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„52 Wochen über Erotik schreiben“ – Ein Schreibexperiment von Ines Witka

Mitmachen – Mitschreiben – Ausprobieren – Sich einlassen.

„Nach 52 Wochen wisst ihr, dass Erotik ein Versprechen ist, das die Sexualität umspielt. Die seelischen Empfindungen, Überraschungen, Metaphern, Irritationen spielen bei der Erotik die Hauptrolle. Darüber lässt sich viel schreiben und es ist spannender als Sex. Ihr entwickelt eine eigene Sprache für euer erotisches Empfinden und erhaltet nebenbei viele Tipps für anregende Unternehmungen.“
So formuliert die Autorin Ines Witka die Einladung, bei ihrem Webblog auf den Seiten des Gatzanis Verlags, mitzuschreiben:

http://www.gatzanis.de/blog/cat/erotik.html

Witka, die in ihrem Buch Die Nacht der Masken den Leser auf die exklusivste Erotikparty der Welt entführt und in „Stell dir vor, ich bin deine heimliche Geliebte“ Frauen und Männer zu einer besonders anspruchsvollen Form der käuflichen Erotik, dem Escort-Service, interviewt hat, erklärt ihre Idee zum Blogkonzept: „Es ist ein Textwerkstatt für das Schreiben von erotischen Szenen, die nicht nach einer Gebrauchsanweisung klingen. Erotik und gute Literatur widersprechen sich nicht, beides erfordert Leidenschaft und Fantasie, genau das kann man hier lernen.“
Der Blog motiviert zum Mitschreiben nach den Methoden des Kreativen Schreibens, die Witka im Masterstudiengang für Biografisches und Kreatives Schreiben kennengelernt hat. Ihr Blog selbst ist wie ein ABCDarium, das sich der Welt der Erotik und des Schreibens zuwendet.
Neben Schreibimpulsen und daraus entstandenen Geschichten, finden sich dort aktuelle Tipps über Ausstellungen, Accessoires für sinnliche Momente, Bilder und weiterführende Links. Die ausgewählten Anregungen verleiten, sich weiter umzusehen und dienen gleichzeitig als Impuls.
Ines Witka ist überzeugt, dass gute Erotik in Texten nur spannend wird, wenn der Verfasser erotisch fühlt: „Wichtig ist, dass du deine eigene Einstellung zum Thema Erotik findest, dich an erotische Orte begibst, dich in eine sinnliche Stimmung versetzt, bevor du in den Schreibprozess einsteigst. Nicht im passiv konsumieren, sondern im aktiven Handeln liegt das Geheimnis. Erotik zu entdecken und zu offenbaren ist aufregend.“

Dieses Vergnügen erfährt jeder, der das Schreibexperiment begleitet. Zu jedem Buchstaben, von A-Z, wird es circa drei Beiträge geben. Alle zwei Wochen springt die Autorin einen Buchstaben weiter. „Probier es aus, schreibe mit und entdecke dein eigenstes Geheimnis wieder.“

(von Ines Witka)

schnickschnack (85)

grün steht auch für frische. frisch gebackene regisseure und regisseurinnen haben meist nicht das geld für einen ausgewachsenen spielfilm, darum widmen sie sich dem kurzfilm. (was für ein grandioser übergang vom letzten eintrag in diesem blog 😛 ) kurzfilme werden im fernsehen eigentlich nur von den öffentlich-rechtlichen randkanälen gezeigt, obwohl diese filmgattung wunderbare ergebnisse hervorbringt. man schaue bei arte nur ab und zu mal in die sendung „kurzschluss“. versucht man aber kurzfilme auf youtube zu finden, dann sucht man oft vergebens.

bei youtube werden zwar auch, oft mit schlichten mitteln gemachte kurzfilme gezeigt, die auch so einer gewissen berühmtheit gelangen können, aber sie sind nicht zu vergleichen mit den geschichten in professionellen kurzfilmen. also wurde es schon länger zeit, dass im internet eine plattform eingerichtet wird, die es ermöglicht, produzierte kurzfilme länger zur verfügung zu stellen.

solch eine plattform und ständig wachsende datenbank stellt nun das schweizer fernsehen zur verfügung. zu finden ist die sammlung von kurzfilmen unter dem bezeichnenden namen „frischfilm“ (s.o., womit ich also wieder beim „grün“ wäre). für diese plattform gab es auch den grimme online award. eine gute entscheidung, die vielleicht etliche junge regisseurInnen bekannter macht. zu finden ist diese kurzfilm-plattform unter http://frischfilm.sf.tv . vielleicht braucht man dann youtube kaum noch.

am rande (03)

der computer und das internet sind nicht ein medium, sie sind digitale technologien, die für viele medien die grundlage legen und die voraussetzungen bieten. so können mit ihnen filme, fernsehen, radio, zeitungen, jukeboxen, bibliotheken, fotoalben und vieles mehr produziert werden. dadurch erhält der einzelne (und vereinzelte) den vorteil, sich viele informationen beschaffen zu können.

doch wie bei den anderen medien auch, sind die wichtigen informationswege in den händen weniger, ist der einfluss auf die weitere entwicklung der nutzung relativ gering. aber, und das ist sicherlich der vorteil des internets, die nutzung des internets ist nicht so leicht vorhersehbar, der user, nutzer oder verbraucher noch schwerer berechenbar, da er auch randerscheinungen wahrnehmen und sich für sie interessieren kann.

außerdem kann der einzelne immer leichter selbst produzieren, was ihm wichtig erscheint. abgesehen von der schwierigkeit, dass sich die eigenproduktion noch nicht richtig auszahlt und viel nicht entlohnte arbeit ins netz oder web gesteckt wird, sind doch interessante ergebnisse zu finden. so wurde die homepage und nachrichten-zeitungs-informations-plattformCARTA“ mit dem „grimme online award 2009“ ausgezeichnet. sie dient genau der auseinandersetzung mit den chancen und risiken des internet. sie verlinkt nicht nur, sondern stellt eigene gedanken ins netz. und sie regt damit zum diskurs an, der auf alle fälle geführt werden sollte. zu finden ist sie unter: http://carta.info/ .