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liste (126) – frucht

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „frucht“.

die tollsten früchte meiner arbeit:

die tollsten früchtchen, die ich kennengelernt habe:

diese früchte schmecken mit am besten:

von diesen verbotenen früchten möchte ich in meinem leben unbedingt noch naschen:

diese früchte mag ich überhaupt nicht:

schreibidee (361)

eine schlichte idee, die trotzdem beim durchführen von schreibgruppen für abwechslung sorgen kann und dabei viel spaß macht. der frühling beschert uns auch die ersten süßen früchte des jahres. das spielt zwar keine große rolle mehr, da wir beim verzehr von obst inzwischen jahreszeitenungebunden sind, aber frisch gepflückte erdbeeren schmecken meist besser als importierte. darum heute eine schreibanregung zu „obst-korb-stories“.

die schreibgruppenleitung organisiert vor dem gruppentreffen je nach anzahl der teilnehmerInnen unterschiedliche obstsorten. diese werden auf einer platte oder in einem korb präsentiert. nun suchen sich alle teilnehmerInnen jeweils eine sorte aus, über die sie schreiben möchten. sollte es zu keiner einigung kommen wird gelost oder es wird ein obst-quiz veranstaltet und je nach ranking darf gewählt werden. zum einstieg notieren die teilnehmerInnen zu ihrer obstsorte ein paar eigenschaften und assoziationen.

im anschluss wird ein kurzer text (maximal zwei seiten) in form einer obst-beschreibung verfasst. um was für ein obst handelt es sich? wie wächst es? wie schmeckt es? wann wird es geerntet? wie schmeckt es? … bei dieser beschreibung kann viel mit metaphern zu geschmack, farbe, aussehen gearbeitet werden. das jeweilig obst wird in einer kleinen präsentation der schreibgruppe vorgestellt.

nun wird eine längere geschichte geschrieben, in der die obstsorte eine wichtige rolle spielt. was für eine story kann zum beispiel von einer kiwi handeln? was passiert bei einem bananen-blues? es gibt keine vorgaben, welche rolle das obst spielen muss. anschließend werden die geschichten vorgelesen und es findet eine feedbackrunde in der schreibgruppe statt. da das obst nicht nur zum anschauen da sein soll, bereitet die schreibgruppe gemeinsam einen obstsalat zu.

auch schreibend wird nun ein obstsalat verfasst. ideal wäre es, wenn die jeweiligen obst-beschreibungen während der salatzubereitung vervielfältigt werden können. alle halten nun die kurzbeschreibungen der obstsorten in der hand. während der salat zieht, wählen die teilnehmerInnen für sich die beste obstsalat-kombination aus den früchten aus und schreiben eine kürzere geschichte dazu. während der salat verzehrt wird, werden die jeweiligen geschichten zum abschluss vorgetragen.

nabelschau (35)

fallobst – streuobst – kernobst. das leben ist ein großer fruchtkorb. und wenn man sich ein wenig mühe gibt, kann ein leckerer obstsalat daraus werden. es ist jedoch zu unterscheiden, zwischen den früchten, die angedadscht und gammelig sind und den früchten, die reif und süß in aller pracht genuss versprechen.

im leben gelten andere regeln als auf der obstwiese.

  • fallobst, das bei ernten gern verschmäht und den wespen überlassen wird, ist im alltag nicht selten ein übersehener leckerbissen. es fiel auf die seite, fiel in dem ganzen wirrwarr runter und blieb liegen. aber eines tages fällt es einem in die hände. man betrachtet es, streicht die kleinen dellen glatt und kann sich an der verspäteten ernte genüsslich tun.
  • streuobst(wiesen) erinnern sprachlich zuerst an die streubombe oder das aktuell knappe streusalz, ist aber meist viel leckerer. ob nun aufgesammelt für schnäpse, most und ebbelwoi oder eben als kunterbunte mischung verschiedener baumsorten, die sich auf einer wiese verteilen, streuobst(wiesen) stehen für lowtech-pflanzenbau. oft finden sich darunter alte, nicht mehr gezüchtete pflanzensorten. im leben sind sie die fantasien und ideen, die ungerichtet plötzlich irgendwo auf den gedankenwiesen stehen und nur abgeerntet werden müssen.
  • das kernobst wiederum gehört zu den rosengewächsen. auch wenn die blüten unscheinbarer sind, die früchte haben es in sich. beim verspeisen stösst man auf den kern der (gedanken)frucht. es muss nicht immer nur ein kern sein, häufig sind es viele, sich pudelwohl nebeneinander gruppierende kern, die man nicht einfach schlucken sollte. sie wollen gesammelt, in die erde gebracht und gegossen werden. im laufe der zeit wachsen sie zu prächtigen bäumen heran.

trägt man alle früchte zusammen, schneidet sie klein, süsst sie mit honig und wartet ein wenig ab, dann bekommt man seinen eigenen unvergesslichen fruchtsalat, der meist nicht nur einem selber mundet, sondern andere zum mitessen anregen kann.

viele menschen vergessen, ihr obst zu ernten. sie sehnen sich nach exotischen früchten, die sie schwerlich vor ihrer tür finden. sie begeben sich auf große reisen, während unter ihren bäumen und auf ihren wiesen das obst vor sich hin fault. dabei hätten sie so gute salate machen können.

web 2.48 – mundraub.org

auch wenn es kaum schneit, wir befinden uns im tiefen winter. die beste zeit, um planungen für den gartenbau und die ernte vorzubereiten. es gibt abseits der eigenen scholle orte in deutschland, an die mal jemand obstpflanzen setzte, aber dort nicht mehr erntet. doch niemand fällte oder kaufte diese kleinen fruchtlieferanten. also kann sich jeder, der lustig ist, in verträglichen maßen daran bedienen.

gebündelt werden informationen über pflück- und ernteorte auf der homepage http://www.mundraub.org . mundraub versteht sich als von der pflanze in den mund, also einzig für den eigenen bedarf. beim öffnen der seite wird die zustimmung der leserInnen für die geschäftsbedingungen verlangt. das erscheint sinnvoll, da es menschen gibt, die gern gleich die ganze ernte einfahren, wenn es etwas für lau gibt. darum abermals auch hier der hinweis: es geht um pflücken für den eigenbedarf.

doch dann kann man in den süssesten früchten schwelgen: beeren, äpfel, birnen, mirabellen, pflaumen und dergleichen mehr. ortsbeschreibungen und hinweise auf die qualität der früchte liegen vor. in manchen regionen finden sich viele möglichkeiten in anderen beinahe nichts. ich schätze, das hängt weniger mit dem angebot zusammen, denn mit der freundlichkeit, dies auch ins netz zu stellen.

also, man kann sich „mundraub.org“ in den kalten monaten darauf vorbereiten, was nach den heißen monaten ernten möchte. woran man sich laben will und wie weit man sich dafür auf den weg machen muss. zumindest verspricht der klimawandel eine gehörige süße. und sollte man eine leckere quelle kennen, kann man dies bei mundraub.org melden, um andere am genuss teilhaben zu lassen.