Schlagwort-Archive: nachbarschaft

selbstbefragung (172) – wohnen

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um das „wohnen“.

  • wie wohnen sie zur zeit? beschreiben sie.
  • wie wichtig ist ihnen „wohnen“ in ihrem leben? warum?
  • was fehlt ihnen noch zum „perfekten“ wohnen?
  • wann wir wohnen für sie zur last?
  • welcher einrichtungsgegenstand ist ihnen am wichtigsten beim wohnen?
  • welche nachbarschaft bevorzugen sie beim wohnen? beschreiben sie.
  • wo haben sie überall schon gewohnt?
  • wo möchten sie noch wohnen?
  • wenn sie eine zweitwohnung haben könnten, wo sollte die sein? warum?
  • was halten sie von freiem wohnraum für alle obdachlose?

die letzten 150 selbstbefragungen sind als links hier gebündelt: https://schreibschrift.wordpress.com/2012/01/05/1500-fragen-zur-selbstbefragung-aus-diesem-blog/

leben neben der berliner feuerwehr (08)

frühling, sonniger sonntag, die private waschstrasse ist eröffnet. schön, wenn endlich sonnenstrahlen die letzten zwei wochenenden aufhübschen. nicht schön, wenn jeden sonnigen sonntagnachmittag in folge ein privat-pkw nach dem anderen rangiert, gewaschen und getrocknet wird. da sehnt man den frostigen winter wieder herbei, während dem einfach einmal ruhe im hinterhof herrschte. denn nun stehen wieder reifenwechsel an, besucher kommen auf die feuerwache, um ihre pkws und wohnmobile einer vollreinigung zu unterziehen.

alternativ könnte die nachbarschaft finanziell an der waschstrasse beteiligt werden, sozusagen als entschädigung für die verminderte lebensqualität neben einer berliner feuerwache und für ein lärmendes wochenende durch landesbeamte. da würde ich dann sogar hier die telefonnummer der feuerwachen angeben, damit man sich für eine rundum-wäsche des eigenen fahrzeugs anmeldet (es werden auch unterboden und radkasten gereignet sowie der innenraum mit viel engagement ausgesaugt). mit den einnahmen ließen sich schallisolierende fenster einbauen und die folgekosten für die umweltschäden begleichen.

leben neben der berliner feuerwehr (06)

bezahlte rücksichtslosigkeit können sich nur städtische beamte leisten. sonntag mittag 13.30 uhr. ein schöner sommertag, ruhe im hinterhof, auf den straßen, die menschen nehmen auf den balkonen ihr essen zu sich, ruhen sich von einer stressigen woche aus, bereiten sich auf das fussballspiel seelisch und moralisch vor.

doch da, auf einem kleinen fleckchen befinden sich städtische beamte, die nichts zu tun haben, aber einen ganzen batzen geld für ihre arbeit bekommen. da es wahre männer sind, die beinahe ihr fleisch noch selber jagen und zeigen müssen wo der hammer hängt, werfen sie mal wieder den grill an. nicht, dass sie dies erst am donnerstag gemacht hätten, der sonntag ist abermals willkommen. ein proteinshake macht nicht so schön auf sich aufmerksam und zieht nicht die gesamte umwelt mit in das eigene privatvergnügen.

um das ritual noch ein wenig zu steigern, wird die kohle nicht profan entzündet. man hat druckluft-gasflaschen, die man nach der spiritusgabe und dem ersten entflammen einsetzen kann, um dem glühprozess nachdruck zu verleihen. ja, unsere luft soll noch ein wenig verpesteter werden, dafür haben wir die städtische berufsfeuerwehr in berlin. eine leitung haben diese wachen anscheinend nicht, niemanden der sich verantwortlich fühlt. wer auf der einen seite angeblich um gut nachbarschaftliche verhältnisse bemüht ist, nervt den rest nicht, während der gesammelt auf seinem balkon sitzt, die fenster offen hat und versucht sich zu erholen. nein, hier möchte jemand einfach nur sein ding machen, scheiss drauf wie die reaktionen sind. ihm kann ja nichts geschehen, er ist ja beamter. beamter in einer behörde, die nicht einmal mehr ihre beschwerdestelle besetzt. das nenne ich preussische gutsherrenart.

leben neben der berliner feuerwehr (02)

der „tag der arbeit“ ist ein guter anlass über das grillen zu schreiben. wie formuliert es die stadt berlin so schön: „Auf Privatgrundstücken ist Grillen grundsätzlich erlaubt – solange es die Nachbarn nicht belästigt. In Parks und öffentlichen Grünanlagen finden Sie ausgeschilderte Grillplätze, die wir Ihnen im folgenden aufgelistet haben„. das gilt nicht für die berliner feuerwehr. sie grillt mit vorliebe bei schönem wetter an wochenenden und feiertagen auf öffentlichem gelände, also grund und boden, der im besitz des landes berlin ist, während ihrer dienstzeit.

karfreitag 10.04.09: ab 12.00 uhr

sonntag 19.04.09: ab 12.00 uhr

tag der arbeit: 01.05.09: ab 12.00 uhr.

aufgrund der eigenen guten tipps der feuerwehr zum grillen ( siehe http://www.berliner-feuerwehr.de/grillen0.html ) wird der grill immer wieder gern zum ausglühen stehen gelassen. dumm nur, dass bei einsätzen der grill unbeaufsichtigt bleibt. aber es ist ja eine feuerwache. zumindest war die letzten zwei stunden der balkon nicht zu nutzen, da die windrichtung auch mal wieder perfekt passte. das kann noch stunden so weitergehen. dank dafür 😆

leben neben der berliner feuerwehr (01)

seit ungefähr 15 jahren versuche ich von berliner behörden herauszufinden, wer denn nun handelt, wenn in einem wohngebiet auf dem hinterhof von beamten des landes berlin während ihrer dienstzeit auch zu ruhezeiten und an wochenend- und feiertagen privat-pkw repariert, gewaschen und rangiert werden, fleissig gegrillt wird oder einfach nur ein gemütliches beisammensein in ständigen lärm ausartet. der bezirk sieht sich nicht in der zuständigkeit, das umweltamt des bezirks kann einer übergeordneten behörde keine anweisungen geben, das ordnungsamt hat angeblich keine kapazitäten einen blick auf die feuerwache zu werfen, obwohl sie es auf der anderen hausseite bei der parkraumbewirtschaftung hervorragend schafft. die direktion west der feuerwehr versucht sich aus der affäre zu ziehen, indem sie die verantwortung an mich zurückverweist und der meinung ist, ich solle mich doch jedesmal direkt bei der feuerwache beschweren. hübsche idee, um an einem grundsätzlichen und beinahe täglichen problem nichts zu ändern. die senatsverwaltung für umweltschutz kann einer gleichgeordneten behörde keine anweisungen geben. inzwischen ist die senatsverwaltung für inneres zuständig, die aber auch beständig an die feuerwehr verweist. 

und so agiert anscheinend eine feuerwache in einem rechtsfreien raum, für den keiner die verantwortung übernimmt. dadurch muss sich der feuerwehrbeamte weder an lärmbestimmungen noch an andere regelungen halten. ärgerlich bleibt die tatsache, dass alle anwohner ihren lebensmittelpunkt in der nähe der feuerwache haben, die beamten aber all das, was sie hier veranstalten, in ihrer freizeit ebenso vor ihrem eigenen wohnort machen könnten (aber wahrscheinlich gar nicht dürften). zumindest haben sich also kleine orte des rechtsfreien raums gebildet, für die keiner zuständig ist. also werde ich hier in loser folge einfach mal auflisten, was alles in öffentlichen einrichtungen möglich ist. vielleicht handelt mal jemand der dann doch zuständigen.