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schnickschnack (116) – darcel

die eier werden knapp. auch das öl wird knapp. ach ja, und das wasser wird knapp. das mit den eiern liegt wohl an ostern, an hohen colesterinwerten und an der abschaffung der legebatterien. da lob ich mir so ein straussenei, da isst man das ganze ostern lang dran. na jedenfalls soll es in den supermärkten kaum mehr eier geben, wenn man den nachrichtenmeldungen glauben darf. ich habe da eine alternative:

nicht bemalte eier, sondern gemalte eier. und auch noch eier mit einem eigenleben. soll heissen, diese eier haben ein auge, sie können die welt wahrnehmen, sie leben, wie wenn ein küken darin wäre. und sie erleben viel in der ganzen welt. sollte es also nicht mehr zu den bunten eiern aus dem discounter gekommen sein, klicken sie einfach auf die homepage von darcel und erfreuen sie sich an den bunten eiern.

die figuren von darcel zeigen, wie man mit erstaunlich wenigen mitteln, aus ein paar formen, mit knalligen farben und einem auge eine figur schaffen kann, die in vielen variationen zumindest an ostern das auge erfreut. und wenn man es doch noch geschafft hat eier im discounter zu bekommen, dann ist diese webseite der ultimative tipp für die bemalung. malen sie ihrem ei doch augen auf, bevor sie es verstecken.

und hier noch ein österlicher dekotipp des „schreibschrift“-blogs: es ist ja heute in den wohngebieten mit ein- oder zweifamilienhäuser üblich, den gesamten vorgarten mit eiern an sträuchern und gewächsen zu dekorieren. wenn sie ihren eiern für die außendekoration augen aufmalen und sie knallig kolorieren, dann fühlen sich alle osterspaziergängerInnen, die an ihrem haus vorbeikommen, fröhlich angeblickt 😀 . die bemalungstipps finden sie hier: http://www.darceldisappoints.com/ .

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wortklauberei (33)

„bunte eier aus bodenhaltung“

es ostert. es ostert schon seit wochen. im rahmen dieser osterei bot eine supermarkt kette folgende nahrungsmittel feil: „bunte eier aus bodenhaltung„. in diesem moment fragt sich der lesende kunde: kann man die essen?

allein der begriff „bodenhaltung“ ist ein verwirrender, wenn der moderne mensch nicht das pendant der „käfighaltung“ und die erweiterung der „freilandhaltung“ kennt. also boden ist nicht gleich land, land nicht gleich freiland, aber land auch boden, wobei boden und land wiederum nichts mit käfig zu tun haben. und in luft und wasser wird nichts gehalten. obwohl das so auch nicht stimmt, zumindest nicht für den lachs, den karpfen oder die forelle im wasser. mit der luft wird es ein wenig schwierig, isst der mensch doch sehr wenig, das richtig fliegen kann. die enten und die gänse, die wir verzehren bleiben am boden haften und die geschichten von fliegenden kühen und schweinen sind märchen. taubenbraten kommt selten auf den tisch und selbst das rebhuhn schafft gerade mal ein paar meter durch die luft, bis es wieder landet.

aber auch champignons und pfifferlinge, ebenso wie der spargel kommen aus der bodenhaltung. nun hat man aber bisher noch nichts davon gehört, dass dies bei „bunten eiern“ der fall ist. bis jetzt stellte sich eigentlich nur die frage, wer zuerst da war, die henne oder das ei. aber es stand nie außer frage, dass es einen originären zusammenhang zwischen henne und ei gibt. ohne henne kein ei. als kind hörte man davon, dass der osterhase mit seiner familie diese eier der henne bunt bemalt. aber dass hennen bunte eier legen oder sie selbst bemalen, während sie ihr dasein auf dem boden fristen ist doch eine neue erkenntnis. in manchen zeitschriften war zu lesen, dass durch zufütterung das eigelb gefärbt werden kann. nun, man lernt nie aus. nur ob man bunte eier aus bodenhaltung essen sollte, wird hier nicht beantwortet. in diesem sinne frohe, bunte ostern.