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web 2.39 – fourhourworkweek.com

entschleunigung, prokrastination oder müßiggang, all dies sind versuche, das leben langsamer und intensiver zu machen. es geht darum sich „zeit“ leisten zu können, die gewichtung an den eigenen bedürfnissen auszurichten und das wirklich wichtige im leben zu tun. immer wieder werden diese versuche und überlegungen kombiniert mit dem versuch, trotzdem erfolg zu haben. es stellt sich immer die frage, um was für einen erfolg es dabei geht.

tim ferriss ist einer der vertreter, der mit seinem buch „the 4-hour-week“ großen erfolg in den usa und vor allen dingen im silicon valley hat. auf ihn aufmerksam wurde ich über seinen vortrag bei http://www.ted.com . das buch „die 4-stunden-woche“ gibt es inzwischen auch in deutschland, ich habe es aber noch nicht gelesen. dagegen aber seinen blog gefunden. „the blog of tim ferriss – experiments in lifestyle design„, zu finden unter: http://www.fourhourworkweek.com/blog/ .

und es scheint interessant. denn so schlicht die botschaft scheint, die eigene furcht als antrieb zu verwenden und sich dem zuzuwenden, das einen interessiert, unkonventionell zu lernen, ein angemessenes zeitmanagement für die wirklich wichtigen dinge im leben zu finden und davon auszugehen, alles lernen zu können, ist ein experiment. ein immer wieder lohnenswertes, obwohl man nie vorhersehen kann, wo es einen hinführt. manchmal wünscht man sich etwas weniger orientierung an einem leistungsprinzip und noch mehr orientierung am spaß. denn die vorstellung, dass lernen spaß machen kann und deshalb auch nicht so schwer fällt, wie es immer vermittelt wird, orientiert sich auch stark an den subjektiven wissensbedürfnissen. geht es doch um die erweiterung der verfügung über die eigenen lebensbedingungen.

also, ein anregender blog, der zum nachdenken animiert und ideen liefern kann für die eigenen interessen.

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„dinge geregelt kriegen – ohne einen funken selbstdisziplin“ – ein buchtipp

ratgeber heißen deshalb ratgeber, da einem geraten wird, sie doch einmal zu lesen. so wurde mir dieses buch von verschiedenen seiten als ein amüsantes und hilfreiches ans herz gelegt. eigentlich mag ich keine ratgeber, doch der titel machte neugierig. kurzes blättern im inhaltsverzeichnis und die namen der autorInnen: kathrin passig und sascha lobo (mitherausgeber der grimme-preis-homepage „riesenmaschine.de“), führten zum kauf des werkes.

und ich muss schreiben, es macht spaß, das buch zu lesen. es ist witzig formuliert und widmet sich der „prokastination“, dem verschieben und aufschieben von wichtigen und weniger wichtigen dingen, die zu erledigen sind. kurz zusammengefasst, das buch empfiehlt das sinnvolle aufschieben und stellt viele alltägliche selbstdisziplinierungen in frage.

zu beginn grenzen sich die autorInnen ein wenig von den büchern und lebensstilen der entschleunigung und des downshifting ab. letztendlich führen aber etliche tipps, die sie für die leserInnen bereithalten, wahrscheinlich genau dazu. in ihren überlegungen greifen sie viele praktische lebensumstände auf und mausern sich teils zu einem anti-ratgeber-buch, wenn man den markt der ganzen selbstdisziplinierungs- und zeitmanagement-werke damit vergleicht. das macht das buch so wertvoll. es soll kein durch und durch gesellschaftskritisches buch sein. eigentlich schade, denn vor allen dingen die erste hälfte kommt dem schon sehr nahe. doch dann bei den fragen der alltagsbewältigung tauchen mir persönlich zu viele tipps auf, die doch wieder zum, zwar mit geringerem aufwand, funktionieren verhelfen sollen.

aber es lohnt sich für alle menschen, die sich überfordert fühlen und immer wieder dinge aufschieben, einen blick hineinzuwerfen. und man hat viel zu lachen bei der lektüre. das buch „dinge geregelt kriegen – ohne einen funken selbstdisziplin“ ist 2008 bei rowohlt berlin erschienen. ISBN 978-3-87134-619-4. die homepage zum buch lautet: http://www.prokrastination.com