Schlagwort-Archive: möglichkeit

schreibpädagogik und fliegen

selbstorganisierte gruppenreisen haben bei fluggesellschaften heute ein problem: sie müssen viele hürden nehmen, damit sie überhaupt gemeinsam in einen flieger steigen dürfen – wegen der möglichkeit eines anschlags. darum bietet sich nicht unbedingt die möglichkeit, wie in anderen reise- und fortbewegungsmitteln, gemeinsam auf langstreckenflügen mit seiner schreibgruppe zu schreiben.

aber man kann natürlich für sich selber oder im auftrag einer fluggesellschaft (wenn sie es denn wünschen würden wie manche kreuzfahrtorganisationen) den längeren flug für das schreiben nutzen. vielleicht möchte man nicht stetig filme schauen, bücher lesen oder mit nachbarn ins gespräch kommen. also zückt man stift und papier und fängt mit kleinen schreibspielen oder schreibübungen an.

wie wäre es mit knick- und falttexten mit allen mitfliegerInnen, die lust dazu haben. oder gedanken „über den wolken“ notiert. oder noch einen schritt weiter: man nutzt das schreiben, um die eigene flugangst zu bewältigen. man kann seine ängste und gedanken niederschreiben, um sie zum einen loszuwerden und sich später noch einmal ins gedächtnis zu rufen.

generell ist das fliegen der wahrscheinlich unbequemste ort für das schreiben (zumindest wenn man nicht in den teuren klassen sitzt), denn der raum ist sehr beengt. da muss eventuell ein kleines büchlein und ein kleiner stift genügen. ob nun flugpersonal oder fluggast – man kann zumindest assoziationsketten formulieren, anagramme erstellen, gedichte schreiben, aphorismen notieren …

laptop und diktiergerät können schnell an die grenzen der anderen stoßen. die kunst sich auf das wesentliche zu beschränken ist für vielflieger in bezug auf das schreiben gut zu üben. und sollte ihnen so gar nichts einfallen, dann Weiterlesen

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schreibpädagogik und möglichkeitsdenken

im letzten post zum thema schreibpädagogik habe ich die beteiligung der teilnehmerInnen von schreibgruppen bei der gestaltung angesprochen gehabt. das ist die eine möglichkeit, die selbstgestaltung und -hilfe zu den eigenen schreibprozessen zu fördern. eine andere besteht darin, das möglichkeitsdenken, das durch das kreative schreiben eh schon gefördert wird, bei problemlagen zu nutzen. was bedeutet dies?

oft kommt es in schreibgruppen vor, dass teilnehmerInnen über formen von schreibblockaden, zeitdruck oder andere schwierigkeiten im zusammenhang mit dem schreibprozess klagen. sie erhoffen sich von der leitung einer schreibgruppe unterstützung und hilfe, die ihnen bei der bewältigung der schwierigkeiten nützlich ist. dabei kommt es oft zu eindeutigen ratschlägen von der gruppenleitung, was zu tun sei, um alles in den griff zu bekommen. das erscheint mir nicht sehr sinnvoll, da es die sehr subjektiven gründe der eigenen schreibschwierigkeiten außer acht lässt. in diesem zusammenhang empfiehlt sich ein vorgehen nach dem motto „hilfe zur selbsthilfe“.

es wäre zu fragen, was die teilnehmerInnen denn benötigen, damit die schwierigkeit überwunden werden kann. dies kann entweder in einem gruppengespräch stattfinden (wenn sich die schreibgruppe schon relativ vertraut ist) oder ansonsten in einem einzelgespräch vor oder nach der schreibgruppe. im weiteren gespräch wären die teilnehmerInnen bei der suche nach handlungsmöglichkeiten einzubinden. Weiterlesen