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internationales literaturfestival berlin ilb – ein veranstaltungstipp

da wir alle unter zeitknappheit leiden, sei dieses mal schon rechtzeitig auf das internationale literaturfestival in berlin hingewiesen. wie jedes jahr gibt es ein großes, vielfältiges und jede generation ansprechendes programm. der vorverkauf für die karten hat schon begonnen – nun ist also die richtige zeit, um den terminkalender zu zücken, alle termine zu überprüfen, neue zu vermerken und sich die karten zu besorgen.

neben der literatur für erwachsene gibt es auch ein ausführliches programm für kinder und jugendliche. und zum auftakt des festivals beteiligen sich viele schulen an der aktion „berlin liest“. dabei wird an verschiedenen orten von schülerInnen gelesen, vorgelesen und vorgetragen. hier findet man mehr informationen über das festival in einem monat:

Offizielle Webseite – internationales literaturfestival berlin ilb.

diesen sommer (wieder) im programm der schreibboutique christof zirkel

Schreibwoche: Kreative Sommer-Schreibwerkstatt in und mit Berlin
16.07. bis 20.07.2012. 5 Tage (Montag, Dienstag, Donnerstag 11.00 – 16.00 Uhr, Mittwoch 11.00 – 15.00 Uhr, Freitag 11.00 – 17.00 Uhr – gesamt: 25 Stunden)

Seminar: 1- Ein Einstieg in das Wissenschaftliche Schreiben
Ab 24.07.2012. 5 Termine (dienstags, 14.00 – 16.00 Uhr; 2-stündig; wöchentlich)

Seminar: 2 – Schreiben einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit
Ab 24.07.2012. 5 Termine (dienstags, 17.00 – 19.00 Uhr; 2-stündig; wöchentlich)

Schreibgruppe: „Ich bin schwul und noch viel mehr …“ – Biografisches Schreiben für schwule Männer ab 40
Ab 02.08.2012. 10 Termine (donnerstags, 18.00 – 21.00 Uhr; 3-stündig; wöchentlich)

Schreibgruppe: Frei-Schreiben – Das Leben gelassener gestalten
Ab 06.08.2012. 5 Termine (montags, 15.00 – 18.00 Uhr; 3-stündig; wöchentlich)

Schreibwochenende: Einstieg ins Biografische Schreiben
17.08. bis 19.08.2012. 3 Tage (Freitag 15.00 – 19.00 Uhr, Samstag 12.00 – 18.00 Uhr, Sonntag 11.00 – 16.00 Uhr – gesamt: 15 Stunden)

Schreibwochenende: Einstieg ins Kreative Schreiben
24.08. bis 26.08.2012. 3 Tage (Freitag 15.00 – 19.00 Uhr, Samstag 12.00 – 18.00 Uhr, Sonntag 11.00 – 16.00 Uhr – gesamt: 15 Stunden)

Ständiges Angebot der SchreibBoutique Christof Zirkel

Schreibberatung für AkademikerInnen oder andere Menschen in Schreibkrisen: siehe unter http://schreibboutique.de/schreibberatung/

Schreibgruppe: „„Das Leben erzählen“ – eine offene Schreibgruppe für Biografisches Schreiben
Wöchentlich. (mittwochs, 15.00 – 17.00 Uhr; 2-stündig)

Schreibgruppe: „„Kreativ – Kribbelnd – Krass“ – eine offene Schreibgruppe für Kreatives Schreiben
Wöchentlich. (mittwochs, 18.00 – 20.00 Uhr; 2-stündig)

Gruppe: „LeseZirkel – Gemeinsam Bücher lesen und besprechen“
monatlich (dienstags, 20.00 – 22.00 Uhr; 2-stündig)
Termine in diesem Jahr: 21.08., 18.09., 16.10., 20.11., 18.12.

Weitere Informationen zu allen Angeboten und Fragen zur Anmeldung finden sich auf der Homepage http://schreibboutique.de – Voranmeldung notwendig.

das 13te poesiefestival in berlin ab dem 01ten juni – ein veranstaltungstipp

lyrik und dichtung der lebhaften sorte kann man anfang juni wieder in berlin erleben. das 13te poesiefestival startet am freitag mit lesungen, diskussionen, workshops und konzerten.

wie schon die diskussion um das gedicht von günter grass und sein neues gedicht zur lage griechenlands gezeigt haben, die lyrik, das gedicht sind alles andere als verschlafen oder im sterben begriffen. ob nun poetry slam, songtexte oder performances, die kürzere form der literatur zeigt weiterhin wirkung.

das poesiefestival bildet all dies einmal im jahr ab. an verschiedenen auftrittsorten mit verschiedenen konzepten kann man sich 9 tage lang der posie und lyrik annähern. man kann gesprächen mit den dichterInnen lauschen und sich vielleicht nach dem besuch einer veranstaltung selbst wieder einmal an ein gedicht setzen.

das programm findet man hier: http://www.literaturwerkstatt.org//index.php?id=1225 .

programm der schreibboutique christof zirkel im mai und juni 2012

Seminar: 1- Ein Einstieg in das Wissenschaftliche Schreiben
Ab 12.06.2012. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/wissenschaftliches-schreiben/ oder per Mail info@schreibboutique.de

Seminar: 2 – Schreiben einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit
Ab 12.06.2012. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/wissenschaftliches-schreiben/ oder per Mail info@schreibboutique.de

Schreibgruppe: „Ich bin schwul und noch viel mehr …“ – Biografisches Schreiben für schwule Männer ab 40
Ab 19.05.2012. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/biografisches-schreiben/ oder per Mail biografie@schreibboutique.de

Schreibwerkstatt: Uncreative Writing
Ab 07.06.2012. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/kreatives-schreiben/ oder per Mail kreativ@schreibboutique.de

Ständiges Angebot der SchreibBoutique Christof Zirkel

Schreibberatung für AkademikerInnen oder andere Menschen in Schreibkrisen: siehe unter http://schreibboutique.de/schreibberatung/ oder per Mail beratung@schreibboutique.de

Schreibgruppe: „„Das Leben erzählen“ – eine offene Schreibgruppe für Biografisches Schreiben
Wöchentlich. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/biografisches-schreiben/ oder per Mail biografie@schreibboutique.de

Schreibgruppe: „„Kreativ – Kribbelnd – Krass“ – eine offene Schreibgruppe für Kreatives Schreiben
Wöchentlich. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/kreatives-schreiben/ oder per Mail kreativ@schreibboutique.de

Gruppe: „LeseZirkel – Gemeinsam Bücher lesen und besprechen“
Ab 17.04.2012. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/2012/03/15/ab-april-gibt-es-monatlich-einen-„lesezirkel/ oder per Mail info@schreibboutique.de
Termine in diesem Jahr: 15.05., 19.06., 17.07., 21.08., 18.09., 16.10., 20.11., 18.12.

programm der schreibboutique christof zirkel im april und mai 2012

Schreibberatung für AkademikerInnen oder andere Menschen in Schreibkrisen: siehe unter http://schreibboutique.de/schreibberatung/ oder per Mail beratung@schreibboutique.de

Seminar: Schreiben einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit
Ab 10.04.2012. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/wissenschaftliches-schreiben/ oder per Mail info@schreibboutique.de

Schreibgruppe: „“Frei-Schreiben – Sich Wege aus der Krise erschreiben“
Ab 13.04.2012. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/biografisches-schreiben/ oder per Mail biografie@schreibboutique.de

Gruppe: „LeseZirkel – Gemeinsam Bücher lesen und besprechen“
Ab 17.04.2012. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/2012/03/15/ab-april-gibt-es-monatlich-einen-„lesezirkel/ oder per Mail info@schreibboutique.de

Schreibgruppe: „„Das Leben erzählen“ – eine offene Schreibgruppe für Biografisches Schreiben
Ab 25.04.2012. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/biografisches-schreiben/ oder per Mail biografie@schreibboutique.de

Schreibgruppe: „„Kreativ – Kribbelnd – Krass“ – eine offene Schreibgruppe für Kreatives Schreiben
Ab 25.04.2012. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/kreatives-schreiben/ oder per Mail kreativ@schreibboutique.de

Schreibgruppe: „Ich bin schwul und noch viel mehr …“ – Biografisches Schreiben für schwule Männer ab 40
Ab 19.05.2012. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/biografisches-schreiben/ oder per Mail biografie@schreibboutique.de

Anmeldung für die Schreibgruppen und Seminare:
Telefonsprechzeiten: Dienstag 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr; Donnerstag 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Weitere Informationen siehe http://schreibboutique.de/informationen/

Leipziger Buchmesse startet heute

Wer einen kurzen Trip machen möchte, um sich in Literatur und Lesungen zu suhlen, der findet auf der Homepage der Leipziger Buchmesse eine Menge Informationen. Ansonsten kann man sich aber auch nur nachschauen, was alles stattfindet, um sich vielleicht nächstes Jahr auf den Weg zu machen. Leipziger Buchmesse.

nabelschau (58)

meine tv-zeitschrift versteht mich nicht mehr. es gibt momente, in denen zweifelt man an der welt. sie kommen unverhofft, sie tauchen schnell auf und manchmal verschwinden sie dann auch ganz schnell wieder. doch der moment, in dem meine tv-zeitschrift abdriftete begann mit der letzten ausgabe und hört bis jetzt nicht auf.

es kann vorkommen, dass man zwischen den jahren, an den feiertagen viel arbeiten und tun muss. es ist anstrengend, es ist müde machend, es macht spass. und wenn man dann das tagwerk vollbracht hat, dann möchte man nur noch auf das sofa fallen und vielleicht einen hübschen krimi sehen. also schlägt man die zeitschrift auf, die einem bis jetzt ganz gute tipps gegeben hat.

einen gewissen anspruch hatten die kritiker der tv-zeitschrift immer. so bleibt ihnen zwischen den jahren und den ganzen schmonzetten, die in dieser zeit laufen, nicht viel übrig, als das meiste gesendete nicht zu empfehlen. doch da gab es eine krimireihe, die in gotland spielte und die durch die bank schlecht bewertet wurde. also ließ man die finger die davon. und dann gab es einen tipp des tages, eine mankell-verfilmung von drei stunden. das versuchte man sich anzuschauen.

unglaublich, was das für ein käse war. deutsche und österreicher drehen einen krimi, der hauptsächlich in schweden spielt. laut meiner tv-zeitschrift bleibe man an dem film dran, auch wenn er ein wenig holprig ist. ich blieb nur dran, weil ich dachte, das wird jetzt noch besser. wurde es nicht. wenn schweden mit österreichischem slang sprechen, wenn eine verfolgung in die länge gedehnt wird, wenn der hintergrund des gemetzels schon nach der ersten rückblende klar ist, aber noch 20 rückblenden der gleichen Weiterlesen

internationales literaturfestival berlin 2011

es wurde prophezeit, dass das internet die bücher und das lesen im laufe der zeit zum verschwinden bringen würden. tja, heutzutage scheint es, dass dies einer der großen irrtümer war. es wird gelesen, viel gelesen, auch junge menschen lesen. aber die form des lesens hat sich verändert. da wird digital gelesen oder gehört (man lässt sich also vorlesen).

was kann es da interessanteres geben, als ein literaturfestival, an dem vorgelesen wird und über das gehörte diskutiert wird, an dem die hintergründe, die wirkungen und die zukünftigen fragen an die literatur diskutiert werden? vom 07.09.11 bis 17.09.11 findet das internationale literaturfestival berlin 2011 statt (siehe http://www.literaturfestival.com/ ). schwerpunkt dieses jahr ist die literatur aus asien und dem pazifikraum. also gibt es viele veranstaltungen zur rolle der literatur in china, zur frage der zensur, aber auch einfach nur beispiele aktueller veröffentlichungen aus der ganzen region.

es ist erstaunlich, wie sehr sich dieses festival zu einer festen größe in der literaturszene gemausert hat. noch nicht wirklich alt, ist das programm enorm und wird auch nachgefragt. da sage noch einmal einer, es werde nicht mehr gelesen, vorgelesen und zugehört.

das gesamte programm kann übrigens als pdf-datei abgerufen werden.

die lange buchnacht in der oranienstrasse – ein veranstaltungstipp

die o-strasse in berlin ist bekannt. leider ist sie inzwischen so bekannt, dass auch sie, wie viele gebiete kreuzbergs und neuköllns touristisch überrollt wird. und doch, unterscheidet sich die oranienstrasse auch hier von mitte. denn neben der touristischen bespassung bleiben doch eine menge alternative, linke und so36er-mäßige angebote bis jetzt übrig.

dazu gehört auch die etablierung einer langen buchnacht vor über 10 jahren. es wird gelesen, es wird an vielen orten gelesen und es wird stundenlang gelesen. es wird für kinder gelesen, es wird in verschiedenen sprachen gelesen, es wird für erwachsene gelesen, es wird ab 0.00 uhr gelesen, es wird aus einem lexikon gelesen, es gibt offene bühnen, es dreht sich alles um bücher.

die lange buchnacht findet dieses jahr am nächsten samstag, den 14ten mai, in und um die o-strasse herum von vormittags bis tief in die nacht statt. das große programm kann hier ( http://www.lange-buchnacht.de/ ) durchgearbeitet werden, um sich das spannendste auszuwählen. und wer nicht hören will, muss selber lesen.

(skurril mutet im programm an, dass die freiwillige feuerwehr friedrichshain dabei ist, die nicht liest 😉 )

web 2.50 – zettelkasten von daniel lüdecke

verknüpfen ist das zauberwort. der computer und das internet bieten die möglichkeit einer umfassenden verknüpfung von texten untereinander oder mit dateien wie musik, bildern oder filmen. da verknüpft man und verknüpft man (zum beispiel in diesem blog) und verliert bei der fülle leicht den überblick. wenn man dies als hobby macht, lässt es sich aushalten. doch wenn am schluss ein werk entstehen soll, dann kann das zusammensuchen der einzelnen dateien und vor allen dingen textbausteine anstrengend werden.

da freut es, wenn es einer benutzeroberfläche gibt, die einem einen digitalen zettelkasten zur verfügung stellt. so ein zettelkasten ermöglicht einem ganz neue sichtweisen, sogar eventuell ein anderes arbeiten und denken. niklas luhman hat sich über diese veränderungen viele gedanken gemacht, daniel lüdecke hat sie aufgegriffen und einen digitalen zettelkasten entwickelt. dieser wächst auch in seinen anwendungsmöglichkeiten. natürlich muss der mensch noch den großteil der daten angeben, auch die passenden stichwörter und teilweise die verknüpfungen.

aber das programm sucht auch einmal gern eigenständig ähnlichkeiten und übereinstimmungen heraus, wenn man es machen lässt. so lässt sich jedenfalls eine übersichtliche literaturdatei, ein gedankenpool, eine doktorarbeit 😉 erstellen. und dies sowohl für apple-computer, für windows und für linux. gefunden habe ich diese wunderbare programm nicht allein, es stand bei frederick weitz im blog ( http://frederikweitz.blogspot.com/ ). und es ist für lau herunterladbar bei daniel lüdecke unter http://zettelkasten.danielluedecke.de/index.php . viel spaß mit all den zetteln ohne sich zu verzetteln 🙂

wortklauberei (63)

„die unnötigen zeilenumbrüche des nachrichtentextes wurden automatisch entfernt“

da sage noch einmal jemand, computer könnten nicht denken, sondern machten nur das, was die user ihnen sagen. windows weiß was writer wünschen. windows verändert einfach mal texte. dies teilt das programm outlook einem dann wenigstens mit. da will ich doch mal ins detail gehen:

  1. windows erkennt, dass ich einen nachrichtentext erhalten habe. es könnte zwar sein, dass mir jemand einfach ein gedicht oder eine kurzgeschichte per mail sendet, aber das programm weiß es besser.
  2. darum erkennt es auch, wann meine zeilenumbrüche oder die der absender unnötig sind. die zweite botschaft lautet: sie haben blödsinn gesendet.
  3. deshalb mache ich das mal automatisch weg. nirgends ein hinweis, wie ich die zeilenumbrüche wieder bekomme, wenn ich sie nicht entfernt haben möchte. automatisch bedeutet, man kann nichts dagegen machen.

die folge: das layout eines textes macht überhaupt keinen sinn mehr. konkrete poesie, lautmalerei oder textbilder lösen sich in nachrichtentexte auf. da sind lauter blödsinnige zeilenumbrüche laut des mailprogramms zu finden, die automatisch beseitigt werden. also, geben sie sich einfach keine mühe mehr, ein ansprechendes äußeres ihrer nachrichten zu gestalten, windows wird sie vernichten. und so entstehen dann folgende nachrichten:

Stufen Wie jede Blüte welkt und jede Jugend Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe Bereit zum Abschied sein und Neubeginne, Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern In andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Wir sollten heiter Raum um Raum durchschreiten, An…

(„Stufen“ von Hermann Hesse)

ach, kann die welt doch einfach sein.

internet und anpassung

ja, das netz wird kundenfreundlicher. manche homepages, blogs und chats lassen sich immer leichter bedienen. doch dies verschleiert den effekt im hintergrund: sie lassen sich immer leichter bedienen, da sich immer mehr menschen mit den abläufen im netz auskennen und die programme, die den netzbesuch steuern, immer komplexer sind. in der bedienung der oberfläche lassen sich manche vereinfachungen finden. und neben der beschleunigung der übertragungsraten lassen sich so etliche tätigkeiten im laufe der letzten jahre im web immer leichter durchführen.

aber, und dies ist eher eine bedenkliche entwicklung, die vielfalt der ständig wachsenden zahl von programmen und kleinstprogrammen, verlangt eine vielzahl von einstellungen, von vorgehensweisen und von wissen über die möglichkeiten. es bleibt dabei, der mensch passt sich eher der technik an, als dass die technik sich dem menschen anpasst. und dies in einer technologie, auf die inzwischen beinahe jeder in den industrialisierten ländern der welt angewiesen ist. das paradoxe an der situation ist, dass zwar die prozesse einfacher werden, gleichzeitig aber der markt mit unterschiedlichen anwendungen überschwemmt wird. dass also für einfachheit zu zahlen ist. das erinnert ein wenig an die steuererklärung, die dann am besten gelingt, wenn man einen steuerberater dafür bezahlt, dass er etwas erledigt, was jeder braucht, möchte er dem staat nicht geld schenken oder säumig bleiben.

es fehlt also eine technologie aus einem guss, die all das kann, was ich benötige. Weiterlesen

schnickschnack (71)

mancher mensch macht es zu seinem beruf, sich auf eine bühne zu stellen und alles zu geben. manches theaterstück gleicht einem marathon, zumindest was die körperliche leistung der schauspielerInnen angeht. und manche stücke werden aus der ganzen bundesrepublik ausgewählt, um für eine kurze zeit zum berliner theatertreffen eingeladen zu werden.

vom 01ten bis zum 18ten mai findet das theatertreffen statt. neben der präsentation der ausgewählten stücke gibt es vor allen dingen die chance für junge (neue) autorInnen des szenischen schreibens, ihre stücke zu präsentieren, an einem wettbewerb teilzunehmen und workshops zu absolvieren. es handelt sich also um ein treffen von theaterschaffenden. der vorteil daran ist, andere haben auch etwas davon. sie können theaterstücke sehen, die sonst nur in anderen städten gespielt werden. weitere informationen sind zu finden unter  http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/03_theatertreffen/tt_start.php .

schnickschnack (69)

nachdem die lange nacht der museen so guten anklang findet, entschied man sich bei den bühnen berlins, zuschauern einen überblick über das aktuelle programm in einer langen nacht der opern und theater zu geben. diese erste lange nacht findet am nächsten samstag, den 25ten april von 19.00 uhr bis 01.00 uhr statt. anscheinend ist geplant immer halbstündige sequenzen des aktuellen schaffens zu zeigen.

dies bedeutet, man kann keine stücke vollständig sehen, sondern live so zu sagen das programmheft durchblättern. mal sehen, wie das angenommen wird. ich stelle mir das eher ein wenig enttäuschend vor. denn nicht das reichhaltige angebot ist das problem, sondern teilweise bei wirklich interessanten sachen, an die karten zu kommen. seitdem die bundesregierung nach berlin gekommen ist und die hotels wie pilze aus dem boden schießen, darf man nicht mehr berufstätig sein, wenn man ins theater möchte und keine lust hat im internet zu buchen.

aber egal, die bühnenlandschaft ist genial. warum nicht einmal vorbeischauen, hunger bekommen und sich etwas später was zu essen holen. weitere informationen zur langen nacht der opern und theater sind hier zu finden: http://www.berlin-buehnen.de/langenacht/index.php .

datenschutz und rasterprogramme

erstaunlich ist es nicht, dass die bahn die mails ihrer mitarbeiterInnen gerastert hat, denn es gibt die programme dafür. es würde auch nicht erstaunen, wenn andere konzerne dies ebenso machen, es schaut nur keiner genau hin. die programme sind auch nicht so neu. und was da ist, wird auch angewendet werden. hier ist die diskussion sicherlich eine stufe früher zu führen. das soll nicht heißen, dass es keine konsequenzen haben muss, wenn arbeitgeber wissentlich gegen gesetze verstoßen.

aber es wäre überhaupt die frage, weshalb jemand programme schreibt, die den menschen immer besser erfassen, rastern und stichworte suchen. sicher, suchfunktionen können am einzelnen computer oder im firmennetzwerk hilfreich sein, doch dann sind sie für jeden nutzbar und sichtbar. aber man muss sie schon wissentlich verstecken, um die mitarbeiterInnen nichts merken zu lassen. wer schreibt so etwas? welche firma bietet diese dienstleistungen an?

der mensch ist noch zu viel mehr bereit. heute wirbt die telekom in der tageszeitung für das neue iphone und ist ganz stolz darauf, das programm „lokalisten“ anbieten zu können. es ist sozusagen ein ortungsprogramm für „freunde“. ich kann also auf meinem handy sehen, wo sich meine freunde gerade mit ihrem handy befinden, wenn diese das programm ebenso nutzen. wer möchte das? eltern, die ihre kinder auf schritt und tritt überwachen, beziehungspartner, die nicht vertrauen, arbeitgeber, die ihre mitarbeiter kontrollieren und viele andere grenzüberschreitende interessentInnen. hier wird der gläserne mensch als freizeitspaß angeboten.

so rastern und überwachen wir uns schritt für schritt gegenseitig und weiterhin stört sich niemand daran. eigentlich benötigt es jetzt nur noch die verknüpfung von kontodaten, mailverkehr, aufenthaltsort, kredit- und bankkartendaten und dem krankenkassenchip, dann haben wir die absolute kontrolle. man kann sicher sein, es arbeitet schon längst jemand daran, vielleicht wird es auch schon angewendet. anscheinend wollen wir alle die elektronische fussfessel 😦 so geht zumindest niemand mehr verloren.