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leben neben der berliner feuerwehr (10)

wie groß der privatzirkus eigentlich ist. tja, da hat man urlaub, befindet sich also ganztägig in seiner wohnung, um andere arbeiten zu verrichten. und erst in diesem moment bekommt man so richtig mit, welcher zirkus auf der feuerwache der berliner feuerwehr stattfindet. nicht genug, dass der schichtwechsel immer ein gehöriger aufriss im hinterhof ist, kaum ist die schicht gewechselt (nach 18.00 uhr), stehen auch schon drei private autos vor den fahrzeughallen für die einsatzfahrzeuge, um gewaschen, gesaugt und poliert zu werden.

der effekt: gerade kommen viele menschen von der arbeit nach hause in ihre wohnungen. der hinterhof hallt wie eine waschstrasse, dabei ist cosy-wash gerade mal 500 meter entfernt. und das schärfste: die einsatzfahrzeuge, die vom einsatz zurück kommen, können nicht in die fahrzeughalle gefahren werden, da gerade alle einfahrten versperrt sind. sie parken sozusagen in zweiter reihe auf dem hinterhof. dies bedeutet, sollte ein einsatz notwendig sein, fängt die rangiererei auf dem hof erst richtig an, denn der schnellstart aus der fahrzeughalle ist nicht möglich.

bleibt weiterhin die frage im raum, weshalb so etwas eigentlich nicht zuhause oder eben bei cosy-wash gemacht werden kann? antwort: weil das schon immer so war! abgesehen von der tatsache, dass die auf den hof schallenden lautsprecher (extra eingeschaltet, der einsatz sollte ja neben dem staubsaugen nicht überhört werden) das gesamte wohngebiet informiert, wo es brennt oder unfälle passiert sind. da freut sich jeder arbeitnehmer, der nach einem anstrengenden job nach hause kommt.

nach 19.00 uhr wurde dann der partykeller im fitnessraum eröffnet. jetzt wurde die musik so laut gedreht, dass selbst bei geschlossenen fenstern in der nachbarschaft der bass zu hören war. juhuu, hier wird wirklich gearbeitet. ach, und habe ich schon bemerkt, dass es dem bezirk steglitz-zehlendorf vollkommen egal ist.

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leben neben der berliner feuerwehr (08)

frühling, sonniger sonntag, die private waschstrasse ist eröffnet. schön, wenn endlich sonnenstrahlen die letzten zwei wochenenden aufhübschen. nicht schön, wenn jeden sonnigen sonntagnachmittag in folge ein privat-pkw nach dem anderen rangiert, gewaschen und getrocknet wird. da sehnt man den frostigen winter wieder herbei, während dem einfach einmal ruhe im hinterhof herrschte. denn nun stehen wieder reifenwechsel an, besucher kommen auf die feuerwache, um ihre pkws und wohnmobile einer vollreinigung zu unterziehen.

alternativ könnte die nachbarschaft finanziell an der waschstrasse beteiligt werden, sozusagen als entschädigung für die verminderte lebensqualität neben einer berliner feuerwache und für ein lärmendes wochenende durch landesbeamte. da würde ich dann sogar hier die telefonnummer der feuerwachen angeben, damit man sich für eine rundum-wäsche des eigenen fahrzeugs anmeldet (es werden auch unterboden und radkasten gereignet sowie der innenraum mit viel engagement ausgesaugt). mit den einnahmen ließen sich schallisolierende fenster einbauen und die folgekosten für die umweltschäden begleichen.