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web 2.73 – herrlabig.de

es gibt sie, die lehrer, die das internet verstehen, es nutzen und sich gedanken rund um das lernen, das netz, die pädagogik, die literatur und das schreiben und lesen machen. herr labig ist einer dieser lehrer und betreibt einen blog, in dem viele informationen, links und meinungen zu oben genannten themen zusammengetragen werden.

es liest sich angenehm, was herr labig mitzuteilen hat. und es wird die bandbreite des internet auf der seite ausgeschöpft. da gibt es einen recht neuen podcast, die automatische übersetzung der seite, momentan den blick auf die buchmesse, die auseinandersetzung mit internetdiskussionen und immer wieder der bezug zur schule.

die seite ist auch für schreibpädagogInnen interessant, die mit schülerInnen arbeiten. denn einen überblick über die angebote zu den themen pädagogik und internet bietet die seite http://herrlarbig.de/ in umfassender und aufbereiteter form. einfach mal reinschauen, links nutzen und sich informieren.

verlag (18) – verlagsgruppe droemer-knaur

die „verlagsgruppe droemer-knaur“ bietet einen webauftritt, der sich gewaschen hat. hier finden sich alle aktuellen virtuellen möglichkeiten, die es zur zeit für eine attraktive selbstdarstellung gibt. so finden sich auf der seite rubriken wie: „autoren im web tv“, kleine filme von lesungen oder interviews, ebenso trailer zu büchern oder über den auftritt des verlags auf der frankfurter buchmesse. dann „krimi podcast“, auszüge aus aktuellen krimis der verlagsgruppe zum runterladen und anhören. der „sachbuch-blog“, bekannte autorInnen schreiben zu aktuellen themen in einem blog. eine kleine verlagszeitung als „live book“, einen wettbewerb mit einem krimiautor, newsletter, benachrichtigungen, wenn bestimmte autorInnen neue bücher veröffentlichen und die obligatorischen kurzen darstellungen über die autorInnen.

daneben wird das verlagsprogramm ausführlich vorgestellt, die aktuellen erscheinungen, ein terminkalender mit lesungen und anderen daten findet sich und eine selbstdarstellung der verlage „droemer“, „knaur“ und „pattloch“. der ganze internetauftritt kommt klar strukturiert und nicht aufdringlich daher, das layout ist schlicht und übersichtlich. es ist sehr angenehm auf diesen seiten zu surfen, auch wenn sie manchmal nicht allzu schnell laden. als besonderheit ist auch noch die relativ große abteilung an esoterischer literatur bei „knaur“.

auch wenn diese seite, wie alle verlage, werbung für die eigenen produkte machen möchte, bietet sie den suchenden ein reichhaltiges angebot, sich vorher zu informieren. und sie bietet sogar die möglichkeit, probeleserIn für die bücher zu werden und anschließend eine kritik ins netz zu stellen. bis jetzt einer der besten verlagsauftritte, die ich gefunden habe. zu finden ist die seite unter: http://www.droemer-knaur.de .

web 2.27 – virtuelle vorlesungen der uni freiburg

wissenschaftler müssen heute nicht nur wissen vermitteln, sie müssen sich in gewisser weise auch dem entertainment widmen. studierende wollen unterhalten werden und wissenschaft will aufbereitet sein. wer sich noch an sein studium mit pflichtvorlesungen erinnert, weiß sicherlich auch noch, dass es nicht selten quälende anderthalb stunden gab, in denen dozentInnen etwas berichteten, das sie seit zehn jahren berichten. man merkte ihnen an, dass es sich um eine lästige pflichterfüllung handelte, die auch gern einmal den wissenschaftlichen mitarbeiterInnen übergeben wurden.

doch seitdem bildungseinrichtungen vermehrt online gehen, kann eine weltöffentlichkeit sehen, was da so gelehrt wird. das bedeutet nicht, dass der stoff automatisch interessanter wird, aber das bemühen, ihn verständlicher rüberzubringen nimmt zu. für die studierenden ergibt sich der vorteil, die studienzeiten selbst zu bestimmen. war es doch nie zu verstehen, weshalb die pflichtveranstaltungen in der biologie immer morgens um acht uhr beginnen mussten. und anderen interssierten eröffnet sich die möglichkeit eines „studium generale“, ohne sich einschreiben zu müssen. die uni freiburg ist in diesem zusammenhang schon recht weit. wer das apple-programm „itunes“ auf seinem computer hat, kann diverse vorlesungen im internet herunterladen. und auch so seltsame filme, wie „nightlife@freiburg“. man sieht, heutzutage werden die studierenden rundum informiert. alle weiteren infos sind zu finden unter: http://www.itunes.uni-freiburg.de/ .

museen, podcasts und kreatives schreiben

so ein museumsbesuch ist was feines, findet man doch gebündelte kultur an den wänden hängen oder rumstehen und kann sich zeit lassen, diese zu betrachten. und es gibt mengen von ausstellungen, die das interesse wecken. schwierig ist nur, dass viele der museen weit entfernt vom wohnort liegen und man nicht einfach mal vorbeifahren kann.

auch hier bietet das internet abhilfe. denn inzwischen bieten etliche museen podcasts an (podcasts sind kleine audiodateien oder filmchen, die im netz angesehen werden können und selbst produziert wurden). so kann man das metropolitan museum of art in new york zu mancher ausstellung hören. doch nicht nur hören ist eine möglichkeit, einzelne filme stehen ebenso zur verfügung. zu finden ist dies unter: http://www.metmuseum.org/podcast/index.asp . und selbst wenn der dollar immer schwächer wird, mal kurz für einen museumsbesuch nach new york jetten ist doch ein wenig dekadent. außerdem kann man noch folgende homepages besuchen: http://vernissage.tv/blog/  (filme über diverse ausstellungen und museen) http://museumzumhoeren.podspot.de/ (historisches museum der pfalz). diese virtuellen besuche sind eine schöne anregung für kleine kreative texte.

und dann gibt es noch die zweite möglichkeit. zettel und stift, ab ins nächste museum. sich ein kunstwerk auswählen, davor setzen oder stellen, assoziationen aufschreiben und kleine texte verfassen. um im museum kreativ schreiben zu können, sollte man dem dem personal vorher bescheid geben, sonst darf man wahrscheinlich zettel und stift gar nicht mit in die ausstellung nehmen.

spezialist auf dem gebiet schreiben im museum ist claus mischon, der fachliche leiter des studiengangs biografisches und kreatives schreiben an der alice-salomon-fachhochschule in berlin. er bietet am institut für kreatives schreiben gruppen zum thema „schreiben im museum“ und ist an einem buch darüber beteiligt: „fenster zur kunst: ideen für kreative museumsbesuche“ von claudia cremer, michael drechsler, claus mischon, und anna spall, schibri verlag. ISBN 9783928878326