkonzept: „Es ist ein Textwerkstatt für das Schreiben von erotischen Szenen, die nicht nach einer Gebrauchsanweisung klingen. Erotik und gute Literatur widersprechen sich nicht, beides erfordert Leidenschaft und Fantasie, genau das kann man hier lernen.“
Der Blog motiviert zum Mitschreiben nach den Methoden des Kreativen Schreibens, die Witka im Masterstudiengang für Biografisches und Kreatives Schreiben kennengelernt hat. Ihr Blog selbst ist wie ein ABCDarium, das sich der Welt der Erotik und des Schreibens zuwendet.
Neben Schreibimpulsen und daraus entstandenen Geschichten, finden sich dort aktuelle Tipps über Ausstellungen, Accessoires für sinnliche Momente, Bilder und weiterführende Links. Die ausgewählten Anregungen verleiten, sich weiter umzusehen und dienen gleichzeitig als Impuls.
Ines Witka ist überzeugt, dass gute Erotik in Texten nur spannend wird, wenn der Verfasser erotisch fühlt: „Wichtig ist, dass du deine eigene Einstellung zum Thema Erotik findest, dich an erotische Orte begibst, dich in eine sinnliche Stimmung versetzt, bevor du in den Schreibprozess einsteigst. Nicht im passiv konsumieren, sondern im aktiven Handeln liegt das Geheimnis. Erotik zu entdecken und zu offenbaren ist aufregend.“

Dieses Vergnügen erfährt jeder, der das Schreibexperiment begleitet. Zu jedem Buchstaben, von A-Z, wird es circa drei Beiträge geben. Alle zwei Wochen springt die Autorin einen Buchstaben weiter. „Probier es aus, schreibe mit und entdecke dein eigenstes Geheimnis wieder.“

(von Ines Witka)